Mit den Treibers nach "Absurdistan"
Buchpräsentation
Im Rahmen der Pullenale wurde am Donnerstag das erste gemeinsame Buch von Jutta und Joe Treiber im Kino präsentiert.
Bürgermeister Hannes Heisz, Verlagsleiter Horst Horvath, Gemeinderätin Maria Schlögl, Hans Peter (Joe) Treiber, Vizebürgermeister Nikolaus Dominkovits, Jutta Treiber, Gemeinderat Rudolf Mörk, Stadträtin Eva Maria Kneisz, Gemeinderätin Paula Pichler, Oliver Treiber und Stadträtin Gerlinde Heger bei der Buchpräsentation.
© Elisabeth Tritremmel
Zu einem „Kurztrip nach Absurdistan“ luden Jutta und Joe Treiber am Donnerstag ins Kino ein. Das neue Buch enthält „Kürzestgeschichten“ von Jutta und Illustrationen von Joe Treiber. „Diese Buchpräsentation wird kurz und absurd“, meinte Jutta Treiber bei der Begrüßung der vielen Gäste im Kino. Sie gab auch - nicht ganz ohne Stolz - bekannt, dass sie am 27. Oktober das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kultur von Bundespräsident Alexander Van der Bellen erhalten wird.
Kulturstadträtin Eva Maria Kneisz führte aus, dass es die dritte Veranstaltung im Rahmen der Pullenale ist. „Danke an Jutta, Joe und Oliver Treiber - ihr bereichert die Pullenale.“ Erschienen ist das 59. Buch von Jutta Treiber in der edition lex liszt 12. Elke Steiner meinte: „Wir sind sehr stolz und glücklich, mit euch besonderen Menschen dieses Buch präsentieren zu dürfen." Verlagsleiter Horst Horvath stellte sich mit den 20 in seinem Verlag erschienenen Büchern als Geschenk bei Jutta Treiber ein - und bei Joe Treiber mit dem von ihm verfassten Buch.
Im Rahmen der Buchpräsentation las Jutta Treiber nicht nur einige ihrer „Kürzestgeschichten“ vor, sie gab auch Einblick in die Entstehungsgeschichte. „Begonnen hat alles mit einem Apfelsaft. Ich habe überlegt, ob ein naturtrüber Apfelsaft auch trübsinnig ist - und was ihn aufheitern könnte.“ So kamen die ersten 14 Geschichten zusammen, und in Wien bei einem Literaturseminar hörte sie zudem, dass diese ganz kurzen Geschichten derzeit „in“ sind. „Und ich dachte, aha, jetzt bin ich 'in', ohne dass ich es versucht hätte", erzählte sie lachend. Viele Geschichten im Buch mögen absurd klingen, seien aber durchaus autobiografisch.
Jutta Treiber hatte für das Buch mit den Kürzestgeschichten klare Vorstellungen: auf der einen Seite die Geschichten, auf der anderen eine Illustration. Und da kam ihr die Idee, diese von ihrem Mann Joe anfertigen zu lassen. „Ich war sehr erstaunt, dass ich das machen soll“, erinnerte er sich. Und noch überraschter zeigte er sich, dass die von ihm erstellten Entwürfe Jutta Treiber tatsächlich gefielen. „Dann war ich im Flow - ich habe am 25. Oktober begonnen und war zu Martini fertig - nach zweieinhalb Wochen betrachtete ich meine Arbeit als beendet", erzählte er weiter. Er betonte, dass es Mut erfordere, mit Strichzeichnungen an die Öffentlichkeit zu gehen, denn es gäbe viele Leute, die „denken, das kann ich ja auch.“
Während der Präsentation zeigte Joe Treiber zu ausgewählten Geschichten auch vergrößerte Kopien seiner Zeichnungen. Die Kombination aus Text und Bild sorgte beim Publikum für viele Lacher und noch mehr Applaus. Danach konnte man ein Exemplar erwerben und von den Künstlern signieren lassen.