Elina Fuchs: EM-Premiere als wertvolle Erfahrung

TISCHTENNIS

Burgenlands erste Vertreterin bei einer Einzel-Europameisterschaft der Allgemeinen Klasse kämpfte in Ljubljana um jeden Punkt und blickt nun mit neuen Erfahrungen auf die kommenden Herausforderungen.

Elina Fuchs wurde als erste Burgenländerin für eine Europameisterschaft der Allgemeinen Klasse nominiert.

Elina Fuchs wurde als erste Burgenländerin für eine Europameisterschaft der Allgemeinen Klasse nominiert.

© zVg

Die Draßmarkterin Elina Fuchs sammelte bei den Europameisterschaften der Allgemeinen Klasse in Ljubljana (Slowenien) erste Erfahrungen bei den Großen. Die junge Burgenländerin trat im Damen-Einzel an, musste sich in ihrer Vorrundengruppe jedoch sowohl Adina Diaconu (Rumänien) als auch Katharina Strazar (Slowenien) geschlagen geben. In beiden Begegnungen gelang der Schülerin des BSSM Oberschützen kein Satzgewinn, womit sie die Gruppenphase ohne Sieg beendete.

Der Einstieg in die Allgemeine Klasse auf EM-Ebene erwies sich damit als große Herausforderung. Gegen etablierte Spielerinnen ist das Niveau hoch, und für einen Erfolg müssen Leistung und Nervenstärke im entscheidenden Moment zusammenpassen. Dennoch lässt sich Elina Fuchs von den Niederlagen nicht entmutigen. Sie ist eine Kämpferin und verfolgt weiterhin das klare Ziel, sich langfristig in der Allgemeinen Klasse zu etablieren.

Eine Premiere für den burgenländischen Tischtennissport

Unabhängig von den sportlichen Ergebnissen ist die Teilnahme an der Europameisterschaft ein besonderer Meilenstein. Elina Fuchs war die erste Spielerin aus dem Burgenland, die bei einer Einzel-Europameisterschaft in der Allgemeinen Klasse antreten durfte. Allein die Nominierung ist daher ein bedeutender Erfolg für die junge Athletin und den burgenländischen Tischtennissport.

„Es war eine coole Erfahrung. Ich konnte für die Zukunft sehr viel mitnehmen“, zieht Fuchs Bilanz. Besonders deutlich wurde für sie, wie wichtig es ist, im entscheidenden Augenblick das eigene Leistungsvermögen vollständig abzurufen: „Man muss auf den Punkt alles auf den Tisch bringen, was man kann. Sonst reicht es nicht einmal zu einem Satzgewinn.“ Eben das sollte der 17-Jährigen bei der EM nicht gelingen. „Ich habe mir mehr vorgenommen, zuletzt gegen Strazar in der Bundesliga gewonnen“, erklärt die Mittelburgenländerin selbstkritisch.

Dass sie ihre Erwartungen diesmal nicht erfüllen konnte, ändert jedoch nichts an ihrem Stolz über die Nominierung: „Dass ich als erste Burgenländerin in der Allgemeinen Klasse nominiert wurde, macht mich richtig stolz. Die Nominierung empfinde ich als große Ehre. Ich freue mich auch, dass ich den vielen Unterstützern auch etwas zurückgeben konnte.“

Nächste Herausforderung wartet in Salzburg

Viel Zeit, die Eindrücke aus Ljubljana zu verarbeiten, blieben Fuchs nicht. Am Samstag und Sonntag stehen die U19 Top-Ten in Salzburg auf dem Programm. Dort möchte sie die bei der Europameisterschaft gewonnenen Erfahrungen nutzen und um einen Podestplatz mitspielen. Die Konkurrenz hat es allerdings in sich. Mit Nina Skerbinz und Mariia Lytvyn stehen zwei starke Spielerinnen im Teilnehmerfeld, die ebenfalls zu den Anwärterinnen auf eine Spitzenplatzierung zählen. Fuchs zeigt sich selbstbewusst: „Natürlich möchte ich im besten Fall das Turnier gewinnen. Mit Nina und Mariia warten allerdings richtig starke Konkurrentinnen, aber ich kann sie schlagen.“