Dreikampf an der Spitze

1. klasse nord

Nickelsdorf führt die Tabelle an, Purbach lauert in Schlagdistanz und Apetlon mischt überraschend mit.

Coach Christian Pinter und seine Nickelsdorfer sind auf Platz eins.

Coach Christian Pinter und seine Nickelsdorfer sind auf Platz eins.

© Christopher Schneeweiß

Wer krönt sich zum Herbstmeister der 1. Klasse Nord? Drei Runden vor dem Ende der Hinrunde ist diese Frage noch völlig offen. Während der ASV Nickelsdorf seiner Favoritenrolle bislang gerecht wird, bleibt der UFC Purbach dicht auf den Fersen. Und auch der SC Apetlon hat sich mit starken Leistungen in eine Position gebracht, mit der vor Saisonbeginn wohl kaum jemand gerechnet hätte. An der Tabellenspitze steht derzeit der ASV Nickelsdorf. Mit 24 Punkten aus neun Partien hat die Mannschaft von Trainer Christian Pinter die beste Ausgangslage und alles selbst in der Hand. Drei Begegnungen trennen die Nickelsdorfer noch von der Winterpause. Mit Zurndorf, Podersdorf und Breitenbrunn warten zwar unangenehme Aufgaben, ein machbares Programm ist es für den Tabellenführer aber allemal. Gelingt es, die bisherige Konstanz beizubehalten, stehen die Chancen auf die Herbstmeisterschaft ausgezeichnet.

Purbach lauert auf einen Ausrutscher

Doch ausruhen darf sich der Spitzenreiter keineswegs. Der UFC Purbach liegt mit zwei Punkten Rückstand auf Rang zwei und hat damit weiterhin beste Chancen auf die Winterkrone. Die Mannschaft von Trainer Patrick Castek präsentierte sich in dieser Meisterschaft als eingeschworene Einheit, die nur schwer zu bespielen ist. Genau diese Geschlossenheit macht die Purbacher in dieser Saison so gefährlich. Auch das Restprogramm hat es in sich: Mit St. Andrä, Zurndorf und Podersdorf warten drei Gegner, gegen die sich die Mannschaft keine Nachlässigkeiten erlauben darf, wobei man das in dieser Liga wohl über jeden Kontrahenten sagen kann. Für Castek steht deshalb vor allem die Konzentration im Vordergrund. „Schön langsam geht es dem Ende der Hinrunde zu, da gilt es konzentriert weiterzuarbeiten, um keine wichtigen Punkte liegenzulassen“, erklärte der Purbach-Coach. Jeder Ausrutscher könnte im engen Titelrennen entscheidend sein. Das weiß man aus Sicht des UFC bereits zu gut aus der vergangene Spielzeit.

Apetlon als Überraschungsteam der Liga

Die wohl größte Überraschung im Kampf um die Herbstmeisterschaft ist allerdings der SC Apetlon. Nach dem letzten Tabellenplatz in der Vorsaison spielt die Mannschaft von Trainer Clemens Mahr plötzlich ganz vorne mit. Der Rückstand auf Nickelsdorf beträgt lediglich drei Punkte, auf Purbach fehlt nur ein Zähler. Allerdings hat der SCA bereits ein Spiel mehr absolviert, wodurch die Ausgangslage etwas schwieriger ist. Ganz abgeschrieben werden darf die Mannschaft dennoch nicht. Mit Jois und Pama warten zum Abschluss zwei Aufgaben, die auf dem Papier lösbar erscheinen, aber keinesfalls unterschätzt werden dürfen. Für Trainer Mahr steht die mögliche Herbstmeisterschaft jedoch nicht an erster Stelle. Der Coach des SCA möchte neben den sportlichen Erfolgen auch die Entwicklung seiner jungen Mannschaft weiter vorantreiben: „Was noch kommt, nehmen wir gerne mit. Wichtig ist mir aber auch, wieder etwas mehr Rotation hineinzubringen und die Spielzeit breiter zu verteilen. Bei allem sportlichen Erfolg dürfen wir den Entwicklungsgedanken nicht verlieren.“ Damit ist Spannung für die letzten Runden garantiert. Nickelsdorf hat die besten Karten, Purbach sitzt dem Tabellenführer im Nacken und Apetlon darf weiter von der großen Überraschung träumen. Wer am Ende ganz oben steht, wird sich erst in den letzten Runden der Herbstsaison entscheiden.