Wer bleibt, wer geht?

Bürgermeisterwahl 2027

Der Countdown läuft: Im Herbst 2027 werden die Bürgermeister-Sessel neu besetzt. Viele Ortschefs im Neusiedler Bezirk planen eine neuerliche Kandidatur.

Wer bleibt, wer geht?

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Der Wahltermin für die nächsten Gemeinderatswahlen im Burgenland steht noch nicht fest, voraussichtlich wird der Urnengang Ende September, Anfang Oktober 2027 stattfinden. Einige Ortschefs im Neusiedler Bezirk sind amtsmüde geworden, die meisten wollen sich der Wiederwahl stellen.

So auch Elisabeth Böhm (SPÖ), sie ist seit 2017 Bürgermeisterin der Bezirkshauptstadt Neusiedl am See. Damals setzte sie sich in einer Stichwahl gegen ihren ÖVP-Kontrahenten durch. Sie strebt eine dritte Periode im Rathaus an, denn „es gibt noch große Projekte umzusetzen, etwa ein Kulturzentrum für Neusiedl am See.“

Auch die ÖVP wird in der Stadt voraussichtlich mit einer Frau an der Spitze in die Wahl gehen - mit Sabine Nyikos.

Jetzt wird gewechselt

Am 5. September 2026 begann eine zwölfmonatige Frist, während der Bürgermeisterwechsel ohne reguläre Neuwahlen möglich sind, gewählt wird lediglich im Gemeinderat. So eine Amtsübergabe wird es schon in wenigen Wochen in Nickelsdorf und Bruckneudorf geben. Gerhard Zapfl (SPÖ) ist seit 1996 Bürgermeister in der Grenzgemeinde. Er ist der längstdienende Ortschef im Bezirk. Er und sein Bruckneudorfer Parteikollege Gerhard Dreiszker treten noch in diesem Jahr ab. Die Nachfolger werden aufgrund der Mandatsverteilung im Gemeinderat aus den eigenen Reihen kommen. Wahrscheinlicher Nachfolger in Nickelsdorf ist Erich Weisz, in Bruckneudorf der amtierende Vizebürgermeister Gerold Eder.

Während Zapfl und Dreiszker ihren Rückzug schon vor vielen Monaten bekannt gegeben haben, ist Windens Bürgermeister Erwin Preiner (SPÖ) erst vor wenigen Tagen zu der Entscheidung gelangt, ebenfalls den Bürgermeistersessel zu räumen. „Fast 30 Jahre im Bürgermeisteramt sind genug“, sagt er gegenüber der BVZ. Vor allem private Gründe seien ausschlaggebend gewesen. Er wird im April zurücktreten.

Dann könnte mit der SPÖ-Mehrheit im Gemeinderat Thomas Heiny zum Windener Ortschef gewählt werden, lässt Preiner wissen. „Zuerst muss er aber noch in der Generalversammlung der SPÖ Winden am See als Bürgermeisterkandidat vorgeschlagen werden“, erklärt er das Prozedere.

Wer bleibt, wer geht?

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Aus der ÖVP melden zwei Bürgermeister ihre Rückzugspläne an. Josef Kolby, der seit 2007 in Mönchhof Ortschef ist, und Josef Tschida in Pamhagen. Als Kolbys Nachfolger wird Lukas Rapp kolportiert, in Pamhagen ist man noch auf der Suche nach einem ÖVP-Spitzenkandidaten für einen vorzeitigen Wechsel.

Ziemlich sicher wird sich auch Potzneusiedls Bürgermeister Franz Werdenich (ÖVP) 2027 nicht mehr der Wahl stellen. Der 60-Jährige ist seit 2010 im Amt.

16 von 27 wollen wieder antreten

Unentschlossen hinsichtlich ihrer Wiederkandidatur sind Heinrich Hareter (Weiden am See), Robert Kovacs (Gattendorf), Manfred Bugnyar (Pama), Willibald Goldenits (Tadten) und Ernst Oroszlan (Wallern).

Für 16 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Bezirk Neusiedl steht hingegen fest, dass sie wieder ins Rennen um das höchste Amt im Ort gehen werden.