Für Kinder und Pension wird gespart - es geht noch mehr!
Studie der Erste bank
Im Burgenland wird noch intensiver für Kinder und Enkel vorgesorgt, als in anderen Bundesländern. Die Sparstudie der Erste Bank zeigt aber auch, dass gerne konservativ veranlagt wird. Dabei können schon kleine Beträge auf lange Sicht große Summen bringen - und das wird durch das „Zukunftsdepot“ des Bundes jetzt besonders interessant.
Vor der Erste-Bank-Zentrale in Eisenstadt (v.l.): Burgenland-Vertriebsleiter Kevin Gumhold und Privatkunden-Vorstand Maximilian Clary und Aldringen.
© Wolfgang Millendorfer
„Früh anfangen ist das Wichtigste!“ Die logische Devise beim Sparen hat aktuell auch die Bundespolitik erkannt: mit dem „Zukunftsdepot“ und einem Startbonus von 500 Euro für alle, die ab 2027 geboren werden (mehr dazu unten im Beitrag). In der Erste Bank wird das ausdrücklich begrüßt, und man hat schon selbst ein eigenes „Generationendepot“ im Angebot. Wie es funktioniert, hat Privatkunden-Österreich-Vorstand Maximilian Clary und Aldringen mit Vertriebsleiter Kevin Gumhold bei der Präsentation der neuesten Sparstudie erklärt.
Das Wertpapier für den Vermögensaufbau wird zugunsten eines Kindes oder eines Jugendlichen angelegt, ab dem 18. Geburtstag ist eine geregelte Auszahlung möglich. Veranlagt wird ab zehn Euro monatlich und innerhalb des jeweiligen Risikobereiches (von Aktien und Anleihen bis zu Zertifikaten oder Krypto-ETPs). Eröffnen kann ein solches Depot jede volljährige Person, ein Verwandtschaftsverhältnis ist nicht erforderlich.
„Der Zinseszins-Effekt mit exponentiellem Wachstum hat enorme Auswirkungen. Mit dem ,Generationendepot’ ergibt sich Kapital, das ein optimaler Einstieg in die Volljährigkeit sein kann“, sagen Maximilian Clary und Aldringen und Vertriebsleiter Kevin Gumhold. Und: Jeder und jede bekomme ein Gefühl für den Kapitalmarkt. Für langfristigen Vermögensaufbau bietet sich risikoreichere Veranlagung an, das Risiko könne man mit einem guten Paket und vor allem guter Beratung aber streuen.
Präsentation der Sparstudie in der Erste Bank in Eisenstadt.
© Wolfgang Millendorfer
Sparen in Zahlen: Aus der Studie
Die repräsentative Studie des IMAS-Institutes zeigt einen Anstieg im Burgenland: 87 Prozent gibt Sparen ein Gefühl von Sicherheit, 82 Prozent waren es im Vorjahr. Für 93 Prozent der Befragten ist der „Notgroschen“ stärkster Antrieb. Sparer im Burgenland legen im Schnitt 297 Euro pro Monat zur Seite, der Österreich-Schnitt liegt mit 306 Euro nur etwas höher. Gleichzeitig wird der Spielraum enger: 37 Prozent im Land meinen, dass am Monatsende nichts mehr zum Sparen übrig bleibt.
„Dass neun von zehn sagen, auch kleine Beträge zahlen sich aus, zeigt: Der Wille zum Sparen ist da. Wer regelmäßig einen fixen Betrag zur Seite legt, auch wenn er klein ist, baut verlässlich Reserven auf“, sagt Kevin Gumhold. Kleine Beträge machen auch bei Wertpapieren Sinn - die Burgenländerinnen und Burgenländer sind hier wieder zurückhaltender. „Sicherheit ist ein gutes Fundament. Wer Geld aber über viele Jahre nicht braucht, sollte auch über breit gestreute Wertpapiere nachdenken, etwa mit einem Sparplan schon ab kleinen monatlichen Beträgen“, so Privatkunden-Vorstand Maximilian Clary und Aldringen.
© Erste Bank, IMAS
Bei Wertpapieren liegt das Burgenland laut Studie unter dem Österreich-Schnitt, ETFs (Exchance Traded Fund, also börsengehandelte Fonds) legen hingegen auch hierzulande zu. Auf Beratung zählen beide Seiten, die Erste Bank wie die Kunden: Der bevorstehende Weltspartag ist immerhin für 26 Prozent Anlass für einen Besuch in der Filiale. „Das persönliche Gespräch bleibt gefragt!“, lautet die Conclusio.
So funktioniert das „Zukunftsdepot“ des Bundes
Als „Bausparer der nächsten Generation“ wurde das „Zukunftsdepot“ angekündigt, soeben hat sich die Dreierkoalition darauf geeinigt. Ab 2027 gibt es für alle Neugeborenen 500 Euro Startguthaben seitens des Bundes. Steuerbegünstigt gespart werden kann aber auch für ältere Kinder und Jugendliche - bis zum 18. Lebensjahr. Verwandtschaft oder Freunde können jährlich insgesamt bis zu 5.000 Euro einzahlen. Der gesamte Depotwert, einschließlich der Wertzuwächse, ist bis zum 18. Geburtstag von der Kapitalertragssteuer befreit; und diese beträgt 27,5 Prozent.
Wie jede Investition in Wertpapiere, gibt es auch beim „Zukunftsdepot“ Chancen und Risiken. Im Familienministerium wird betont, dass auf eine breite Risikostreuung gesetzt werde.