Personal stahl Waren aus Supermarkt und wurde ertappt

Diversion

„Es ging so leicht“: Damit begründeten zwei Angeklagte ihre regelmäßigen Diebstähle aus einer Supermarktfiliale im Bezirk Neusiedl.

Die beiden früheren Supermarkt-Mitarbeiter bekannten sich schuldig.

Die beiden früheren Supermarkt-Mitarbeiter bekannten sich schuldig.

© BVZ / Kirchmeir

Am Freitag, 2. Oktober 2026, mussten sich die 48-jährige ungarische Staatsbürgerin und ihr 38-jähriger Landsmann in Eisenstadt vor Gericht verantworten. Sie hatten bis Anfang Juni 2026 in einem Supermarkt im Bezirk Neusiedl gearbeitet.

Sie gaben zu, monatelang Waren in Einkaufssäcken aus dem Lager eines Supermarkts im Bezirk Neusiedl hinausgebracht zu haben. Vorwiegend handelte es sich bei dem Diebsgut um Hygieneartikel wie Toilettepapier, Deos, Duschgele und Seife.

„Das erste Mal passierte es unabsichtlich“

Am 8. Juni 2026 wurde die Supermarkt-Mitarbeiterin erwischt, die Rekonstruktion der gestohlenen Waren beruhte auf ihren Angaben. „Das erste Mal passierte es mir unabsichtlich“, gab die Frau vor Gericht bekannt. „Die Ware, die ich kaufen wollte, nahm ich ohne zu zahlen mit. Da es ohne Folgen blieb, dachte ich, warum soll ich es nicht noch einmal machen.“

Auch ihr Ex-Kollege stahl Waren. „Es war ein Blödsinn. Ich bereue es und es tut mir leid“, sagte der Angeklagte.

„Sie verkauften die Artikel nicht weiter sondern verwendeten sie selbst“, sagte der Verteidiger. Seine Mandanten hätten „keine kriminelle Vorgeschichte“.

Schaden lag bei 2.400 Euro

Der gesamte Schaden in der Höhe von 2.400 Euro sei bereits vor dem Strafprozess wieder gutgemacht worden, so der Anwalt.

Die Richterin bot den beiden Angeklagten, die mittlerweile in anderen Branchen arbeiten, eine Diversion an. Sie müssen eine Geldbuße von jeweils 480 Euro bezahlen, dann wird der Prozess gegen sie eingestellt.