Verletzungen, Schmankerl, Events: Ein Streifzug durch das fußballerische Unterhaus
Fussball Gruppe Nord
Die BVZ hat für Sie die Kurzmeldungen aus dem Nordburgenland parat. Was passierte in der 2. Liga Nord, 1. Klasse Nord und in der 2. Klasse Nord.
Spezialtraining für den Eigenbau. Das möchte Mönchhofs Coach Patrick Kasuba im Dezember anbieten. privat
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2. Liga Nord
Doppelter Einsatz. Mönchhofs Lukas Rath spulte in der Reserve schon einen 90er runter und musste in der Kampfmannschaft schon nach 20 Minuten für den angeschlagenen Dominik Adam ran. Komplett erschöpft wechselte ihn Trainer Patrick Kasuba in der Schlussphase wieder aus.
Service-Angebot. Mönchhofs Coach Patrick Kasuba stellt für alle freiwilligen Kicker (gemeint sind da vor allem die Jungen, um körperlich sich besser an das Tempo gewöhnen zu können) im Dezember am Sportplatz Parcours zusammen. „Wir schaffen es nicht, uns mit Transfers, sich zu verbessern. So müssen wir auf den Eigenbau schauen.“
Extra-Schichten. Auch Gols-Trainer Hans Thüringer bittet bis Ende November seine Spieler zweimal auf den Trainingsplatz. Der Montag, der sonst zu regenerativen Einheiten genutzt wurde, fällt aus. „Wir sind wieder einmal im Umbruch“, so der Coach. „Da schadet es nicht, wenn wir gewisse Abläufe intensivieren.“
Abwarten. Das ist das Motto der Wally-Brüder Michael und Lukas, die gemeinsam mit Manuel Schopf und Gerhard Wodicka als Trainerteam in vier Partien neun Punkte geholt haben. In der kommenden Woche will sich der Vorstand mit dem Quartett zusammensetzen und beratschlagen, mit welchem Team oder welchem Mann ins Frühjahr gestartet werden soll. „Wenn es so bleibt, freue ich mich“, so Spielertrainer Lukas Wally, der - so ist’s ausgemacht - die Hinrunde einmal fertig macht. „Sollte es eine andere Lösung werden, bin ich auch nicht böse.“
Ehrliche Ansagen. „Den Elfmeter zum 2:0 hätte der Schiedsrichter nicht geben müssen“, stellte Andaus Lukas Wally fest. „Das Klügste wäre gewesen, die Partie weiterlaufen zu lassen.“ Punkte kann sich Gegner-Trainer Martin Grabenbauer davon auch keine kaufen. Er reklamierte in der Schlussphase einen Penalty für sein Team. „Der wäre gerechtfertigt gewesen“, so Wally wieder in seiner geradlinigen Art.
Herbst vorbei. Hornsteins Spielertrainer Mario Sara fällt wegen eines Muskelbündelrisses in der Wade auch noch im letzten Spiel der Hinrunde aus. „Ich starte dann wieder im Frühjahr neu durch“, so der 43-jährige Routinier und Dauerläufer. Einen Spieler wird man dann fix nicht mehr im Dress der Hornsteiner sehen: Von Goalie Tomas Veber hat man sich verabschiedet. „Er ist sicher einer der Besten in der Liga, aber er hat eine typische Tormann-Verletzung“, so Sara augenzwinkernd.
Umgestellt. Gegen Hornstein (2:3 in der Vorwoche) bot Tadtens Trainer Michael Pittnauer eine Fünfer-Abwehrkette auf. „Das ging in die Hose“, gab der Coach zu. In Gols agierte man wieder mit einer Viererkette, prompt stellte sich der Erfolg ein. „Wir hätten viel höher als 2:0 gewinnen müssen“, meinte Pittnauer nach dem 2:0-Sieg. Zudem hatte Moi Palesio den Golser Unterschiedsspieler Milos Angelovic bestens im Griff.
