Ein Punkt fehlte: Hamm verpasste Achtelfinale nur knapp

Teqball

Pech für Neusiedls Teqball-Youngster Alexander Hamm. Er verpasste in Thailand nur knapp das Achtelfinale.

Bitte: Alexander Hamm (l.) verpasste in Thailand nur knapp das Achtelfinale.

Bitte: Alexander Hamm (l.) verpasste in Thailand nur knapp das Achtelfinale.

© privat

Ein einziger Punkt trennte Alexander Hamm vom Einzug in die K.-o.-Runde der Teqball World Series in Ayutthaya. Der 18-jährige Neusiedler hatte im entscheidenden Mixed-Doppel gemeinsam mit der Portugiesin Maria Clemente bereits einen Matchball am Fuß. Doch sein Smash verfehlte den Tisch um wenige Zentimeter. Am Ende musste sich das Duo geschlagen geben. Für Hamm endete damit die zweite Station seiner Thailand-Reise mit zwei 17. Plätzen.

Von 30. Oktober bis 1. November ging in Ayutthaya eines der bedeutendsten Turniere des internationalen Teqball-Kalenders über die Bühne. Die World Series gilt nach der Weltmeisterschaft als zweithöchste Turnierkategorie. Insgesamt waren 134 Spielerinnen und Spieler gemeldet, das Preisgeld betrug 30.000 US-Dollar. Ausgetragen wurden ausschließlich Doppelbewerbe.

Hamm, der für die laketownRIDERS antritt, war sowohl im Herren-Doppel als auch im Mixed im Einsatz. In beiden Bewerben gelang ihm zunächst ein Auftaktsieg, letztlich reichte es aber jeweils nur zu Gruppenrang drei und damit zum 17. Endplatz.

Matchball knapp vergeben

Besonders dramatisch verlief der Mixed-Bewerb, in dem Hamm erneut mit Maria Clemente vom portugiesischen GFEC Caixeiros Santarém antrat. Die beiden hatten bereits eine Woche zuvor beim Turnier in Si Racha zusammengespielt.

Zum Auftakt feierten sie gegen Paphatdet und Thaisa Saypanya aus Thailand einen souveränen 2:0-Erfolg (12:8, 12:4). Gegen die favorisierten Marek Pokwap (Polen) und Nora Vicsek (Ungarn) mussten sie sich anschließend mit 0:2 (5:12, 9:12) geschlagen geben. Dabei hielten Hamm und Clemente besonders im zweiten Satz lange gut mit und lagen zwischenzeitlich sogar in Führung.

Somit musste das letzte Gruppenspiel gegen den Ukrainer Dmytro Shevchuk und die Dänin Mira Fænø Dahlmann über den Einzug ins Achtelfinale entscheiden.

Der Beginn verlief vielversprechend. Hamm und Clemente gewannen den ersten Satz mit 12:9. Im zweiten Durchgang gerieten sie mit 9:11 in Rückstand, kämpften sich jedoch auf 11:11 heran. Dann bot sich dem Neusiedler die große Gelegenheit, die Partie zu entscheiden.

Hamm setzte zum Smash an, doch der Ball verfehlte den Tisch denkbar knapp. Statt des erhofften Sieges ging der Satz mit 11:12 verloren.

Fairplay trotz entscheidender Phase

Auch der dritte Satz entwickelte sich zu einem Krimi. Beim Stand von 8:7 für Hamm und Clemente kam es zu einer bemerkenswerten Szene. Der Neusiedler berührte bei einem Smash den Tisch und zeigte den Regelverstoß sofort selbst an. Der Punkt ging damit an die Gegner.

„Es gibt Spieler, die bei so einem Spielstand eine Tischberührung nicht zugeben. So möchte ich nicht gewinnen“, betont Hamm. „Fairplay ist mir sehr wichtig.“

Der Entscheidungssatz ging schließlich mit 10:12 verloren. Damit war das Ausscheiden besiegelt.

Besonders der vergebene Matchball beschäftigte den 18-Jährigen nach der Partie. „Ärgern tu ich mich nur über den Matchball. Ich dachte, ich hätte meine zwei Smash-Outs schon gespielt, und habe mich deshalb für einen flachen, scharfen Smash entschieden. Der hat den Tisch leider ganz knapp verfehlt.“

Hintergrund ist eine Regeländerung im Teqball. Ein sogenannter Smash-Out, bei dem der Ball nach der Tischberührung aus dem Spielfeld springt, ist mittlerweile nur noch zweimal pro Satz erlaubt. Beim dritten derartigen Schlag erhält der Gegner den Punkt.

Auch im Herren-Doppel Rang 17

Im Herren-Doppel bildete Hamm mit dem Rumänen Szabolcs Ilyés vom GOBEK Teqball Team ein Gespann. Gegen die thailändischen Brüder Phinphleng und Phlengphin Kaewjanpheng gelang zum Auftakt ein 2:0-Erfolg (12:10, 12:7).

Anschließend wartete mit Stefan Orłowski aus Polen und Milan Csabi aus Ungarn ein starkes Duo. Orłowski hatte eine Woche zuvor in Si Racha das Einzelfinale erreicht. Hamm und Ilyés hielten phasenweise gut dagegen, mussten sich aber mit 0:2 (8:12, 9:12) geschlagen geben.

Im entscheidenden Gruppenspiel gegen die Vietnamesen Giang Ba Truong und Le Anh Khoa war für das österreichisch-rumänische Duo schließlich nichts zu holen. Die eingespielten Gegner setzten sich mit 12:5 und 12:6 durch und sicherten sich damit den Aufstieg.

Fehlende fixe Partner als Herausforderung

Ein wesentliches Problem sieht Hamm weiterhin in der fehlenden Konstanz bei seinen Doppelpartnern. Bei seinen vergangenen drei Herren-Doppel-Turnieren spielte er mit drei verschiedenen Athleten. In Sarajevo trat er mit Elias Petzold an, in Santarém mit Istvan-David Sagyebo und nun in Ayutthaya mit Szabolcs Ilyés.

Auch im Mixed befindet sich die Zusammenarbeit mit Maria Clemente noch in der Anfangsphase. Das Turnier in Thailand war erst ihr zweiter gemeinsamer Auftritt.

Viele der international erfolgreichen Doppel spielen hingegen bereits seit Jahren zusammen und können auf eingespielte Abläufe zurückgreifen.

„Wenn du auf diesem Niveau auf den Stockerlplatz möchtest, brauchst du eine fixe Spielpartnerin“, ist Hamm überzeugt.

Dass er und Clemente dennoch nur einen Punkt vom Achtelfinale entfernt waren, stimmt den Neusiedler zumindest zuversichtlich.

Weltmeisterschaft als nächstes großes Ziel

Den Titel im Herren-Doppel holten sich in Ayutthaya Apor Györgydeák aus Rumänien und Marek Pokwap aus Polen. Im Mixed triumphierten die Thailänder Phakpong Dejaroen und Suphawadi Wongkhamchan.

Für Hamm richtet sich der Blick nun bereits auf die nächsten internationalen Höhepunkte. Von 1. bis 6. Dezember steht in Budapest die Teqball-Weltmeisterschaft auf dem Programm. Nur wenige Tage später folgt von 18. bis 20. Dezember die U19-Europameisterschaft im slowakischen Prešov.

Dort möchte der 18-jährige Neusiedler seine Erfahrungen aus Thailand nutzen und erneut auf internationaler Bühne angreifen.