Kohfidisch stürzt Bad Sauerbrunn von der Tabellenspitze
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Der SC Bad Sauerbrunn muss sich vor eigenem Publikum dem Außenseiter aus Kohfidisch mit 1:2 geschlagen geben. Trotz langer Unterzahl hielten die Hausherren die Partie offen, am Ende entschieden die Gäste mit einem Traumtor die Begegnung für sich. Für Bad Sauerbrunn ist es die zweite Saisonniederlage – und der Verlust der Tabellenführung.
© Martin Ivansich
Beide Teams mussten auf wichtige Spieler verzichten. Bad Sauerbrunns Goalgetter David Gallei verletzte sich unter der Woche an der Schulter und musste daher ebenso passen wie Kohfidischs Abwehrchef Hannes Polzer und Innenverteidigerkollege Nico Dorner.
Die Gäste aus Kohfidisch starteten bissig und aggressiv in den Zweikämpfen. Bad Sauerbrunn versuchte zunächst, Ruhe ins Spiel zu bringen und die Partie zu ordnen. Die erste gute Möglichkeit gehörte den Hausherren: Kapitän Lukas Kornholz prüfte die gegnerische Defensive mit einem Distanzschuss.
Für das erste spielerische Highlight sorgten allerdings die Südburgenländer. Tim Schreiber spielte auf Julian Konrad, der per Ferse zurück auf Schreiber legte. Dieser bediente wiederum Konrad, der sehenswert zum 0:1 vollendete.
Bad Sauerbrunn hatte darauf die passende Antwort parat – und die konnte sich ebenfalls sehen lassen. Tomislav Ivanovic setzte sich stark im Strafraum durch und bediente Manuel Baumgartner, der zum 1:1 einschob. Kurz darauf bot sich David Gräf die große Chance, die Hausherren in Führung zu bringen. Er scheiterte jedoch am Gästetorhüter.
Ausschluss bringt die Wende
Nach der Pause folgte für Bad Sauerbrunn der nächste Rückschlag: Philipp Puchegger musste mit Gelb-Rot vom Platz. Damit hatten die Gäste noch rund 45 Minuten Zeit, um ihre Überzahl auszunutzen.
Allerdings tat sich Kohfidisch zunächst schwer, aus dem numerischen Vorteil Kapital zu schlagen. „Wir haben eine Viertelstunde damit gar nichts anfangen können“, erklärte der Sportliche Leiter der Gäste, Thomas Polzer.
Bad Sauerbrunn hielt auch mit einem Mann weniger dagegen, hatte weiterhin Spielanteile und begegnete den Südburgenländern auf Augenhöhe. Den entscheidenden Treffer erzielten dennoch die Gäste – und erneut war es ein Tor der Extraklasse.
In der 75. Minute spielte Nicolas Oswald den Ball weiter auf Schreiber. Dieser nahm den Ball am Sechzehnereck direkt aus der Luft und legte blind zurück auf Julian Binder, der ebenfalls direkt abschloss und den Ball zum 1:2 im Tor unterbrachte. Ein weiterer Traumtreffer, der die Partie zugunsten der Gäste entschied.
Nach dem Führungstreffer fand Kohfidisch besser ins Spiel. „Und dann haben wir auch gute Ballbesitzphasen gehabt“, sagte Polzer, der den Erfolg vor allem auf den Einsatz seiner Mannschaft zurückführte: „Der Sieg war ein Sieg der Leidenschaft.“
Bad Sauerbrunns Trainer Christoph Stifter sah vor allem die vergebenen Möglichkeiten vor der Pause als Knackpunkt: „Wir hätten vor der Pause mehr daraus machen können, müssten 2:1 führen.“ Auch nach dem Ausschluss habe seine Mannschaft gut mitgehalten. „In Unterzahl haben wir auf Augenhöhe gespielt, uns aber auch ein wenig von der Hektik anstecken lassen und diesmal eben das Tor bekommen“, analysierte Stifter.
Schwierige Aufgaben warten
Für Bad Sauerbrunn geht es nun auswärts gegen Neusiedl weiter. Kohfidisch bekommt es mit Leithaprodersdorf erneut mit einem Titelkandidaten zu tun.
Dass die Südburgenländer auch gegen starke Gegner bestehen können, ist allerdings längst bekannt. Bereits in der vergangenen Saison besiegte Kohfidisch Leithaprodersdorf auf eigener Anlage und war zudem die einzige Mannschaft, die Meister MSV bezwingen konnte. Der Erfolg gegen Bad Sauerbrunn unterstreicht einmal mehr, dass mit den ambitionierten Kohfidischern zu rechnen ist.
Statistik
Bad Sauerbrunn - Kohfidisch 1:2 (1:1).
0:1 (27.) Konrad, 1:1 (31.) Baumgartner, 1:2 (74.) Binder.
Gelb-Rote Karte: Puchegger (47., Foul).
SR: Braunschmidt, 250.
Bad Sauerbrunn: Stifter; Beck, Tisch, Puchegger; Mayerofer (81. Marzi), Spadt (81. Knessl), Kornholz, Majnovics; Gräf (62. Huber), Ivanovic (72. Lang), Baumgartner (62. Precilla).
Kohfidisch: Toth; Mühler, Halmosi, Oswald, Bernhard; Hasler, Englitsch, Binder (90+4. Varga), Schreiber; Jani (82. Szabo), Konrad (67. Kozhenov).
Reserve: 10:1 (Simsek 3, Özdemir 2, Reismüller 2, Edelbauer 2, Florian; Szendi).
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