ASO Oberwart: Aufstockung soll Engpass lösen

Allgemeine Sonderschule

Die Allgemeine Sonderschule Oberwart stößt an ihre Grenzen und die Situation verschärfte sich, als im Februar Kritik am Unterricht in einem Container aufkam. Die Gemeinde bastelt an einer Lösung und will das bestehende Gebäude aufstocken. Ein Statiker prüft die Möglichkeiten.

Dieser Teil der ASO wird, wenn möglich und zielführend, aufgestockt.

Dieser Teil der ASO wird, wenn möglich und zielführend, aufgestockt.

© Bertie Unger

An der ASO in Oberwart wird eine Klasse in einem Container unterrichtet. Das sorgte für Kritik, weil der Container eigentlich als Übergangslösung geplant war. Die Übersiedelung der Berufsschule nach Pinkafeld würde Platz für die Sonderschule schaffen. Aber weil sich die Entscheidung darüber schon seit Jahren zieht, plant die Stadt die Schule mit einem Holzbau zu erweitern. Amtsleiter Roland Poiger bestätigt, dass der Bereich zwischen der EMS und den Turnsälen aufgestockt werden soll. Und nach einem Treffen mit den Schulleitern wurde der nächste Schritt eingeleitet.

Mögliche Aufstockung wird derzeit geprüft

„Derzeit ist ein Statiker am Werk, der untersucht, ob eine Aufstockung möglich ist“, sagt Roland Poiger. „Wir wollen wissen, ob und wie viel. Wenn zwei Geschosse möglich sind, müssen wir ans Maximum gehen. Wir arbeiten am Gesamtkonzept“, betont der Amtsleiter.

Die Direktoren begrüßen das Vorhaben. In erster Linie wurde die Order ausgegeben, eine Prioritätenliste für ASO und EMS (Europäische Mittelschule) zu erstellen. Kommen zwei Stockwerke in Leichtbauweise, werden die zwei Klassen aus dem Container zu vier Klassen. Wenn der Campus fertig ist, kann auch hier etwas abgefedert werden. Doch das gilt nur für grünes Licht vom Statiker.

„Sollten wir vom Statiker ein No Go bekommen, dann müssen wir in eine zweite Rund gehen oder vielleicht sogar auf die grüne Wiese. Das Ergebnis wird in den nächsten zwei Wochen vorliegen. Vor Schulschluss wissen wir, was passiert“, verspricht Roland Poiger.

Klar bessere Position für die Gemeinde

Fakt ist, dass die Gemeinde durch die geplante Aufstockung unabhängiger von externen Entscheidungen wird. Das ermöglicht proaktives Handeln, weil man nicht auf die Entscheidung zur Berufsschule warten muss.

„Zur geplanten Aufstockung gibt es Ö-Normen“, sagt Bürgermeister Georg Rosner. „Wir müssen uns verschiedene Dinge ansehen. Ist ein zweites Geschoss möglich, braucht es einen Lift, ist es vielleicht besser, ebenerdig zu bleiben? Wir wissen, was wir wollen, wir wissen, welche Räumlichkeiten wir brauchen. Der Planer hat alle Ö-Normen, all das wird geprüft und dann sehen wir weiter“, betont Rosner. „Natürlich müssen wir nicht nur sehen, was jetzt vernünftiger ist. Das muss dann auch für die Bewirtschaftung passen“, so der Stadtchef, der sich auf den finanziellen Rahmen noch nicht zu 100 Prozent festlegen kann. „Das hängt natürlich damit zusammen, was bei der Prüfung rauskommt, aber wir sprechen da schon von 1,5 bis 2 Millionen Euro“, sagt Georg Rosner und bringt noch einen interessanten Aspekt ins Spiel. „Derzeit gehen rund 30 Prozent unserer Volksschüler weiter in die Mittelschule. Mit dem neuen Campus werden das 40 bis 50 Prozent sein. Dann brauchen wir sowieso auch Platz und dann können wir die Klassen dann auch für die EMS nutzen“.

Derzeit werden 40 Schüler:innen, die alle aus dem Sprengel ASO Oberwart kommen, in der Schule unterrichtet.

ASO Oberwart: Aufstockung soll Engpass lösen

© Georg Rosner