„Manchmal gibt es solche Spiele“

Burgenland Energie Landesliga

Für Bad Sauerbrunn gab es bei der SPG Neudorf/Parndorf Juniors nur ein 1:1. Für Trainer Christoph Stifter ärgerlich, aber noch lange kein Beinbruch.

„Manchmal gibt es solche Spiele“

© Martin Ivansich

Es war ein Nachmittag, der nicht zum bisherigen Lauf des Bad Sauerbrunn passen wollte.

In den vergangenen Wochen hatte der Tabellenführer seine Gegner mit spielerischer Konsequenz und hoher Effizienz in die Schranken gewiesen. Bei der SPG Neudorf/Parndorf Juniors fand die Mannschaft von Christoph Stifter diesmal aber vorerst nicht die Lösungen, die zuletzt so selbstverständlich wirkten.

„Manchmal gibt es eben solche Spiele“, meinte der Trainer nach dem 1:1. Dabei hatte Bad Sauerbrunn durchaus mehr vom Spiel. Die Hausherren standen tief, verteidigten diszipliniert und setzten darauf, die Räume eng zu machen. Eine Taktik, die aufging.

Denn Neudorf nutzte seine einzige wirklich gefährliche Offensivaktion der ersten Hälfte. Luca Perassino schloss einen Konter zur Führung ab. Bad Sauerbrunn musste dagegen mit Pech leben: David Gallei traf nur die Latte.

Nach 35 Minuten änderten sich die Kräfteverhältnisse zusätzlich. Luka Grasic sah wegen Torraubs die Rote Karte, die Hausherren mussten die Partie in Unterzahl bestreiten. Stifter reagierte in der Pause, stellte seine Mannschaft um und brachte Manuel Baumgartner. Der Wechsel sollte sich unmittelbar bezahlt machen.

Kurz nach der Pause war Baumgartner zur Stelle und erzielte den Ausgleich zum 1:1. Spätestens jetzt schien die Partie zu kippen. Bad Sauerbrunn drückte, Neudorf/Parndorf verteidigte mit Mann und Maus. Aus dem Spiel auf Augenhöhe der ersten Hälfte wurde nach der Pause faktisch ein Spiel auf ein Tor. Das Problem? Die Überlegenheit schlug sich am Ende nicht im Ergebnis nieder, weil die Hausherren das Remis über die Zeit brachten.

„Es war dann de facto ein Spiel auf ein Tor, aber wir waren nicht effizient“, so Stifter. Seine Mannschaft erspielte sich Möglichkeiten, brachte den Ball aber kein zweites Mal im Tor unter. Neudorf/Parndorf hielt auch in Unterzahl bis zum Schlusspfiff dicht und rettete einen Punkt. Für Stifter am Ende ärgerlich, aber kein Grund zur Besorgnis: „Die Mannschaft ist lebendig, wir können mit dem Punkt auch leben“, betonte der Coach und stellte klar: „Solange man zu Chancen kommt, mache ich mir keine Sorgen.“