Oberpullendorfs Ruhe zahlte sich aus
Burgenland Energie Landesliga
Oberpullendorf forcierte die Basics und hatte damit notwendigen Erfolg.
Oberpullendorfs Cheftrainer Florian Hotwagner konnte mit der Leistung in Halbturn mehr als zufrieden sein.
© BVZ/Strodl
Oberpullendorf rutschte nach dem Derbysieg in Lackenbach von einer schwierigen Phase in die nächste und lief dabei nie wirklich heiß - wenn überhaupt, dann lauwarm. Bei manchen Leistungen lief es Cheftrainer Florian Hotwagner gar eiskalt den Rücken hinunter. Für ihn war das allerdings nie ein Grund zur Panik. Die jüngsten Trainingseinheiten standen ganz im Zeichen des Mannschaftsgefüges. Sein Leitsatz: „Wie kriegen wir eine Partie auf den Platz, bei der sich jeder Spieler auf seinen Vordermann verlassen kann? Bei der nicht nur vier Spieler an ihre Leistungsgrenze kommen.“
Gegen Halbturn waren es alle elf Akteure und keiner weniger. Den Nordburgenländern ließ man keine Chance, Kapitän Andreas Hofer, der zum Endstand traf, und Co. siegten 4:0.
Balsam für die Seele, Futter für die Nerven oder einfach wichtig für den Kopf, wie es der Übungsleiter bezeichnen würde. „Für die Moral der Jungs war das immens wichtig, weil sie gesehen haben, dass sie mit einer guten bis sehr guten Leistung jeden Gegner biegen können“, sagt er. Dabei sah er sein Team noch nicht einmal am Maximum, es sei ganz einfach „eine im Kollektiv starke Vorstellung“ seiner Mannschaft gewesen. Wenn er an das kommende Spiel gegen Sankt Margarethen denkt, interessieren ihn zwei Sachen absolut nicht: die Vergangenheit und Statistiken.
Oberpullendorf holte zwei Dreier in den letzten drei Spielen, siegte in den einzigen beiden Spielen, in denen man in Führung ging, mit 3:0 und 4:0 jeweils deutlich und kletterte auf Rang xx. „Wir haben jetzt gewonnen, aber ein Ergebnis haben wir noch nie bestätigt. Wir müssen am Boden der Tatsachen bleiben“, zählen für den Cheftrainer nur Punkte im Hier und Jetzt.
Gegen die erfahrenen Sankt Margarethener erhofft er sich, dass sein Team dagegenhält. Oberpullendorf zählt zu den jüngsten Teams der Liga, Sankt Margarethen zu den mit Abstand ältesten. Auch dieser Fakt hat für Hotwagner wenig Relevanz. „Niemand wird im Nachhinein fragen, ob wir im Schnitt 19 oder 31 waren. Klar haben sie deutlich mehr Erfahrung, aber wir können da etwas mitnehmen und den letzten Dreier bestätigen.“