Sigleß siegt spät in Schützen
2. Klasse Nord
Lange steuert die Partie in Schützen auf ein Remis zu, dann kippt sie nach Handspiel, Rot und Elfmeter.
Horror gegen Sigleß. Kapitän Raphael Kölbl und seine Schützener kassierten in der Nachspielzeit das 1:2.
© Christopher Schneeweiß
Sigleß hat sich in der Nachspielzeit per Strafstoß zum 2:1 gerettet. Hauptdarsteller des Spiels war aber ausgerechnet ein Schützener: Johannes Weinreich.
In der 16. Minute lenkte Weinreich den Ball ins eigene Tor und bescherte Sigleß die Führung. Er wollte es wiedergutmachen. Kurz vor der Pause nutzten die Hausherren einen Fehler im Aufbauspiel der Gäste, und in der 42. Minute war es Weinreich, der zum 1:1 traf. Zur Pause war er damit an beiden Treffern beteiligt, auf der falschen wie auf der richtigen Seite. Kurz nach Wiederbeginn, in der 58. Minute machte er für Fabian Landauer Platz. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Sigleß hatte den Ball, Schützen stand tief und kämpfte um jeden Zentimeter, was auch vier Gelbe Karten für die Hausherren zeigen. Die Gäste fanden jedoch lange kein Mittel. „Wir taten uns gegen einen tief stehenden Gegner schwer. Wir hatten zwar viel Ballbesitz und Kontrolle über das Spiel, konnten aber wenig Zwingendes verbuchen“, analysierte Sigleß-Sektionsleiter Peter Zistler. So schien das Remis zum Greifen nah.
Dann überschlugen sich in der Nachspielzeit die Ereignisse. „Nach einem Tormannfehler bekamen wir noch einen Elfmeter. Ein Feldspieler hatte den Ball mit der Hand rausgefischt, daher auch die vertretbare Rote Karte“, schilderte Zistler die entscheidende Szene. Daniel Reiter musste wegen Torchancenverhinderung vom Platz, Weinberger blieb vom Punkt cool und verwandelte. Bei Schützen war der Frust danach groß. „Durch ein unglückliches Eigentor und einen Elfmeter in der 98. Minute, obwohl der Schiedsrichter eigentlich nur fünf Minuten Nachspielzeit angezeigt hatte, haben wir das Spiel verloren“, haderte Trainer Dominik Rotter.