Marco Hoffmann und der Schrei nach mehr

Admiral Fussball-Bundesliga

Triplepack gegen Lustenau, sechs Tore bislang: Marco Hoffmann hat sich in der laufenden Saison der Fußball-Bundesliga etabliert - und dem Hartberger Stürmer aus Halbturn steht mit 22 Jahren das Beste noch bevor.

Lautstarkes Ausrufezeichen. Marco Hoffmann (22) schoss seinen ersten Triplepack in der Bundesliga und damit Hartberg zum 4:3-Sieg gegen Austria Lustenau.GEPA /Avni Retkoceri

Lautstarkes Ausrufezeichen. Marco Hoffmann (22) schoss seinen ersten Triplepack in der Bundesliga und damit Hartberg zum 4:3-Sieg gegen Austria Lustenau.GEPA /Avni Retkoceri

© GEPA pictures/ Avni Retkoceri

Drei Tore in einem Spiel, sechs Saisontreffer und ganz vorne in der Torschützenliste der österreichischen Bundesliga: Der Halbturner Marco Hoffmann ist derzeit in der Form seines Lebens. Der 22-jährige Stürmer des TSV Hartberg hat mit seinem ersten Bundesliga-Dreierpack beim 4:3-Heimsieg gegen Austria Lustenau für Aufsehen gesorgt.

Es ist eine Entwicklung, die sich sehen lassen kann. In seiner ersten Bundesliga-Saison 2024/25 erzielte Hoffmann für Hartberg einen Treffer in der Meisterschaft und einen weiteren im ÖFB-Cup. In seiner zweiten Spielzeit waren es bereits drei Ligatore. Und heuer? Da hält der Halbturner nach seinem jüngsten Dreierpack bereits bei sechs Treffern und führt die Torschützenliste gemeinsam mit Lustenaus Dominik Weixelbraun an.

„Die Steigerung sieht man nicht nur bei den Toren, sondern auch bei den Spielminuten“, freut sich Hoffmann über den persönlichen Aufwärtstrend. Der 22-Jährige hat sich mittlerweile bestens in der höchsten österreichischen Spielklasse eingelebt. Dass er nun erstmals drei Treffer in einer Bundesliga-Partie erzielen konnte, ist für den Stürmer ein weiterer Meilenstein. Doch trotz seines persönlichen Erfolgs stellt er die Mannschaft in den Vordergrund. „Das Wichtigste ist, dass wir gewinnen", sagt der Offensivmann.

Einmal im Nationalteam?

Mit sechs Saisontoren und einem Dreierpack macht Hoffmann natürlich auch über die Grenzen Hartbergs hinaus auf sich aufmerksam. Da drängt sich unweigerlich die Frage auf, ob irgendwann auch das österreichische Nationalteam ein Thema werden könnte. „Solche Gedanken kommen natürlich auf. Welcher Spieler spielt nicht gerne im Nationalteam?“, gibt der 22-Jährige zu. Allerdings will er sich deswegen keinesfalls unter Druck setzen. „Ich mache mir da gar keinen Stress“, betont Hoffmann. Viel wichtiger sei es, positive Energie mitzubringen, kontinuierlich an sich zu arbeiten und sich nicht zu sehr mit der Zukunft zu beschäftigen.

Bei all den Erfolgen in der Bundesliga hat Hoffmann seine fußballerischen Wurzeln nicht vergessen. Der ehemalige Goalgetter des Landesligisten USV Halbturn verfolgt die Ergebnisse seines Stammvereins nach wie vor aufmerksam. Dass sich der USV in dieser Saison beim Toreschießen schwertut, geht auch am Bundesliga-Stürmer nicht spurlos vorbei. „Da blutet einem natürlich das Herz“, gesteht Hoffmann. Sorgen macht er sich deswegen aber nicht. Er ist überzeugt, dass die Qualität vorhanden ist. Ob sich die USV-Stürmer bei ihm schon Tipps geholt haben? Hoffmann lacht. „Natürlich nicht. Die wissen genau, wie es geht."

Christopher Schneeweiß