Verletzungssorgen, Youngsters und ein kurioser Kartenrekord

Burgenlandliga-Schmankerlstrecke

Pama muss länger auf seinen Einsergoalie warten, Halbturn vermisst seinen Torjäger und Oberpullendorf kämpft mit Personalsorgen. Während Neusiedls Nachwuchstalente ihre Chance nutzen, sammelt ein Trainer fleißig Gelbe Karten. Dazu: ein 1:0-Sieg mit nur zehn Spielern, ein bitteres Cup-Aus und wichtige Personalnews aus der Burgenlandliga.

Der SK Pama muss noch länger auf Stammtormann Niklas Groß verzichten. Der junge Goalie laboriert an einem Bänderriss im Knöchel.

Der SK Pama muss noch länger auf Stammtormann Niklas Groß verzichten. Der junge Goalie laboriert an einem Bänderriss im Knöchel.

© Christopher Schneeweiß

Pamas Tormann fällt noch länger aus

SK Pama. Der SK muss weiterhin auf seinen Stammtorhüter Niklas Groß verzichten. Der junge Schlussmann laboriert an einem Bänderriss im Knöchel und wird den Pamanern noch längere Zeit fehlen. Eine Rückkehr auf den Fußballplatz ist voraussichtlich erst im Februar zu erwarten. Damit muss Trainer Zoltan Fekete nicht nur in den verbleibenden Herbstspielen, sondern auch während eines Teils der Wintervorbereitung ohne seinen Einsergoalie auskommen.

Lazarett verursacht Schädelbrummen

Oberpullendorf. Alexander Groß ist der Mann für die Kopfverletzungen beim SC Oberpullendorf. Der Linksverteidiger musste wie schon in der vergangenen Saison mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ausgewechselt werden. Schädelbrummen hat wohl auch sein Cach Florian Hotwagner.Tobias Blazovich wurde mit Leistenproblemen ausgetauscht, seinem Bruder Fabian machte die Schulter zu schaffen - der biss aber durch. „Kirilo Janyickij hätte man nach dem Spiel vom Feld tragen müssen“, sagte der Übungsleiter über dessen Probleme mit der Achillessehne. Oliver Tihanyi war gegen Bad Sauerbrunn wieder nicht im Einsatz. „Ich hoffe doch, dass der ein oder andere nichts Schlimmeres hat“, so Hotwagner.

Neusiedls Youngsters an die Macht

Neusiedl. Beim SC Neusiedl am See setzt man weiterhin verstärkt auf junge Talente aus der Region. Mit Niklas Hamm und Clemens Rath durften zuletzt gleich zwei Nachwuchshoffnungen erstmals Landesliga-Luft schnuppern. Besonders bemerkenswert ist die Geschichte von Hamm, der bereits seit 2013 ausschließlich das grün-weiße Trikot trägt. Am 3. Oktober feierte das Eigengewächs sein Debüt in der Kampfmannschaft, am 16. Oktober folgte bereits sein zweiter Einsatz. An diesem Tag durfte auch Clemens Rath erstmals in der höchsten burgenländischen Spielklasse auflaufen. Der erst 16-Jährige begann seine Fußballkarriere in St. Andrä.

Hlushko fehlt der Offensive extrem

Halbturn. Der USV Halbturn vermisst seinen Torjäger Ivan Hlushko schmerzlich. Der Angreifer, der in der jüngsten Vergangenheit zu den erfolgreichsten Torschützen der Herglotz-Elf zählte, fällt mittlerweile seit fünf Wochen verletzungsbedingt aus. „Er fehlt uns ungemein“, betont Trainer Peter Herglotz. Wie sehr der Offensivspieler abgeht, zeigte sich zuletzt bei der 1:3-Heimniederlage gegen Tabellenführer Klingenbach. Halbturn erspielte sich mehrere hochkarätige Torchancen, ließ diese aber ungenützt. Möglichkeiten, die sich ein Torjäger wie Hlushko normalerweise nur selten entgehen lässt.

Eine Sammlung an Gelben Karten

Neudorf/Parndorf Juniors. Einen ungewöhnlichen Rekord hält Christoph Tischler, Trainer der SpG Neudorf/Parndorf Juniors, in der laufenden Burgenlandliga-Saison. Der Coach kassierte bereits sieben Gelbe Karten – zuletzt sogar vier Verwarnungen in vier aufeinanderfolgenden Spielen. Besonders kurios war allerdings die jüngste Gelbe Karte beim 1:1 in Rust. Tischler hatte lediglich einen Ball geholt und dabei seine Coachingzone verlassen. Der Schiedsrichter zeigte dem verdutzten Trainer sodann Gelb.

