Exotischer Besuch im Gastgarten: Seltener Oleanderschwärmer entdeckt

Mattersburg

Mit einem ungewöhnlichen Besucher wurde Ben Perner, Betreiber des Lokals „Viva la Napoli“ in Mattersburg, kürzlich überrascht. Im Gastgarten seines Lokals entdeckte er einen prächtig gefärbten Nachtfalter, den er zunächst nicht einordnen konnte. Erst eine Bildersuche im Internet brachte Gewissheit: Es handelte sich um einen Oleanderschwärmer (Daphnis nerii), einen der eindrucksvollsten und zugleich seltensten Wanderfalter Europas.

Ben Perner entdeckte den seltenen Oleanderschwärmer im Gastgarten seines Lokals „Viva la Napoli“ in Mattersburg. Der auffällig gefärbte Nachtfalter zählt zu den seltensten Wanderfaltern Österreichs.

Ben Perner entdeckte den seltenen Oleanderschwärmer im Gastgarten seines Lokals „Viva la Napoli“ in Mattersburg. Der auffällig gefärbte Nachtfalter zählt zu den seltensten Wanderfaltern Österreichs.

© zVg / Ben Perner - Viva la Napol

„Auf einmal ist er da gesessen“, erzählt Perner. Weil ihm das Tier aufgrund seiner Größe sofort auffiel, zückte er sein Handy. „Der Falter war ziemlich groß. So etwas habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen.“ Über eine Bildersuche fand er schließlich heraus, dass es sich um einen Oleanderschwärmer handelt.

Einer der größten Nachtfalter Europas

Der Oleanderschwärmer stammt ursprünglich aus den Tropen und Subtropen Afrikas, Asiens und des Mittelmeerraums. Mit einer Flügelspannweite von bis zu zwölf Zentimetern zählt er zu den größten Schwärmerarten, die in Europa vorkommen. Charakteristisch sind seine grünlich-olivfarbenen Flügel mit einem auffälligen Muster, das ihn unverwechselbar macht.

Nördlich der Alpen gilt die Art als seltener Gast. Der Nachtfalter erreicht Mitteleuropa als sogenannter Wanderfalter, also durch weite Flugreisen aus südlicheren Regionen. Besonders in warmen Sommern werden immer wieder einzelne Exemplare in Österreich beobachtet.

Im Burgenland kein alltäglicher Anblick

Dass ein Oleanderschwärmer im Burgenland auftaucht, ist zwar nicht völlig ausgeschlossen, dennoch bleibt jede Sichtung etwas Besonderes. Das Austria-Forum bezeichnet die Art als eine der seltensten großen Wanderfalter Österreichs. Zwar wurde der Oleanderschwärmer bereits in allen Bundesländern nachgewiesen, regelmäßig anzutreffen ist er jedoch nicht.

Experten beobachten allerdings, dass der wärmeliebende Falter im Zuge zunehmend heißer Sommer häufiger nach Österreich einwandert. Vor allem in Süd- und Ostösterreich kommt es in manchen Jahren zu mehreren Sichtungen. Eine dauerhafte Ansiedlung gelingt dem Oleanderschwärmer jedoch nicht, da die Winter hierzulande für die Art zu kalt sind.

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Gastronom Ben Perner: „Der Falter war ziemlich groß. So etwas habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen.“

Gastronom Ben Perner: „Der Falter war ziemlich groß. So etwas habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen.“

© Richard Vogler