Neusiedl kassierte 1:4-Heimniederlage
Burgenland Energie Landesliga
Neusiedl hatte im Angriff Ladehemmung und verteilte in der Abwehr Geschenke. Eberau sagte Danke und gewann mit 4:1.
Paul Strommer (l.) und seine Neusiedler verloren daheim gegen Eberau mit 1:4.
© Christopher Schneeweiß
Neusiedl - Eberau 1:4. Beim SC Neusiedl am See ist der Wurm drinnen. Nach der deutlichen 1:5-Niederlage in Leithaprodersdorf setzte es für die Mannschaft von Trainer Günther Wally auch im Heimspiel gegen Eberau eine empfindliche Pleite. Vor 283 Zuschauern mussten sich die Neusiedler mit 1:4 geschlagen geben. Dabei waren durchaus Möglichkeiten vorhanden, die Partie in eine andere Richtung zu lenken. Doch während vorne die Chancen vergeben werden, herrscht in der Defensive große Verunsicherung. „Zuerst haben wir kein Glück, und jetzt kommt Pech auch noch dazu“, brachte es der Sportliche Leiter Gernot Tick auf den Punkt.
Die personelle Situation in der Neusiedler Abwehr war schon vor dem Anpfiff alles andere als erfreulich. Mit Tomas Bockay fehlte ein wichtiger Innenverteidiger, dazu musste auch Patrick Sonnleitner verletzt passen. Die Defensive musste daher erneut umgestellt werden. Und die Unsicherheit war der Mannschaft anzumerken.
Dabei fanden die Hausherren zunächst durchaus gute Möglichkeiten vor. Julian Millner verfehlte mit einem Weitschuss nur knapp das Ziel, Rejjan Abazi scheiterte gleich zweimal aus aussichtsreicher Position. Einmal kam er nach einem Stanglpass zum Abschluss, ein weiteres Mal bot sich ihm eine gute Gelegenheit im Strafraum.
Doch statt einer Neusiedler Führung fiel in der 21. Minute das 0:1. Bei einem hohen Ball gingen gleich zwei Neusiedler zum Kopfball und legten das Leder dabei unglücklich für einen Gegenspieler auf. Elias Stranzl nutzte die Gelegenheit und brachte die Gäste in Führung.
Ausgleich macht kurzzeitig Hoffnung
Immerhin gelang den Hausherren noch vor der Pause die Antwort. In der 37. Minute wurde ein Schuss der Neusiedler abgefälscht und landete zum 1:1 im Tor. Der Treffer wurde Eberaus Mark Jagodics als Eigentor zugeschrieben.
Mit dem Ausgleich keimte bei den Hausherren wieder Hoffnung auf, die Partie doch noch für sich entscheiden zu können. Doch auch nach dem Seitenwechsel blieb die Neusiedler Defensive anfällig.
In der 62. Minute folgte der nächste Rückschlag. Nach einem Eckball der Gäste gelang es den Hausherren nicht, die Situation zu bereinigen. Niko Urbauer war zur Stelle und brachte Eberau mit 2:1 erneut in Führung.
„Der Wurm ist bei uns drinnen“, ärgerte sich Tick über die neuerlichen Probleme in der Hintermannschaft. Vor allem die fehlende Stabilität mache seiner Mannschaft derzeit schwer zu schaffen.
Elfmeter und nächste Verletzung
Als die Neusiedler versuchten, noch einmal zurückzukommen, folgte in der 76. Minute die endgültige Entscheidung. Barna Toth verursachte einen Strafstoß und verletzte sich bei der Aktion auch noch selbst. Alexander Resner verwandelte den Elfmeter zum 3:1 für Eberau.
Für Toth war die Partie damit beendet. Besonders bitter: Nach Einschätzung von Tick dürfte sich der Innenverteidiger erneut eine Muskelverletzung zugezogen haben. Damit droht den Neusiedlern der nächste längere Ausfall in der ohnehin schwer angeschlagenen Defensive.
In der Nachspielzeit setzte Erik Bárdics schließlich den Schlusspunkt. Mit seinem Treffer zum 4:1 (90.+2) machte er die deutliche Heimniederlage der Neusiedler perfekt.
SC Neusiedl am See 1919 – SV hpt Eberau 1:4 (1:1).
0:1 (21.) Stranzl, 1:1 (37.) Jagodics (Eigentor), 1:2 (62.) Urbauer, 1:3 (76.) Resner (Strafstoß), 1:4 (90.+2) Bárdics.
SR: Telek, 283.
Neusiedl: Mödlhammer; Moro, Haider, Toth (75. Halper), Strommer; McGirr, Umprecht; Abazi (86. Gruidl), Damasdi (66. Avdic), Millner; Frank.
Eberau: Sebastian Kracher, Stampfel, Bárdics, Stranzl (80. Heindl), Jagodics, Dominik Kracher, Csikos, Wiesler, Pomper, Urbauer (88. Lendl), Resner.
Res: 6:1.

© Christopher Schneeweiß