Sieg muss her. „Bislang war es noch nicht so, aber jetzt fordere ich drei Punkte“, stellt Windens Trainer Norbert Pammer nach drei Niederlagen in Serie unmissverständlich fest. Gegner Hornstein kommt jedoch mit breiter Brust. „So wie wir in Wimpassing die erste Halbzeit verschlafen haben, darf uns nicht mehr passieren.“
Markt sondieren. Die Neufelder haben sich schon auf die Suche nach einem neuen Trainber gemacht. „Es sind ein paar interessante Namen dabei“, weiß der Sportliche Leiter und Spieler Ömer Bas. „In zwei bis drei Wochen wird der neue Coach präsentiert.“ Das 0:0 in Illmitz deutete er als Kellerduell, da beide Teams nur wenig riskierten. „In der zweiten Galbzeit war es dann ein offener Schlagabtausch. Man hat gesehen, warum beide Mannschaften unten stehen: Die mangelnde Chancenauswertung.“
Baldige Besserung. Funktionäre und Spieler des SC Kittsee wünschen ihrem Reservetormann Elias Schlager nach seiner Fußoperation eine rasche Genesung.
Info-Abend. Der FC Winden stellt die Weichen für die Zukunft. Im Jänner 2027 wird ein neuer Vorstand gewählt, weshalb der Verein engagierte Mitglieder und Unterstützer sucht, die Verantwortung übernehmen oder sich mit ihren Ideen einbringen möchten. Dazu lädt Obmann Christian Ernst am Freitag, 20. November, um 19 Uhr zu einem offenen Informationsabend in die Hauptkantine des Bärenstadions ein. Dabei soll auch über das 70-jährige Vereinsjubiläum im kommenden Jahr gesprochen werden. Eingeladen sind Mitglieder, Eltern, ehemalige Spieler und alle Freunde des Vereins. Auch wer nur wenig Zeit hat, kann sich einbringen.
Neuankömmling. Kittsee-Verteidiger Jakub Lieskovsky und seine Frau Alexandra wurden stolze Eltern. Tochter Thia hält die junge Familie ab sofort auf Trab. Glück, Gesundheit und unzählige schöne Momente wünschen Mitspieler, Betreuer und die BVZ-Sportredaktion.
Strafverifiziert. Aus einem Punkt wurden drei! Die Reservemannschaft des FC Mönchhof darf sich nachträglich über einen 3:0-Erfolg gegen den SV Wimpassing freuen. Die Partie am 24. Oktober hatte auf dem Spielfeld mit einem 2:2 geendet. Da Wimpassing laut Mitteilung des FC Mönchhof jedoch einen nicht spielberechtigten Spieler unter falschem Namen eingesetzt hatte, wurde die Begegnung vom Burgenländischen Fußballverband mit 3:0 für Mönchhof strafverifiziert
1. Klasse Nord
Debütant. Diesen gab es beim Aufeinandertreffen zwischen dem SC Breitenbrunn und dem UFC Pamhagen, das mit einem 2:2-Unentschieden endete. Akademie-Spieler Adam Lechner ist bereits spielberechtigt für die Kampfmannschaft und kam sofort zum Einsatz. Noch dazu zeigte er eine wirklich starke Leistung, die Coach Gerhard Karner beeindruckte.
Dauerbrenner. Alexander Scherhaufer ist aus dem Kader der Nickelsdorfer nicht mehr wegzudenken. Der Außenverteidiger ist fix gesetzt und das zu Recht. „Er ist die letzten Monate immer einer unserer besten Spieler und befindet sich in absoluter Top-Form“, lobte Sektionsleiter Michael Liedl seinen Schützling.
Dankeschön. Das möchte der ASV Nickelsdorf an alle Helfer ausrichten, die aufgrund ihrer tatkräftigen Mithilfe für den Erfolg des diesjährigen Sautanzes gesorgt haben.
Verdienter Sieg. Das bestätigte auch Zurndorfs Sektionsleiter Rafael Brandl: „Sie waren die bessere Mannschaft und haben unsere Fehler ausgenutzt. Purbach hatte mehr vom Spiel und auch die besseren Torchancen. Nach dem Anschlusstreffer durch Milosevic hatten wir kurz noch die Hoffnung, dass vielleicht noch was geht, aber nur ein paar Minuten später erhöhte Purbach auf 3:1.“
Wechselspieler machte Unterschied. Adil Uysal wurde gegen Sankt Andrä bereits nach elf Minuten eingewechselt und sollte Wulkaprodersdorf an diesem Tag den Sieg bescheren. Der Joker erzielte zwei der drei Treffer und war damit maßgeblich am 3:1-Auswärtssieg seiner Mannschaft beteiligt.
