Felix Kampel: Mit 16 Jahren die Stimme des Heidebodenstadions
Regionalliga Ost
Seit November 2025 sorgt Felix Kampel, als wohl jüngster Platzsprecher in der Regionalliga Ost, in Parndorf für die passende Atmosphäre im Stadion.
Felix Kampel ist mit 16 Jahren als Platzsprecher für den SC/ESV Parndorf bei den Heimspielem im Heidebodenstadion im Einsatz.
© zVg
Wer seit November 2025 ein Heimspiel des SC/ESV Parndorf besucht hat, dem ist Felix Kampel vielleicht noch nicht aufgefallen. Gehört hat man ihn aber mit Sicherheit. Denn der 16-Jährige ist die Stimme des Heidebodenstadions und sorgt als Platzsprecher dafür, dass die Zuschauer stets bestens informiert sind. Damit dürfte der Teenager wohl zu den jüngsten Vertretern seiner Zunft in der dritthöchsten Spielklasse Österreichs zählen.
Mit Leidenschaft am Mikro
Dass Felix einmal am Mikrofon im Heidebodenstadion stehen würde, kommt nicht von ungefähr.
Der waschechte Parndorfer ist praktisch seit seiner Geburt Fan des SC/ESV. „Ich glaube, mit drei Monaten war ich das erste Mal bei einem Parndorf-Spiel“, erzählt der 16-Jährige. Die Verbindung zum Verein besteht also schon seit frühester Kindheit. Im vergangenen Jahr ergab sich schließlich die Möglichkeit, selbst eine aktive Rolle bei den Heimspielen zu übernehmen. Felix griff zum Mikrofon – und überzeugte offenbar auf Anhieb. Auch von Vereinsseite gibt es Lob für den jungen Stadionsprecher. „Das macht er auch richtig gut“, betont Präsident Gerhard Milletich und ergänzt: „Die Art und Weise, wie er die Platzsprecherrolle ausübt, ist extrem positiv. Felix ist für mich auch in Zukunft als unser Platzsprecher nicht mehr wegzudenken.“ Für Kampel selbst ist der neue Job eine große Freude. „Ich bin vom Vorstand und den Spielern super aufgenommen worden. Es taugt mir extrem, vor allem natürlich, wenn unsere Mannschaft ein Tor macht“, erzählt er begeistert. Ganz so einfach ist es allerdings nicht immer.
Nicht immer eine einfache Aufgabe
Gerade dann, wenn es auf dem Platz hektisch wird, muss auch der Platzsprecher einen kühlen Kopf bewahren. Das zeigte sich etwa im vergangenen Frühjahr beim Duell mit Leobendorf. Parndorf gelang in der Nachspielzeit der Siegestreffer – allerdings auf eine Art, die auch den Mann am Mikrofon kurz ins Grübeln brachte.
„Das war ein Strafraumgestocher und der Ball war irgendwie drin. Da habe ich zunächst gar nicht genau gewusst, wer das Tor gemacht hat“, erinnert sich Kampel. Ein Moment, der zeigt, wie schnell es im Fußball gehen kann – und dass selbst für den Platzsprecher manchmal erst Klarheit herrschen muss, bevor der Torjubel auch durchs Stadion schallt. Klar ist für den Youngster unter den Platzsprechern aber jetzt schon, dass er einen Platz in Parndorf gefunden hat. Wer also beim nächsten Parndorfer Tor im Heidebodenstadion dabei ist, der wird die Stimme des Felix Kampel dann auch hören.