Beim Aufsteiger sind die Österreicher in Not

Rust. Felix Hölzl wird operiert. Alexander Fiedler sitzt mit Schmerzen nur als Notnagel auf der Bank. Lenz Honc wurde nach Verletzungspause zumindest eingewechselt. Somit fehlen drei Stammspieler, weshalb gegen Neudorf/Parndorf Juniors in der Startformation mit Tormann Roman Scheit und Rechtsverteidiger Kevin Salmer nur zwei Österreicher standen. Wobei Salmer die vierte gelbe Karte kassierte und damit in Gefahr ist, eine der letzten zwei Partien im Herbst zu verpassen. Nun muss man auf das Ausbleiben der Gelbsucht und einer Gesundungswelle hoffen, damit der Österreicher-Anteil nicht noch mehr sinkt.

Noch keine Sperre beim Tabellenführer

Klingenbach. Jonas Ivancsits hat beim Sieg in Halbturn die vierte Gelbe Karte gesehen und ist somit auf der Liste der Gefährdeten, die noch ein Spiel in der Herbstsaison verpassen könnten. Der Innenverteidiger ist der einzige beim überraschenden Tabellenführer, der wegen einer Karte ein Spiel verpassen könnte. Insgesamt gibt es aber nur vier Vereine, die in dieser Saison noch keinen Gesperrten ersetzten mussten. Neben Klingenbach konkurrieren auch Lackenbach, Oberpullendorf und Eberau in der Fairplay-Wertung.

Mit zehn Spielern angetreten, 1:0 gewonnen

St. Margarethen.Große Personalnot herrschte beim Auswärtsspiel in Stuben. Nur zehn Mann konnten aufgeboten werden, weil einige junge Spieler die Herbstferien für einen Urlaub nutzten. Igor Bosnjak, der nach seiner Verletzung die letzten beiden Partien in der Reserve bestritt, konnte nicht spielen, weil die Wade zwickte. Tormann Matthias Böhm musste auf dem Feld spielen. Auch Markus Weixelbaum und Tobias Schindler mussten über 90 Minuten kicken und setzten sich danach auf die Ersatzbank bei der Kampfmannschaft. Dort saß auch Jonas Pascher, der das Reservetor rein gehalten hatte. Kurz vor der Pause gelang dem 18-jährigen Julian Graf aber der Siegestreffer.

Harter Cup-Fight blieb unbelohnt

Eberau. Eberau hat ein heißes Wochenende hinter sich: zunächst das Derby gegen Kohfidisch, dann das Oktoberfest in der Halle Eisenberg. Zu guter letzt empfing man am Montag auch noch den MSV im Cup und verkaufte sich teuer. Erst ein Gegentreffer in der 94. Minute bedeutete das 2:1 für die Gäste.

In der Liga soll es wieder besser laufen

Pinkafeld. Nach dem 0:7 im Cup gegen Oberwart will Pinkafeld in der Liga eine Reaktion zeigen. „Ergebnistechnisch war das Cup-Spiel natürlich schlecht, aber wir hatten coole Momente dabei“, so Trainer Benjamin Posch. Gegen Halbturn sollen die wieder in Punkte umgemünzt werden. „Wir wollen zuhause gewinnen.“

Ein Talent wurde gleich doppelt bestraft

Leithaprodersdorf. Gabriel Gottwald hatte in Kohfidisch in der Reserve die Rote Karte gesehen. Der 18-Jährige konnte daher am Freitag nicht in der Reserve gegen Neudorf spielen. Trainer Mario Santner wollte den Leithaprodersdorfer im BFV-Cup in Neudörfl einsetzen, doch das ging nicht. Sperren werden nicht für eine Anzahl von Spielen verhängt, sondern über einen Zeitraum. So wurde Gottwald nicht für ein Spiel gesperrt, sondern bis 26. Oktober. Weil der Verband die Cuprunde am Montag angesetzt hatte, musste das Talent gleich zwei Spiele pausieren. Marco Pöschl saß 90 Minuten auf der Bank, weil er wie Sebastian Dragschitz auf Schullandwoche war und daher beim Training gefehlt hat.

