Schutz vor Hochwasser
Eröffnung
Neues Rückhaltebecken für Riedlingsdorf bringt mehr Schutz vor Hochwasser für rund 80 Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger
Infrastrukturlandesrat Mag. Heinrich Dorner mit Abteilungsvorstand DI (FH) Wolfgang Heckenast sowie allen Beteiligten sowie Anrainerinnen und Anrainern bei der Eröffnung des neuen Rückhaltebeckens in Riedlingsdorf.
© LMS/Daniel Fenz
Mit dem neuen Rückhaltebecken am Pinka-Zubringer Lehmgraben sind Teile des Ortsgebietes von Riedlingsdorf sowie wichtige Infrastruktureinrichtungen künftig vor einem 100-jährigen Hochwasser geschützt. Die neue Rückhalteanlage wurde am Dienstag nach zweijähriger Bauzeit von Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner gemeinsam mit Bürgermeister Wilfried Bruckner und Abteilungsvorstand Wolfgang Heckenast eröffnet. Rund 20 Objekte – darunter Wohn- und Nebengebäude sowie öffentliche Einrichtungen – und etwa 80 Personen profitieren vom verbesserten Hochwasserschutz. Insgesamt werden damit rund 12.000 Quadratmeter wertvoller Siedlungsraum nachhaltig geschützt: „Der Mensch steht für uns immer im Mittelpunkt. Sicherheit und Lebensqualität sind das Fundament für ein gutes Leben in unserer Heimat. Daher hat der größtmögliche Schutz der Bevölkerung für uns oberste Priorität“, betonte der Infrastrukturlandesrat. Hochwasserschutz sei eine zentrale Aufgabe der öffentlichen Hand, um Menschen, Gebäude und wichtige Infrastruktur langfristig vor den Folgen von Extremwetterereignissen zu schützen.
Die neue Anlage reduziert die Abflussspitze des Lehmgrabens bei einem 100-jährigen Hochwasser von 11,1 auf 2,48 Kubikmeter pro Sekunde. Dafür steht ein aktivierbares Stauvolumen von rund 49.500 Kubikmetern zur Verfügung. Damit wird die Hochwasserbelastung für die betroffenen Bereiche des Ortsgebiets deutlich reduziert. Um bei einem extremen Hochwasserereignis, das ein 100-jährliches Hochwasser (HQ100) übersteigt, eine Beschädigung des Hauptdammes durch unkontrollierte Überströmung zu verhindern, wurde eine sogenannte Hochwasserentlastung mit einer Gesamtbreite von circa 42 m vorgesehen.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund eine Million Euro. 50 Prozent werden vom Bund und 40 Prozent vom Land Burgenland gefördert. Die verbleibenden zehn Prozent werden von der Gemeinde Riedlingsdorf getragen.
Gemeinsame Kraftanstrengung für mehr Sicherheit
Für die erfolgreiche Umsetzung dieses Schutzprojekts hätten alle Beteiligten – Bund, Land und Gemeinden – gemeinsam an einem Strang gezogen. „Dass dieses wichtige Vorhaben für die Region umgesetzt werden konnte, ist das Ergebnis einer hervorragenden Partnerschaft“, betonte Dorner.
Mit der Fertigstellung des Rückhaltebeckens Lehmgraben steht der Gemeinde Riedlingsdorf nun ein wichtiger Baustein für den langfristigen Schutz der Bevölkerung und der örtlichen Infrastruktur zur Verfügung.
Bürgermeister Wilfried Bruckner sagte zum Projekt: „Mit der Fertigstellung des Rückhaltebeckens am Pinka-Zubringer Lehmgraben wurde eine weitere Hochwasserschutzmaßnahme in unserer Gemeinde umgesetzt. Die Bevölkerung und ihre Häuser im Bereich Oberanger werden dadurch bestmöglich vor den Folgen extremer Wetterereignisse geschützt.“ Bruckner erklärte weiters, dass gerade die Starkregenereignisse in den letzten Jahren zeigten, wie wichtig diese Investition ist.