Kritik an Jois. Apetlon Coach Clemens Mahr war von einigen Aktionen alles andere als begeistert: „Emotionen gehören zum Fußball, und gerade in einem umkämpften Spiel darf es auch einmal hitziger werden. Es gibt aber Grenzen, insbesondere was den Respekt gegenüber dem Gegner betrifft. Manche Gesten und Provokationen hatten für mich mit sportlichem Ehrgeiz nicht mehr viel zu tun. Hier sehe ich durchaus auch die Trainerbank in der Verantwortung, entsprechend auf die eigenen Spieler einzuwirken.
Nikolaus kommt. Eine besondere Aktion hat sich der ASV Zurndorf für die Vorweihnachtszeit einfallen lassen. Am Samstag, dem 5. Dezember, kommt der Nikolaus zwischen 16 und 20 Uhr auf Wunsch direkt zu den Familien nach Hause und besucht die Kinder.
Anmeldungen sind bis spätestens 30. November bei Kevin Dürr unter der Telefonnummer 0664/2700133 oder per an kevin.d92@gmx.at möglich. Der gesamte Reinerlös der Nikolausaktion kommt dem Nachwuchs des ASV Zurndorf zugute.
Gute Entwicklung. Darüber freut sich Apetlon-Trainer Clemens Mahr: „Die Spieler erkennen mittlerweile selbst, wo unsere Probleme liegen, was wir besser machen müssen und welche Dinge bereits gut funktionieren. Das zeigt, dass wir uns nicht nur fußballerisch, sondern auch als Mannschaft weiterentwickeln. Auf diesen Zusammenhalt, diese Eigenverantwortung und den Charakter unserer Jungs können wir wirklich stolz sein.“
2. Klasse Nord
Erneute Verletzungen. Das Lazarett des UFC Oggau füllt sich weiter. Zu den ohnehin schon sechs verletzten Stammspielern gesellten sich vergangene Woche zwei weitere hinzu: Auch Michael Mali und Raphael Zeiler werden Trainer Hans Peter Kusolits in den letzten beiden Herbstpartien fehlen. Der Coach zollt seiner Rumpfelf angesichts der prekären Personalsituation jedoch höchsten Respekt: „Wenn sieben von elf Startelf-Spielern verletzt sind, kann das keine Mannschaft einfach so wegstecken. Dennoch ist es ein Wahnsinn, was für einen Kampfgeist die Verbliebenen an den Tag legen und trotzdem noch gute Ergebnisse einfahren.“
Comeback. Martin Wagner feierte sein Comeback in der Reserve des SV Sigleß. Dabei war lange nicht daran zu denken. Im Sommer 2024 kam der Routinier zum Klub, „um nochmals den Kampf ums Einserleiberl anzunehmen“, wie Sektionsleiter Peter Zistler erzählt. Doch ein Kreuzbandriss durchkreuzte den Plan und aus dem Duell um die Nummer eins wurde nichts. Weg war Wagner deshalb aber nicht: Ab und zu schaut er noch immer beim Training vorbei und steht zur Verfügung, falls man ihn braucht. Diese Woche war es tatsächlich so weit, und ein Tormann des Jahrgangs 1979 bewies, dass man nie zu alt ist, noch einmal Handschuhe anzuziehen.
Stabilität. Seit Ex-Profi Dominik Rotter beim UFC Schützen in der Doppelfunktion als sportlicher Leiter und Trainer das Zepter schwingt, ist es ihm gelungen, die zuvor so anfällige Defensive merklich zu stabilisieren. Der klare Beweis: Seit seiner Amtsübernahme kassierte die Mannschaft in keiner einzigen Partie mehr als drei Gegentore.
Aufwärtstrend. Beim SV Mörbisch zeigt die Formkurve derzeit steil nach oben. Die Mannschaft ist mittlerweile seit sechs Spielen ungeschlagen – und das inklusive schwerer Prüfungen gegen den UFC Oggau und den SC UNEX Eisenstadt. Die beachtliche Ausbeute der Elf vom Westufer: drei Unentschieden und drei Siege. Bemerkenswert ist dabei vor allem die Deutlichkeit der vollen Erfolge, denn mit einem 3:0 gegen den UFC Schützen, einem 4:1 gegen Trausdorf und dem jüngsten 4:0 gegen Hirm/Zillingtal ließen die Mörbischer nie Zweifel aufkommen.
Joker sticht. Am vergangenen Spieltag stellte Mörbischs Tobias Fischl eindrucksvoll unter Beweis, dass man einem Spiel auch von der Bank aus seinen Stempel aufdrücken kann. Zur Halbzeit eingewechselt, schnürte der Joker noch einen Doppelpack und avancierte so zum gefeierten Matchwinner gegen Trausdorf.