Ein neuer Mann an Eberaus Spitze
Bürgermeisterwechsel
In Eberau endet eine politische Ära: Johann Weber legt nach genau 14 Jahren sein Bürgermeisteramt zurück. Der Gemeinderat wählt Jürgen Pree zu seinem Nachfolger.
ÖVP-Regionalmanger Emmerich Zax, Bürgermeister a.D. Johann Weber, Eberaus neuer Ortschef Jürgen Pree und Landesparteiobmann Christoph Zarits vor dem Gemeindeamt.
© ÖVP
Es war ein Abschied mit einem bemerkenswerten Datum. Auf den Tag genau 14 Jahre nach seiner Angelobung als Bürgermeister legte Johann Weber sein Amt zurück. Am 18. Oktober wählte der Gemeinderat der Marktgemeinde Eberau seinen Nachfolger: Jürgen Pree übernimmt die Verantwortung an der Gemeindespitze.
Für Weber endete eine lange Zeit in der Kommunalpolitik. 14 Jahre, in denen er die Entwicklung Eberaus mitgestaltet hatte. In seiner Abschiedsrede blickte er auf diese Jahre zurück und dabei wurde deutlich, welcher Bereich ihm besonders wichtig war.
„Mit Stolz durfte ich 14 Jahre Bürgermeister meiner Gemeinde Eberau dienen. Als Wohn- und Freizeitgemeinde habe ich besonders die Kinderbetreuung in den Vordergrund gestellt und stetig weiterentwickelt“, sagte Johann Weber. „Mein besonderer Dank gilt meiner Familie und all jenen, die mich all die Jahre unterstützt und diesen Weg mit mir gemeinsam gegangen sind", so Weber.
Zehn Stimmen für Jürgen Pree
Von 14 abgegebenen Stimmen im Gemeinderat entfielen zehn auf Jürgen Pree. Damit war die Wahl entschieden und nach seiner Angelobung bedankte sich Pree für das Vertrauen. Er machte deutlich, dass er die bisherige Entwicklung der Marktgemeinde fortsetzen, zugleich aber eigene Vorstellungen einbringen möchte.
„Dieses Vertrauen verpflichtet mich, das Beste für unsere Gemeinde und unsere Region zu geben. Gemeinsam mit euch möchte ich den eingeschlagenen, erfolgreichen Weg entschlossen fortsetzen und neue Impulse setzen“, erklärte der neue Bürgermeister.
Bemerkenswert war seine ausdrückliche Einladung an die Opposition, an der künftigen Entwicklung der Gemeinde mitzuarbeiten. Gerade in der Kommunalpolitik, wo viele Entscheidungen unmittelbare Auswirkungen auf das tägliche Leben haben, ist die Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg von Bedeutung.
Erste Bewährungsprobe 2027
Viel Zeit zum Einarbeiten bleibt dem neuen Bürgermeister vor der nächsten politischen Entscheidung nicht. Im Herbst 2027 stehen im Burgenland die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen an. Dann werden die Bürgeri:nnen direkt über das Bürgermeisteramt abstimmen und bis dahin hat Jürgen Pree Gelegenheit, sich in seiner neuen Funktion zu präsentieren und erste Vorhaben umzusetzen. Welche Projekte er vorrangig angehen möchte und wo er neue Schwerpunkte sieht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
Klarstellung in Kukmirn und Tobaj
Eine Klarstellung gibt es unterdessen aus Kukmirn und Tobaj. In der Vorwoche wurde berichtet, dass Werner Kemeter und Helmut Kopeszki bei der Gemeinderatswahl 2027 erneut antreten werden. Das ist noch nicht entschieden. „Ich habe mich noch nicht entschieden, ich möchte das zuerst meinen Mitarbeiter und der Fraktion sagen, dann der Bevölkerung und dann erst medial“, stellt Werner Kemeter klar.
Die Entscheidung, ob Tobajs Ortschef Helmut Kopeszki bei der Gemeinderatswahl 2027 erneut kandidiert, wird erst im Jänner getroffen.