Fußballspieler brach Kontrahenten am Spielfeld die Nase

Brutal

Schwer verletzt wurde ein Spieler der Heimmannschaft bei einem Match in der 2. Klasse Nord. Ein 27-jähriger Fußballspieler stand jetzt vor Gericht.

Der 27-jährige Angeklagte wurde wegen schwerer Körperverletzung verurteilt.

Der 27-jährige Angeklagte wurde wegen schwerer Körperverletzung verurteilt.

© BVZ / Kirchmeir

Das Spiel hatte im April 2026 im Bezirk Mattersburg stattgefunden. In der zweiten Halbzeit wurde ein 27-jähriger Spieler der Gastmannschaft eingewechselt. Fünf Minuten später schlug er einem Spieler der Heimmannschaft so hart mit der Faust ins Gesicht, dass dieser einen verschobenen Nasenbeinbruch erlitt.

Jener Fußballspieler, der zugeschlagen hatte, musste sich am Montag, 28. September 2026, wegen schwerer Körperverletzung am Landesgericht Eisenstadt verantworten. Der gebürtige Türke gab an, derzeit arbeitslos zu sein. Er habe 5.000 Euro Schulden und eine Vorverurteilung wegen Drogenkonsums.

„Es gab drei Aktionen“, behauptete der Angeklagte vor Gericht. Zunächst habe der andere Fußballspieler auf seine Füße getreten, dann „ging er direkt auf mein rechtes Knie“. Als der andere ein weiteres Mal auf sein Knie getreten habe, sei er ihm nach. „Ich stieß ihn mit der Schulter und sagte, er soll damit aufhören“, so der Angeklagte.

„Er lag am Boden und hat geblutet“

„Er drehte sich um und schlug mir ins Gesicht“, behauptete der 27-Jährige. Im Gegenzug habe er den anderen nur weggestoßen. „Trafen Sie ihn auf die Nase?“, fragte die Richterin. „Ich weiß es nicht“, sagte der Angeklagte. „Als er am Boden lag, hat er geblutet.“

„Sie sind zum Fußballspielen da, nicht zum Schubsen und Herumschlagen“, ermahnte die Richterin den Sportler. Und sie hielt dem Angeklagten vor, dass keiner der Zeugen einen Schlag des Opfers gegen den 27-Jährigen wahrgenommen habe. „Aber alle sahen, dass Sie ihn schlugen“, sagte die Richterin.

Unter anderem habe das einer der Spieler aus der Verteidigung der Heimmannschaft gesehen.

Zeuge: „So etwas habe ich noch nie gesehen“

Im Zuschauerbereich war damals auch der Vater der Freundin des verletzten Spielers. Er wurde als Zeuge befragt. „Er haute ohne Motivation hin“, sagte der Zuschauer über den Angeklagten. „Ich spielte selbst 30 Jahre lang Fußball, so etwas habe ich noch nie gesehen“, meinte der Zeuge später zur BVZ.

Es sei so etwas wie ein geheimer Kodex unter Fußballspielern: „Ins Gesicht hauen gibt es nicht“, so der Zeuge.

Der Schiedsrichter musste damals das Spiel abbrechen, der verletzte Spieler wurde ins Krankenhaus gebracht und musste operiert werden.

Der Täter wurde zu sieben Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. An das Opfer muss er 1.000 Euro bezahlen.