Schuhmühle 2027: Schüsse von Schattendorf

Schwerpunkt

Das Schattendorfer Kultur- und Veranstaltungszentrum widmet seinen Programm-Schwerpunkt im kommenden Jahr dem Thema 1927. Aber auch andere Highlights werden das Kulturjahr in der Mühle bereichern.

Die riesige Menchenmenge beim Begräbnis von Josef Grössing. Foto: zVg

Die riesige Menchenmenge beim Begräbnis von Josef Grössing. Foto: zVg

© zVg

SCHATTENDORF Der 30. Jänner 1927 war für die Gemeinde und ganz Österreich durch die Schüsse von Schattendorf ein historisches Ereignis, das in die Geschichtsbücher einging. Bei einer Versammlung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Schattendorf schossen Männer der Frontkämpfervereinigung in die Menge. Dabei kam Matthias Csmarits aus Klingenbach und der erst sechsjährige Schattendorfer Josef Grössing ums Leben. Die Schützen wurden beim darauffolgenden Prozess in Wien freigesprochen, was einen blutigen Aufstand mit 89 Toten und hunderten Verletzten sowie den Brand des Justizpalastes nach sich zog.

Auch Führungen

„Das ganze Jahr über bieten wir in der Schuhmühle für Gruppen, Schulen, aber auch private Personen Vorträge, Ausstellungen und Diskussionsabende zum Gedenkjahr 1927 an. Wir machen Führungen im Museum ‚27er Haus‘ und zu den historischen Schauplätzen und Gedenkstätten im Ort, bis hin zum Grössing-Grab am Friedhof“, berichtet Hans Lotter, Obmann der Schuhmühle.

Den Beginn macht am 30. Jänner, 18 Uhr, ein Literaturabend, an dem verschiedene burgenländische Literatinnen und Literaten Texte zum 27-er Jahr lesen. Weiter geht es am 9. April mit der Buchvorstellung des Wiener Autors Andreas P. Pittler, der seinen Kriminalroman „Ezzes“ vorstellt. „In diesem Werk geht es unter anderem auch um den Brand des Justizpalastes in Wien, der eine Folgeerscheinung der Geschehnisse in Schattendorf war“, vermerkt Johann Lotter. Am 2. April wartet die Schuhmühle mit einem Klavierabend auf. Der Maler und Grafiker aus der Steiermark Stephan Hafner eröffnet die Ausstellung seiner Werke am 3. April. Auf den beliebten Schmankerl Markttag, mit zahlreichen Köstlichkeiten aus der Region, können sich die Besucherinnen und Besucher am 10. April freuen. Und am 24. April, 19 Uhr, tritt die Big Band Wiener Neustadt im Restaurant Reichl auf.

After Work Lounge

„Ab März laden wir nach der Winterpause wieder jeden Donnerstag von 15 bis 18 Uhr zu unseren Kaffeenachmittagen mit feinen Mehlspeisen ein“, kündigt der Obmann an. Die „Tanzlmusi“ spielt am 19. Juni beim Mühlenfest auf. Von Juni bis Anfang Juli kann man bei der „After Work Lounge“ mit verschiedenen Themenschwerpunkten den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Verschiedene burgenländische Künstlerinnen präsentieren am 10. September bei der Ausstellung „Frauenkunst“ ihre Werke. Das Jugend- und Studentenorchester in Eisenstadt „Amici Musici“ tritt mit Werken von Vivaldi, Bach, Haydn und Mozart bis hin zu Beethoven, Schubert, Brahms und Dvorak am 17. Oktober in der Schuhmühle auf.

Mühlengeisterchen Sebastian

„Wir bieten zu Weihnachten sicher auch nächstes Jahr wieder einbis zwei Veranstaltungen, bei denen das Programm noch nicht feststeht. Aber wir haben unsere Pforten sowohl bei der ‚Langen Nacht der Museen‘ am 2. Oktober, als auch am Nationalfeiertag, dem 26. Oktober, am ‚Tag der offenen Tür‘ für unsere Besucherinnen und Besucher geöffnet“, lädt Obmann Johann Lotter alle ein die Mühle zu besuchen. Ein Highlight - eigentlich sind es zwei - stehen auch noch am Jahresprogramm: Das Maskottchen der Schuhmühle Mühlengeisterchen „Sebastian“ kommt sowohl im Frühjahr als auch im Herbst zu Besuch und wartet wieder mit einem bunten Kinderprogramm sowie der beliebten Schatzsuche auf.

Obmann Johann Lotter stellte mit seinem Team für das kommende Jahr wieder ein interessantes Programm zusammen. Foto: zVg

Obmann Johann Lotter stellte mit seinem Team für das kommende Jahr wieder ein interessantes Programm zusammen. Foto: zVg

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