FPÖ-Chefwahl: Zwei Parteifreunde im Duell
Kampfabstimmung
Der Landtagsabgeordnete Mario Jaksch tritt am 18. Oktober als Gegenkandidat zu FPÖ-Landesparteichef Alexander Petschnig an. Er will unzufriedene Mitglieder repräsentieren; die blaue Landesparteileitung bleibt gelassen und will die Wahl ruhig über die Bühne bringen.
Zwei Kandidaten. Der blaue Landtagsabgeordnete Mario Jaksch hat den amtierenden Landesparteiobmann Alexander Petschnig herausgefordert.
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Sollte er beim Landesparteitag am 18. Oktober in Jennersdorf zum blauen Landeschef gewählt werden, dann würde er die Parteiarbeit in 100 Tagen auf neue Beine stellen: Der Landtagsabgeordnete Mario Jaksch ist als Gegenkandidat für die blaue Chfwahl überraschend aus der Deckung gekommen; seine Vorstellungen für die Parteiführung hat er im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert.
Dieses Vorgehen findet man in der FPÖ-Landesgeschäftsstelle „im Vorfeld eines Parteitages unüblich“, mehr will man zum Herausforderer aber nicht sagen: Dass es Gegenkandidaten gibt, sei im demokratischen Prozess nicht unüblich. Wie berichtet, tritt der seit 2020 amtierende Landesparteiobmann und Nationalratsabge- ordenete Alexander Petschnig selbstbewusst an: Die Ergebnisse seien herzeigbar, die Partei gut aufgestellt. Die Kritik an der Parteiführung und Organisation kann er nicht nachvollziehen. Jaksch sieht es anders und berichtet von Zustimmung in Funktionärskreisen und an höheren Positionen.
Im Fall eines Sieges gegen Petschnig wolle er „näher an die Basis rücken und im Land präsent sein“, so Jaksch: „Landesparteiobmann darf keine Ne-benbeschäftigung sein.“ Er wolle mehr Service und konkrete Unterstützung für Orts- und Bezirksparteien, vor allem im Hinblick auf die Gemeinderatswahl. „Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen“, sagte Jaksch, der wie Petschnig aus dem Bezirk Neusiedl am See kommt. Bei einer Niederlage im Chef-Duell will er im Landtag bleiben und „mit vollem Einsatz für die FPÖ weiterarbeiten“.
Bis zum Parteitag bleibt noch Zeit für Schlagabtausch, und bis zuletzt kann es noch weitere Kandidaten geben.