Didi Kühbauer ist Österreichs Trainer des Jahres

30. Lotterien Sporthilfe-Gala

Nächste große Auszeichnung für den Burgenländer: Nach dem historischen Double mit dem LASK wurde Didi Kühbauer bei der 30. Sporthilfe-Gala in Wien zum Trainer des Jahres gekürt. Janine Flock und Felix Gall holten die begehrten NIKIs als Sportlerin und Sportler des Jahres.

Fußball-Legenden unter sich: Peter Stöger (l.) überreichte Didi Kühbauer die Trophäe. Der LASK-Chefcoach wurde als Trainer des Jahres ausgezeichnet. Sein Team wurde zudem Mannschaft des Jahres.

Fußball-Legenden unter sich: Peter Stöger (l.) überreichte Didi Kühbauer die Trophäe. Der LASK-Chefcoach wurde als Trainer des Jahres ausgezeichnet. Sein Team wurde zudem Mannschaft des Jahres.

© GEPA pictures/GEPA pictures/ Wolfgang Grebien

Vom Tabellenkeller zum Double-Sieger, vom Abstiegskandidaten in die Champions League – und jetzt auch noch Österreichs Trainer des Jahres. Didi Kühbauer darf sich über die nächste große Auszeichnung seiner Trainerkarriere freuen. Der gebürtige Mattersburger wurde am Donnerstagabend bei der 30. LOTTERIEN Sporthilfe-Gala in der Wiener Stadthalle mit dem NIKI als „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet.

Noch am gestrigen Mittwoch stand für den 55-Jährigen und seine Mannschaft das erste Heimspiel der Champions League auf dem Programm. Der LASK unterlage Liverpool mit 3:6. Heute folgte am Tag danach die prestigeträchtigste Auszeichnung im österreichischen Sport.

Die Entscheidung der von Sport Austria nominierten Expertenjury fiel hier zugunsten des Wahl-Wulkaprodersdorfers aus, der sich gegen Rodel-Erfolgscoach Christian Eigentler, Vorjahressieger Oliver Glasner (damals Crystal Palace, jetzt Nottingham Forrest) und Bob- beziehungsweise Skeleton-Trainer Michael Grünberger durchsetzte.

Eine beeindruckende Erfolgsgeschichte

Die Auszeichnung ist der Lohn für eine außergewöhnliche Saison. Als Kühbauer im Oktober 2025 das Traineramt beim LASK übernahm, lagen die Linzer auf dem vorletzten Tabellenplatz. Was folgte, war eine bemerkenswerte sportliche Wende. Unter der Führung des Burgenländers kämpfte sich der LASK nicht nur aus dem Tabellenkeller, sondern bis an die Spitze des österreichischen Fußballs.

Am Ende der Saison 2025/26 standen der Meistertitel, der Triumph im ÖFB-Cup und damit das erste Double des Vereins seit 1965 zu Buche. Zusätzlich gelang den Oberösterreichern der Einzug in die Gruppenphase der UEFA Champions League.

Kühbauers Erfolgsbilanz blieb auch bei den Auszeichnungen nicht unbemerkt. Erst kürzlich war er bei der Bruno-Gala zum Trainer der Saison gewählt worden. Das wurde er übrigens auch schon im Vorjahr, damals noch in Diensten des WAC. Nun folgte mit dem NIKI die nächste Anerkennung. Auch sein Verein durfte jubeln: Der LASK wurde erstmals in seiner Geschichte zu Österreichs „Team des Jahres“ gekürt.

Die Linzer erhielten bei der von Österreichs Sportjournalisten durchgeführten Wahl 969 Punkte und 98 Erstplatzierungen. Dahinter landeten das Skisprung-Duo Stephan Embacher/Jan Hörl und das Ski-Alpin-Duo Ariane Rädler/Katharina Huber.

Prohaska sorgt mit Kühbauer-Anekdote für Lacher

Für einen der unterhaltsamsten Momente des Abends sorgte Fußball-Legende Herbert Prohaska. Der ehemalige Teamspieler, Trainer und TV-Experte wurde für sein Lebenswerk und seine jahrzehntelangen Verdienste um den heimischen Sport mit dem „Special Award“ ausgezeichnet. Im Beisein seiner Enkelkinder zeigte sich Prohaska zunächst sichtlich gerührt und emotional, ehe er mit einer Anekdote über Didi Kühbauer für Schmunzler sorgte.

Kühbauer ließ sich diese Steilvorlage nicht entgehen: Der Burgenländer stand lachend auf und meinte sinngemäß, dass er jetzt eigentlich nach Hause gehen könne. Ein humorvoller Schlagabtausch zwischen zwei österreichischen Fußballgrößen, der für beste Stimmung im Saal sorgte.