Kinder gestalten Verabschiedungstücher für das Krankenhaus Kittsee
Allerheiligen
Die Jungschar Mönchhof hat im Rahmen ihrer „Allerheiligen-Jungscharstunde“ Verabschiedungstücher für das Krankenhaus Kittsee bemalt. Unterstützt wurde die Gruppe dabei von Diakon Friedrich Bohnenstingl, der derzeit einen Verabschiedungsraum für verstorbene Patientinnen und Patienten plant. Entstanden ist ein stilles, berührendes Projekt, das Kinder auf sensible Weise an das Thema Tod heranführt.
Die Kinder der Jungschar Mönchhof betätigten sich kreativ und gestalteten Verabschiedungstücher für das Krankenhaus Kittsee.
© Jungschar Mönchhof
Begegnung mit einem schweren Thema
Rund um Allerheiligen treffen sich die Kinder der Jungschar Mönchhof jedes Jahr am Friedhof, um sich mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen. „Wir besichtigen die Leichenhalle und versuchen, die Kinder in einfühlsamer Weise mit dem Thema Tod in Berührung zu bringen und ihren Fragen Raum zu geben“, erklärte Gruppenleiterin Marlene Hafner im Vorfeld. Das Treffen soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Trost spenden und Verständnis schaffen.
In diesem Jahr erhielt die Gruppe eine besondere Anfrage: Das Krankenhaus Kittsee und die Organisation „Letzte Hilfe“ baten die Kinder, Verabschiedungstücher für verstorbene Patientinnen und Patienten zu gestalten. Diese Tücher sollen künftig im Spital verwendet werden, um den letzten Abschied würdevoll zu gestalten.

© Jungschar Mönchhof
Ein Vormittag voller Symbolik und Hoffnung
Der Vormittag am Friedhof in Mönchhof stand ganz im Zeichen von Begegnung und Mitgefühl. Diakon Friedrich Bohnenstingl, der für die Seelsorge im Krankenhaus Kittsee zuständig ist, begleitete die Kinder an diesem Tag. „Er plant zur Zeit einen Verabschiedungsraum für verstorbene Patienten und einen ‚Letzte Hilfe-Koffer‘ für die einzelnen Abteilungen, die dem Personal und den Angehörigen ermöglichen, den Abschied einfühlsam zu gestalten“, berichtete Hafner nach der Veranstaltung.
Nach einer kurzen Einführung und Erklärung für die Kinder begannen diese, die Verabschiedungstücher mit hoffnungsvollen Bildern und Symbolen zu bemalen. Auch Kerzen wurden gestaltet und in Herzform auf dem Friedhof aufgestellt. Sie leuchten in den Tagen rund um Allerheiligen und Allerseelen für die Besucherinnen und Besucher – als sichtbares Zeichen des Gedenkens.
Gemeinsames Erinnern und Gestalten
Für die Jungscharleiterin war das Treffen ein eindrucksvolles Erlebnis: „Es war ein sehr schöner und berührender Vormittag.“ Durch das gemeinsame Gestalten der Tücher und Kerzen wurde nicht nur ein Beitrag für das Krankenhaus geleistet, sondern auch Raum für Gespräche, Fragen und Gefühle geschaffen.