Fischrettung am Darscho bei Apetlon
Hitzewelle
Die anhaltende Hitzewelle ohne nennenswerte Niederschläge lässt die Pegelstände sinken. Am Darscho bei Apetlon ist die Lage nun so weit, dass die Schuppenkarpfen im Warmsee gerettet und in umliegende Teiche gebracht werden müssen.
Freiwillige Fischretter: Gottfried Pingitzer, Roman Pilles und Emmerich Tschida.
© Klaus Zwinger
Es sind Szenen, die an die Dürrephase von 2022 erinnern: Männer, die aus seichtem Wasser Fische bergen, weil der Lebensraum ein Überleben nicht mehr zulässt. Dieses Mal gibt es allerdings einen Unterschied: während 2022 am Zicksee zahllose Tiere verendet sind, weil damals trotz Warnungen erst spät gehandelt wurde, so ist dieser Fischrettung am Darscho bei Apetlon bereits eine einwöchige intensive Beobachtungsphase der Urbarialgemeinde mitsamt Planung vorausgegangen.
Der stellvertretende Obmann der Urbarialgemeinde Apetlon, Gottfried Pingitzer, leitete am Dienstagvormittag die Geschicke der Freiwilligen, um möglichst viele Fische lebendig aus dem Warmsee in umliegende Teiche zu verbringen.
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Fische bereits 2022 aus dem Darscho gerettet
Bei den größeren Fischen handelt es sich laut Pingitzer um solche, die bereits 2022 aus dem Darscho gerettet und erst im vergangenen Jahr wieder dorthin zurückgebracht wurden. Aufgrund der des relativ stabilen Wasserpegels im vergangenen Jahr wurde von der Urbarialgemeinde auch beschlossen, zusätzlich zu den „alten“ Darschofischen auch neue Setzlinge in das Gewässer zu bringen. Jeweils 30.000 Stück Schuppenkarpfensetzlinge wurden im vergangenen und in diesem Jahr in den Darscho gebracht. Sie sind noch zu klein um effektiv mit einem Netz gerettet werden zu können, ihnen könnte aktuell nur ein Ende der Hitzewelle in Kombination mit Niederschlag helfen.
„Wir hoffen, dass rechtzeitig Regen fällt, denn ohne Niederschlag und ohne Dotierung schaffen wir es nicht“, so Pingitzer zur aktuellen Situation. Überhaupt ist er sich sicher, dass der Darscho ohne Dotierung nach diesem Sommer mit anhaltenden Rekordtemperaturen bereits verschwunden wäre. Wie lange dem Darscho noch Wasser zugeführt werden darf, ist derzeit ungewiss. Denn auch wenn das Grundwasser noch im Frühjahr relativ erfreuliche Pegelstände zeigte, so geht die Kurve im Sommer doch steil nach unten. Die Rettungsaktion wird laut Pingitzer jedenfalls noch einige Tage andauern.