Halbturner packen 1:0-Kraftakt gegen St. Margarethen

Burgenland Energie Landesliga

Der USV Halbturn hat einmal mehr ein kleines Fußballmärchen geschafft und gegen favorisierte St. Margarethner einen 1:0-Sieg gefeiert.

Jubel beim USV Halbturn nach dem 1:0 gegen St. Margarethen.

Jubel beim USV Halbturn nach dem 1:0 gegen St. Margarethen.

© privat

Halbturn - St. Margarethen 1:0. „Wenn das kein letztes Aufgebot ist, was dann?", fragte Halbturns Trainer Peter Herglotz vor dem Anpfiff, weil sechs Stammspieler fehlten. Mit Jakub Sulc, Ivan Hlushko, Juraj Kotula und Oliver Praznovsky sind vier der sechs slowakischen Legionäre verletzt. Dazu war noch Daniel Ecker angeschlagen und Noah Leopold gesperrt. So stand Christoph Ulram erstmals in der Startelf, der 21-Jährige hatte zuvor erst zwei Kurzeinsätze in seiner Karriere in der Burgenlandliga gehabt. Auch der 26-jährige Christoph Fuchs durfte erstmals von Beginn an spielen, hatte zuvor nur einen Kurzeinsatz in Lackenbach gehabt. Bei St. Margarethen fehlte Spielmacher Ernest Grvala, der sich am letzten Wochenende in Spiellaune gezeigt hatte. Auch Marven Ernst rückte nach dem 2:1 in Oberpullendorf aus der Startelf.

St. Margarethen übernahm von Beginn an das Kommando

Die ersten beiden Höhepunkte waren skurriler Natur. St. Margarethen Michael Wenzl stand weit vor seinem Tor, wollte eine Kerze von Sebastian Bruck wegköpfeln, erwischten den Ball aber schlecht, aber der landete knapp neben seinem Tor (4.). Minuten später knallte Ratislav Kruzliak den Ball nach einem Getümmel im Mittelfeld plötzlich hoch hinauf in einen Alleebaum. Lief der Ball aber normal, hatte St. Margarethen das Kommando. Allerdings war man mit dem Latein meist vor dem Strafraum am Ende, weil die Halbturner mit viel Einsatz hinten dicht machten. So hatte man nach einem Eckball die beste Chance, doch Halbturns Tormann Rene Summer klärte zwei Mal.

Bei einem der wenigen zaghaften Angriffe wurde Ratislav Kruzliak 20 Meter vor dem Tor von Thomas Jusits von den Beinen geholt. Lukas Burian trat an und platzierten den Ball über die Mauer genau ins Eck zum 1:0. Der 24-Jährige sollte damit wie schon vor einer Woche in Lackenbach das Goldtor erzielen. Es waren die ersten beiden Spiele in diesem Jahr nach seiner langen Verletzungspause. St. Margarethen lief weiter an, kam aber zu keinem Treffer. Nach Seitenwechsel wurden die Angriffe noch wilder, aber nicht viel durchdachter. Vor allem über weite Einwürfe von Thomas Jusits und über Standards wollte man gefährlich vor das Tor kommen. Aber die Halbturner köpfelten fast alles weg, und wenn nicht war Summer zur Stelle. Im Finish lagen die Halbturner immer öfter mit Krämpfen am Boden. In der 69. Minute musste mit Martin Leiner auch noch ein siebenter Stammspieler verletzt ausgetauscht werden. Mario Wenzl scheiterte mit einer der wenigen Chance, die aus dem Spiel heraus kombiniert worden war, an Summer. Bastian Kucher und Ahmed El-Baali vergaben drei der wenigen Kopfballchancen, die Halbturn noch zuließ.

Trainer Peter Herglotz war stolz auf seine Spieler

Nach dem Schlusspfiff feierten die Fans das tapfere letzte Aufgebot. „Was für eine Willensleistung, ich bin stolz auf diese Mannschaft", meinte Herglotz nach Schlusspfiff. Der Trainer betonte auch, dass neun echte Halbturner auf dem Platz gestanden sind. St. Margarethens Trainer Franz Lederer verließ stinksauer und schnell den Platz. Nach sechs Spielen gab es wieder eine Niederlage, es war erst die zweite in dieser Saison. Und es war wie in Pama wieder eine Niederlage im Neusiedler Bezirk.

Spielstatistik:

Halbturn – St. Margarethen 1:0 (1:0).-

1:0 (29.) Burian.

SR: Kazanci, 250.

Halbturn: Summer; Bauer, Leiner (69. Nekowitsch), Hamm, Ulram; Schneider, Burian; Bruck, Fuchs (78. Lang), Kruzliak; Meszaros.

St. Margarethen: Michael Wenzl; Granabetter, Jusits, Kucher, Philipp Wenzl; Mario Wenzl, Härtel; Samardzic (90. Markus Weixelbaum), El-Baali, Dörfler (87. Fortunits); Csomos.

Reserve: 1:3.

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