Neusiedl ist der neue Tabellenführer

osg frauen landesliga

Drei Spiele, drei Siege. Nur Neusiedl hat als einziges Team noch die blütenweiße Weste an und ist der neue Leader.

Für Ivana Dzalto und die Neusiedlerinnen gab es nicht nur einen 3:1-Sieg im Pappelstadion, sondern auch die Tabellenführung.

Für Ivana Dzalto und die Neusiedlerinnen gab es nicht nur einen 3:1-Sieg im Pappelstadion, sondern auch die Tabellenführung.

© Martin Ivansich

Neusiedl stürzte schon den zweiten Tabellenführer und steht nun selbst an der Spitze. Das 3:1 von Neusiedl in Mattersburg war der dritte Sieg im dritten Spiel. Dabei fehlten vier Spielerinnen, die noch vor einer Woche in St. Margarethen in der Startelf gestanden hatten. Allerdings spielte erstmals Damla Kirli, die sich auch mit einem Kontertreffer in die aktuelle Saison einfügte. Neusiedl war die reifere Mannschaft. Die stark spielende Anja Sommer lief allein aufs Tor zu und wurde zurückgehalten, Katrin Unger verwandelte den Elfmeter. Rebecca Reichart erhöhte noch vor der Pause per Weitschuss auf 2:0. Noch vor dem Seitenwechsel verhinderte die Stange das Mattersburger Anschlusstor, das Victoria Mihalits in der 56. Minute erzielte. Es wurde aber nicht eng für Neusiedl, weil 15 Minuten später Kirli den Endstand herstellte. Am Sonntag kann Neusiedl den dritten Tabellenführer stürzen, und zwar sich selbst mit einer Niederlage.

St. Margarethen kam gegen Neusiedl nur kurz aus dem Tritt und holte sich in Kittsee wieder drei Punkte. Das 1:0 war aber nicht ganz nach dem Geschmack von Trainer Josef Degeorgi. „Das war gar nichts. Wir waren 85 Minuten in der gegnerischen Hälfte, haben aber keine Ideen und keinen Spielwitz gehabt“, kritisiert der 66-Jährige. Was er den Spielerinnen aber zugutehielt: „Unter der Woche waren einige leicht krank. Sie haben sich aber alle überwunden und gespielt.“

Linda Lukac erzielte in der 80. Minute den Goldtreffer. Kittsee-Trainer Erwin Raithofer: „Wir wussten, dass sie die gefährlichste Spielerin ist, haben ihr bis zum Tor aber nur eine Chance gelassen, bei der unsere Torfrau Katja Svancarek sehr gut gehalten hat.“ Bei Kittsee schlug wieder einmal der Verletzungsteufel zu. Raithofer: „Alina Galee hat sich das Knie nach etwas mehr als 20 Minuten verdreht, da musste ich Nina Belkova aus dem Angriffszentrum ins Verteidigungszentrum zurückziehen.“ Belkova machte ihre Sache dann sehr gut, zumal auch Galee Stürmerin war und seit Monaten Verena Ströck ersetzt, die sich das Kreuzband gerissen hat.

Nach zwei Niederlagen in Folge gab es beim Meister Draßburg Aufatmen. Das Team von Trainer Florian Gusek knackte im Taktik-Krimi die Gäste des FC Südburgenland 1c. „Das war so ein Spiel, wie es oft passiert, wenn zwei Kontrahenten auf Augenhöhe sind. Wer das erste Tor schießt, der gewinnt.“ Und am Ende reichte eben dieser eine Treffer für die ASV-Mädels. Der war sehenswert. Eingeleitet von Selina Kellner, die per Doppelpass mit Morena Sara wieder zum Ball kam und Leonie Lasinger auf die Reise schickte. Lasinger bediente Goalgetterin Ylvie Gebhardt und die netzte eiskalt ein.

„Das war ein Sieg der Leidenschaft und eine deutliche Reaktion“, freute sich Gusek, der nun mit seiner Truppe zum ewigen Klassiker nach Bad Sauerbrunn reist: „Wir sind heuer sicher nicht der Favorit, wollen aber shcon etwas mitnehmen.“ Gusek schiebt die Favoritenrolle also ins Wetterkreuzstadion. Damit kan man beim SC Bad Sauerbrunn durchaus leben. Die Formkurve der Kurort-Mädels zeigt deutlich nach oben. Das Derby in Sigleß war – wie schon in der Vorwoche beim 9:0-Triumph gegen Frauenkirchen – eine klare Sache. Erneut gelang den Bad Sauerbrunnerinnen ein früher Treffer.

Miriam Pratter besorgte bereits nach 180 Sekunden das 1:0, elf Minuten später legte Leonie Fuchs nach und das gab den Gästen noch mehr Sicherheit.Isi Halbauer und Co. dominierten das Spielgeschehen und führten zur Pause 3:0, das Spiel war damit vorentschieden. Der Torhunger des Cupsiegers aber noch nicht. Auch nach der Pause setzte Sauerbrunn auf Offensive.

Die logische Folge? Weitere Tore. Am Ende stand ein solider 6:0-Sieg auf der Anzeigetafel. Damit schoss sich der Vizemeister für das Duell mit dem Meister Draßburg warm. Im Vorjahr gab es in beiden Liga-Spielen Niederlagen, im Cupfinale dafür einen Sieg.