Mehr Medizin fürs Herz im Krankenhaus Eisenstadt

neues herzkatheter-labor

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt hat sein Herzkatheter-Labor umfassend erweitert: Moderne Medizintechnik in neuen Räumlichkeiten bringt ein erweitertes Leistungsspektrum. Damit können Patientinnen und Patienten bei steigenden Fallzahlen zeitnaher untersucht und behandelt werden.

Im neuen Herzkatheter-Labor (v.l.): Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Primar Rudolf Berger und Krankenhaus-Geschäftsführer Robert Maurer.

Im neuen Herzkatheter-Labor (v.l.): Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Primar Rudolf Berger und Krankenhaus-Geschäftsführer Robert Maurer.

© Landesmedienservice

Die Kardiologie ist ein wesentlicher Schserpunkt im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, und mit der neuen Herzkatheter-Anlage sind präzisere Diagnostik und komplexe Eingriffe möglich. Zusätzlich wird mit einem eigenen Aufnahme- und Nachsorgebereich die Voraussetzung für eine noch leistungsfähigere kardiologische Versorgung geschaffen. Mit der Investition wird auch auf die steigenden Patientenzahlen und die zunehmende Zahl chronischer und akuter Herzerkrankungen reagiert, wie es heißt.

Als Partner in der Gesundheitsversorgung besuchten Krankenhaus-Geschäftsführer Robert Maurer und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil jetzt die neuen Räumlichkeiten. „Gerade bei Herzerkrankungen ist entscheidend, dass die Menschen rasch Zugang zu moderner Diagnostik und Behandlung haben und dafür keine weiten Wege in Kauf nehmen müssen“, sagt Doskozil: „Die steigenden Patientenzahlen zeigen, wie wichtig es ist, rechtzeitig die notwendigen Kapazitäten zu schaffen und medizinisch auf dem neuesten Stand zu bleiben.“

Das bietet das Herzkatheterlabor

Der Bereich wurde baulich erweitert und neu gestaltet: Die sogenannte Holding Area - der Aufnahme- und Nachsorgebereich mit vier Bettenpositionen – ermöglicht es, Patientinnen und Patienten direkt vor Ort auf die Untersuchung vorzubereiten und anschließend zu betreuen. Der gesamte Angiographie-Bereich ist als geschlossene Einheit konzipiert. Kurze Wege zwischen Vorbereitung, Untersuchungsraum und Nachsorge unterstützen effiziente Abläufe und ermöglichen dem Behandlungsteam, rasch auf die Bedürfnisse der Patientenschaft zu reagieren.

Auch die technische Ausstattung wurde auf den neuesten Stand gebracht. Die moderne biplane Herzkatheter-Anlage erlaubt gleichzeitig Röntgenaufnahmen aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln. Dadurch können komplexe Strukturen präziser dargestellt und Eingriffe effizienter durchgeführt werden. Gleichzeitig kann für zwei Aufnahmen mit nur einer Kontrastmittelinjektion gearbeitet werden. Das reduziert nicht nur die benötigte Menge, es schont insbesondere die Nieren der behandelten Personen. Auch die Strahlenbelastung für die Patientenschaft und medizinisches Personal kann durch die optimierten Abläufe reduziert werden.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Primar Rudolf Berger (v.l.).

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Primar Rudolf Berger (v.l.).

© Landesmedienservice

„Die neue Technologie ermöglicht nicht nur eine hohe diagnostische Präzision, sondern unterstützt auch eine möglichst schonende Behandlung. Gerade bei akuten Eingriffen, bei denen Zeit ein entscheidender Faktor ist, bietet die biplane Technik Vorteile“, unterstreicht Primar Rudolf Berger als Vorstand der Abteilung für Innere Medizin I. Denn: „Ziel ist immer, die Belastung für die behandelten Personen so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig eine maximal wirkungsvolle Therapie zu bieten.“

Bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße stehen mit der klassischen Koronarangiographie unter anderem Druckdrahtmessungen zur Beurteilung der Gefäßverengungen sowie intravaskulärer Ultraschall und optische Kohärenztomographie zur Verfügung. Wenn eine Behandlung erforderlich ist, kann diese vielfach unmittelbar im Herzkatheterlabor erfolgen. Verengungen der Herzkranzgefäße werden unter anderem mittels Ballonaufdehnung und Stentimplantation behandelt. Für die Behandlung stark verkalkter Gefäße stehen verschiedene spezialisierte Verfahren zur Verfügung.

Behandlungen struktureller Herzerkrankungen bei bestimmten Herzklappen- und Vorhofproblemen durch Eingriffe wie MitraClip- und Triclip-Verfahren, sowie Rechtsherzkatheteruntersuchungen gehören auch zum Angebot. Ein weiterer Schwerpunkt sind Eingriffe bei Herzrhythmusstörungen. Elektrophysiologische Untersuchungen sowie Ablationen bei Vorhofflimmern und Vorhofflattern werden sukzessive erweitert. Ergänzt wird das Angebot durch Schrittmachertherapien und Nierenarterienablationen. Das Angebot umfasst somit von der Akutversorgung bei akuten Koronarsyndromen über die Versorgung elektiver Patient bis hin zu komplexen Eingriffen ein weitreichendes Spektrum.

„Mit der Errichtung dieses Herzkatheter-Labors wurden Voraussetzungen geschaffen, um auch bei steigenden Fallzahlen eine hochwertige und zeitnahe kardiologische Versorgung sicherzustellen. Gleichzeitig wurden die räumlichen und organisatorischen Bedingungen für Patientinnen und Patienten sowie das Behandlungsteam verbessert“, sagt Krankenhausdirektor Robert Maurer.