Interesse von Männern an Missbrauchs-Bildern
Zwei Täter vor Gericht
Zwei Männer aus dem Bezirk Oberwart suchten im Internet nach Bildern von sexuell missbrauchten Kindern. Jetzt wurden sie in Eisenstadt verurteilt.
Der 36-jährige Angeklagte gab zu, sich für Kindesmissbrauchs-Darstellungen interessiert zu haben.
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Die beiden Angeklagten kennen sich vermutlich nicht, sind sich aber ähnlich. Einer ist 36 Jahre alt, der andere 28, beide verdienen als Arbeiter monatlich 1.900 Euro und haben Schulden zu bezahlen. Kinder stammen aus früheren Beziehungen.
Vorgeworfen wurde den Männern der Kontakt mit Bildern von sexuell missbrauchten Kindern. Der 36-Jährige hatte im August 2025 ein Video auf Snapchat hochgeladen, das zwei Mädchen bei sexuellen Handlungen zeigte. Außerdem fand die Polizei auf seinem Handy zwei Bilder von missbrauchten Kindern.
Missbrauchs-Video auf Snapchat verschickt
„Das Video hat mir jemand geschickt, diese Person habe ich nicht gekannt. Ich schickte es weiter, an wen, weiß ich nicht“, sagte der Angeklagte beim Gerichtsprozess am Mittwoch, 7. Oktober 2026. Und fügte hinzu: „Dumm.“
Eine pädophile Neigung habe er nicht. Als er das Video verschickte, sei er „frisch getrennt“ gewesen. Da habe er online „vermehrt Pornos angeschaut“.
Unter den Fotos, die die Kriminalbeamten auf seinem Handy fanden, waren auch Bilder der kleinen Tochter. Diese sind strafrechtlich kein Thema. Nur zwei illegale Bilder blieben übrig. „Für die Herstellung solcher Bilder werden Kinder ausgebeutet und missbraucht“, ermahnte die Richterin den Angeklagten.
Der 36-Jährige wurde zu vier Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und 720 Euro Geldstrafe unbedingt verurteilt und nahm das Urteil an.
Der 28-jährige Angeklagte hatte im Darknet nach illegalen Bildern gesucht.
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Gleich nach ihm betrat der 28-jährige Angeklagte den Gerichtssaal. Der Geldwäsche-Stelle war aufgefallen, dass er Bitcoins kaufte und damit im Darknet Kinderpornos erwerben wollte.
„Was tut man als rechtschaffener Bürger im Darknet? Da geht es um Kindesmissbrauch, Auftragsmorde und Drogen!“, wunderte sich die Richterin.
„Ich schaute mir Videos im Darknet an und es interessierte mich. Die Leute posteten Vorschaubilder zu Videos, da sah man junge Mädchen. Auch unter 14-Jährige waren dabei“, gab der Angeklagte zu.
Um 30 Euro habe er Bitcoins gekauft und einem Chatpartner überwiesen. „Er sagte, dann zeige ich dir was“, so der Angeklagte. „Ich schätze, dass es mehrere Bilder gewesen wären. Er rührte sich dann nicht mehr.“
„Die meisten waren auf Kinderpornografie aus“
Er sei zwischen 2022 und 2024 öfter in Chatrunden „unterwegs gewesen“. „Es wird dort über alles Mögliche gechattet, die meisten waren aber auf Kinderpornografie aus“, sagte der Angeklagte.
„Haben Sie eine pädophile Neigung?“, fragte die Richterin.
„Eigentlich würde ich das nicht sagen“, meinte der Angeklagte. 2024 habe er die Darknet-Besuche „sein lassen“, weil er schon an sich selbst gezweifelt habe. „Als die Polizei da war, habe ich es meiner Lebensgefährtin gebeichtet. Sie war schockiert“, gab der 28-Jährige zu.
Er wurde zu vier Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und 960 Euro Geldstrafe unbedingt verurteilt und nahm das Urteil an.