Ein kniffliges Vorspiel vor Klingenbachs Finale Grande
Burgenland energie landesliga
Der Tabellenführer spielt daheim gegen Edelserpentin bevor es gegen Bad Sauerbrunn und Leithaprodersdorf geht.
Klingenbachs Antonio Vidovic (re.) war am Wochenende mit zwei Toren der Matchwinner
© Günther Pavlovics
Klingenbach - Edelserpentin; Freitag, 19.30 Uhr. Patrick Metka konnte Erfreuliches berichten. Der Co-Trainer von Thomas Klemenschitz war am Sonntag in Stuben und schaute dort dem nächsten Gegner auf die Beine. Edelserpentin führte gegen St. Margarethen zwar 2:0, verlor aber noch 2:5. Klingenbach hingegen gab sich in Halbturn keine Blöße. „Derzeit rennt es nicht schlecht“, sagte Klemenschitz. Doch der Trainer weiß, dass es in der Liga keine Selbstläufer gibt. In dieser Saison haben seine Spieler aber noch keine Partie auf die leichte Schulter genommen. „Uns hat noch kein Gegner dominiert“, sagt der Trainer. Auch bei den Niederlagen in Pinkafeld und daheim gegen Deutschkreutz hatten die Klingenbacher die Möglichkeiten, den Sieg davon zu tragen.
Damals aber konnte man die Chancen nicht zu Toren machen. Das gelingt derzeit. In Halbturn verschoss Antonio Vidovic einen Freistoß nur knapp, um den nächsten dann traumhaft zum 1:0 zu verwerten. Das Erfolgsgeheimnis für solche Spiele beschreibt Klemenschitz so: „Wir können auch mit dem Ball etwas anfangen.“ Und wenn es gegen eine Mannschaft wie St. Margarethen geht, die in der Defensive sehr gut organisiert ist, dann setzen die Klingenbacher auf eine andere Qualität. Klemenschitz: „Wir gewinnen momentan auch viele Zweikämpfe.“
Klingenbach genießt den ungewohnten Platz an der Sonne
Danach ist der Ballbesitz meist auch keine flüchtige Sache. „Unsere Offensivspieler können den Ball auch behaupten, das bringt dann der gesamten Mannschaft Entlastung.“ Die wird man dann auch beim Finale Grande der Herbstsaison brauchen. Denn mit Bad Sauerbrunn wartet der Dritte. Und am letzten Spieltag kommt es daheim zum Showdown mit den Leithaprodersdorfer.
Auch mental genießen die Klingenbacher, dass sie auf der Erfolgswelle surfen. Klemenschitz: „Du wirst immer wieder angeredet. Die Leute freuen sich und fragen immer wieder, wie wir das gemacht haben und was wir da treiben. Es ist schön auch einmal diese Seite vom Fußball zu sehen.“ Denn in den letzten beiden Saisonen mussten er und seine Spieler Erklärungen liefern, warum es denn nicht so gut läuft. Warum man im Abstiegskampf steckt. Jetzt kann man mit zwei Siegen in den letzten drei Spielen schon im Herbst so viele Punkte sammeln wie in der gesamten abgelaufenen Saison.