Jani fällt für die letzten drei Spiele aus

Kohfidisch. Kohfidisch muss in den letzten drei Partien der Hinrunde auf Matteo Jani verzichten. Der Torschütze vom Derby befindet sich schon in Italien, wo er ein Studium startet. „Ein Ausfall, der wehtut, wir haben das aber schon vor der Saison gewusst“, so der Sportliche Leiter Thomas Polzer.

Nicht nur 30, sondern 90 Minuten gut sein

Edelserpentin. Edelserpentin spielte gegen Sankt Margarethen eine richtig starke Anfangsphase und führte 2:0. Schlussendlich verlor man aber 2:5. „Wir müssen unser Level über 90 Minuten halten, nicht nur 30 Minuten lang“, fordert Trainer Michael Horvath vor dem Spiel in Klingenbach.

Auswärtsstärke soll den Antilauf beenden

Bad Sauerbrunn. Fünf Spiele, dreizehn Punkte - die Bad Sauerbrunner Auswärtsbilanz in dieser Saison ist top. Kein Team holte in der Fremde mehr Punkte. Jetzt geht die Reise für die Kurort-Kicker nach St. Margarethen, wo es in der Vergangenheit wenig zu holen gab. Nur in der Aufstiegssaison 2017/18 gelang ein Dreier in Form eines 3:1-Sieges. Seither gab es in sieben Spielen vier Niederlagen und drei Remis im Greabochstadion.

Zuerst war Frust, dann die Einsicht

Deutschkreutz. Trainer Mike Hartl nahm das jüngste Cup-Aus gegen Mühlgraben - insbesondere die Verletzung von Tobias Gager - auch als Anlass, ein bisschen Dampf abzulassen. Deutschkreutz hätte nämlich eigentlich an einem anderen Termin spielen wollen. Hinzu kommt, dass Schiedsrichter Claus Wisak eine Situation nicht abpfiff, die nicht hätte weiterlaufen dürfen. „Das war der Grund, wieso ihr Stürmer Tobi überhaupt erst umstoßen konnte.“ Gager verdrehte sich dabei das Knie und musste ausgewechselt werden. Der Youngster ist demnach fraglich für die Partie gegen Pama. „Die große Erkenntnis war allerdings, dass viele junge Spieler noch nicht das Niveau für die Landesliga haben. Insgesamt war das von uns gerade in Halbzeit eins zu wenig“, lag die Schuld des Ausscheidens dann aber doch bei einem selbst, wie Hartl erläutert.

Schwere Knochen vor den entscheidenden Wochen

Lackenbach. „Nach vierzehn Pflichtspielen ist das normal“, sagt Norbert Nemeth über die kleinen Wehwehchen, leichte Zerrungen und den generellen Zustand seiner Mannschaft. Lackenbach kann müde Beine derzeit aber nicht wirklich gebrauchen. Morgen geht es gegen Neudorf, eine Woche später wartet Kohfidisch vor heimischem Publikum.

Zwei wichtige Wochen, das weiß auch der Neo-Coach. „Es werden aber alle fit sein morgen“, will er sein Team für das absolute Sechs-Punkte-Spiel wieder auf Vordermann bringen.

Mike Hartl hatte keinen erfreulichen Staatsfeiertag - Deutschkreutz schied in Mühlgraben im Pokal aus.

Mike Hartl hatte keinen erfreulichen Staatsfeiertag - Deutschkreutz schied in Mühlgraben im Pokal aus.

© BVZ/Strodl

Alexander Groß musste gegen Bad Sauerbrunn mit einer Kopfverletzung ausgewechselt werden. Foto: BVZ/Strodl

Alexander Groß musste gegen Bad Sauerbrunn mit einer Kopfverletzung ausgewechselt werden. Foto: BVZ/Strodl

© BVZ/Strodl

Diesen Jubel will Thomas Pickl am Wochenende wieder auspacken. Nach dem 0:7 im Cup gegen Oberwart brennt Pinkafeld auf Wiedergutmachung und möchte im Duell mit dem Pinkafelder Halbturn-Trainer Peter Herglotz drei wichtige Punkte holen.

Diesen Jubel will Thomas Pickl am Wochenende wieder auspacken. Nach dem 0:7 im Cup gegen Oberwart brennt Pinkafeld auf Wiedergutmachung und möchte im Duell mit dem Pinkafelder Halbturn-Trainer Peter Herglotz drei wichtige Punkte holen.

© Lukas Köberl