Das Burgenland wird älter: Medizin soll „Oldies“ zu „Goldies“ machen

Ärztetag in Raiding

Die ältere Generation und das Motto „Oldies but Goldies“ standen beim Ärztetag symbolisch für medizinischen Fortschritt in den Spitälern und Ordinationen. Das Burgenland hat auch den höchsten Anteil an Über-65-Jährigen. Die Ärztekammer, Medizinerinnen und Mediziner aus allen Regionen diskutierten im Lisztzentrum in Raiding die Gesundheitsversorgung.

Das Burgenland wird älter: Medizin soll „Oldies“ zu „Goldies“ machen

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Seit Jahren gilt das Burgenland statistisch gesehen als „ältestes“ Bundesland Österreichs: 21,8 Prozent betrug der Bevölkerungsanteil der Generation 65-plus bei der letzten Zählung. Die meisten Über-65-Jährigen leben im Bezirk Neusiedl am See, gefolgt von den Bezirken Oberwart und Eisenstadt (siehe Grafiken unten). Das Ziel, alle medizinischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um ein langes, gesundes Leben zu gewährleitsne, war natürlich das zentrale Thema beim Burgenländischen Ärztetag.

Im Lisztzentrum Raiding versammelten sich im Namen der Ärztekammer mit Präsident Christian Toth und dem gesamten Team Kolleginnen und Kollegen aus dem ganzen Land. Die demografische Realität der Statistik soll für das Land aber keine Belastung sein, hielt Soziallandesrat Leonhard Schneemann in seiner Begrüßungsrede fest: Lebensqualität, wohnortnahe Gesundheitsversorgung und Pflege sollen Antworten geben.

Das Burgenland wird älter: Medizin soll „Oldies“ zu „Goldies“ machen

© Landesmedienservice, DANIEL FENZ

Dass „die steigende Lebenserwartung bei gleichzeitig wachsender Zahl altersbedingter Erkrankungen“ Herausforderungen mit sich bringt, wird im Landhaus wie in der Ärztekammer gesehen. Dem könne Politik, Gesundheitswesen und Gesellschaft „nur Hand in Hand begegnen“, hieß es.

Wer von Herausforderungen spricht, kommt am Stichwort „Ärztemangel“ nicht vorbei. Leerstehende Kassenordinationen sollen mit Förderungen und Bonus-Zahlungen an den Arzt oder an die Ärztin gebracht werden. Gezielt in den Nachwuchs investieren die Medizinstipendien des Landes - inklusive Verpflichtung, dem Burgenland nach der Ausbildung treu zu bleiben.

Ärzte-Ausbildung mit Spitzenplatz

Dazu passend hat die Österreichische Ärztekammer soeben die Ergebnisse ihrer groß angelegten Evaluierund der Turnusärzte veröffentlicht. Das Burgenland konnte dabei die Spitzenposition aus dem Vorjahr nicht nur halten, sondern noch ausbauen, freut sich Kammer-Präsident Christian Toth: „Die kontinuierliche Verbesserung unserer Bewertung beweist, dass sich unser konsequentes Arbeiten an der Qualität der Ausbildung auszahlt. Sowohl die Primarärztinnen und -ärzte und Lehrpraxis-Inhaber als auch die Fachärztinnen und Fachärzte, die täglich mit den jungen Medizinerinnen und Medizinern arbeiten, leisten hervorragende Arbeit.“

So alt ist das Burgenland - von Nord nach Süd

Das Burgenland wird älter: Medizin soll „Oldies“ zu „Goldies“ machen

© Quelle: Statistik Burgenland

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