Halbturner mussten gegen Leader klein beigeben
Burgenland Energie Landesliga
Die Halbturner hatten zwar gute Chancen gegen Tabellenführer Klingenbach. Die Effizienz des Leaders führte aber schließlich zum Auswärtssieg.
Nichts zu holen. Coach Peter Herglotz verlor mit seinen Halbturnern daheim gegen Klingenbach.
© Christopher Schneeweiß
Halbturn - Klingenbach 1:3. Der USV Halbturn musste sich Tabellenführer Klingenbach vor 250 Zuschauern mit 1:3 geschlagen geben. Dabei täuscht das Ergebnis ein wenig über den tatsächlichen Spielverlauf hinweg. Zwar waren die Gäste über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, die deutlich besseren Torchancen hatten allerdings die Halbturner. Doch während die Seewinkler gleich mehrere Hochkaräter vergaben, präsentierte sich der Spitzenreiter vor dem gegnerischen Tor gnadenlos effizient. Halbturn-Trainer Peter Herglotz nahm die Niederlage dennoch gelassen: „Es ist keine Schande, gegen Klingenbach zu verlieren.“
Die Gäste übernahmen von Beginn an das Kommando und hatten durch Raphael Federer auch die erste gute Möglichkeit. Allerdings war diese aus einem Fehlpass der Halbturner entstanden. Federer legte sich den Ball etwas zu weit vor und konnte die Gelegenheit nicht nutzen. Ansonsten stand die Defensive der Hausherren zunächst sicher.
Umso bitterer war aus Sicht von Herglotz der Führungstreffer der Gäste. Nach einem Fehler von Jakub Sulc, der sich den Ball nicht ordentlich annehmen konnte und anschließend rund 20 Meter vor dem Tor ein Foul begehen musste, bekam Klingenbach einen Freistoß zugesprochen. Antonio Vidovic trat an und zirkelte den Ball unhaltbar ins Kreuzeck (24.).
„Das war ein Tor der Marke Tor des Monats. Ein Tausend-Gulden-Schuss“, schwärmte selbst Herglotz von dem sehenswerten Treffer. Besonders ärgerlich war für ihn allerdings, dass seine Mannschaft bis dahin kaum etwas zugelassen hatte.
Zweimal fehlten nur Zentimeter
Nach dem Rückstand wurden die Halbturner mutiger und kamen zu zwei ausgezeichneten Ausgleichsmöglichkeiten. In der 27. Minute brachte Kotula eine Flanke zur Mitte, wo Meszaros per Kopf nur die Latte traf. Den Nachschuss von Sulc konnte ein Klingenbacher Verteidiger gerade noch auf der Torlinie klären.
Nur zwölf Minuten später hätte Kotula selbst für den Ausgleich sorgen können. Nach einem sehenswerten Solo drang er in den Strafraum ein, entschied sich jedoch für einen Abschluss, der um wenige Millimeter am Tor vorbeiging.
„Das waren zwei hochkarätige Chancen. Da hätten wir durchaus in Führung gehen können“, ärgerte sich Herglotz über die mangelnde Chancenverwertung.
Statt des möglichen Ausgleichs folgte kurz vor der Pause der nächste Rückschlag. Nach einem Eckball konnten die Halbturner zunächst klären, doch Branislav Sluka brachte den Ball erneut in den Strafraum. Dort stand Vidovic völlig frei und köpfelte zum 0:2 ein (43.).
Auch nach der Pause vergibt Halbturn beste Chancen
Herglotz reagierte in der Halbzeit und stellte sein System auf ein 4-4-2 um. Die Maßnahme zeigte sofort Wirkung. Erneut setzte sich Kotula auf der rechten Seite durch und brachte den Ball gefährlich zur Mitte. Meszaros nahm die Hereingabe direkt, den anschließenden Nachschuss setzte Noah Leopold jedoch über das Tor.
„Auch das hätte ein Treffer sein müssen“, trauerte der Halbturner Trainer der nächsten Großchance nach.
Die Hausherren blieben gefährlich. In der 66. Minute zog Kotula in Richtung kurzes Eck ab, traf dabei allerdings einen eigenen Mitspieler. Wieder war eine gute Möglichkeit dahin.
Vier Minuten später demonstrierte Klingenbach abermals seine Kaltschnäuzigkeit. Sluka setzte sich auf der Außenbahn gegen Leopold und den eingewechselten Hamm durch und versenkte den Ball mit einem sehenswerten Schuss im Kreuzeck zum 0:3 (70.).
Damit war die Partie praktisch entschieden. Dennoch gaben sich die Halbturner nicht auf. In der 77. Minute scheiterte Leopold aus kurzer Distanz erneut am möglichen Anschlusstreffer.
Erst in der 83. Minute gelang den Hausherren schließlich das längst überfällige Tor. Sebastian Bruck brachte einen Stanglpass zur Mitte, wo Rastislav Kruzliak goldrichtig stand und zum 1:3 einschoss. Mehr als Ergebniskosmetik war der Treffer allerdings nicht mehr.
Herglotz: „Wir bekommen einfach keine Form zusammen“
Nach dem Schlusspfiff wollte Herglotz seiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. „Klingenbach war dominant und hatte das Spiel in der Hand. Aber wir hatten die besseren Chancen. Der Gegner war einfach effektiver“, lautete seine Analyse.
Ein Grund für die fehlende Konstanz liegt für den Trainer in der angespannten personellen Situation. Mehrere Spieler sind nach längeren Verletzungspausen noch nicht wieder in Bestform. Dazu zählen unter anderem Sulc, Praznovsky und Hlushko.
„Meine Mannschaft ist nicht tipptopp beieinander. Wir haben leider unsere Probleme“, erklärte Herglotz. Vor allem die fehlende Form einiger Leistungsträger mache sich derzeit bemerkbar. „Wir bekommen einfach keine Form zusammen, und das ist natürlich problematisch.“
Halbturn – Klingenbach 1:3 (0:2).
0:1 (24.) Vidovic (Freistoß), 0:2 (43.) Vidovic, 0:3 (70.) Sluka, 1:3 (83.) Kruzliak.
SR: Stojanovic, 250.
Halbturn: Summer; Kotula, Schneider, Praznovsky, Leopold, Bauer (HZ. Leiner, 59. Hamm); Meszaros, Burian (75. Nekowitsch), Sulc, Bruck (86. Knöbl); Kruzliak.
Klingenbach: Schuller; Ivancsits, Szorger, Kozak (77. Bas), Stahleder, Hartmann (77. Domnanich), Chribik, Binder, Federer (58. Kroyer), Sluka (72. Badjikic), Vidovic.
Res: 2:0.