Neudörfler Künstlerin Verena Haider lädt zur „Galerie im Garten“

Verschoben auf 20. Juni

Vor fünf Jahren gewährte die Neudörfler Aquarellmalerin Verena Haider der BVZ bereits einen Einblick in ihre künstlerische Welt. Seither hat sich einiges verändert, ihrer künstlerischen Linie ist sie jedoch treu geblieben. Am Samstag, dem 20. Juni (von 13 bis 18 Uhr), lädt sie zur „Galerie im Garten“ und präsentiert dabei sowohl Bekanntes als auch Neues. Aufgrund der unklaren Wetterprognose wurde der Termin kurzfristig vom 13. auf den 20. Juni verlegt.

Ob in der Natur oder hoch über den Dächern der Stadt, Verena Haider sucht für ihre Malerei gerne besondere Orte auf. Dazu zählte auch das Dach des Kunsthistorischen Museums in Wien.

Ob in der Natur oder hoch über den Dächern der Stadt, Verena Haider sucht für ihre Malerei gerne besondere Orte auf. Dazu zählte auch das Dach des Kunsthistorischen Museums in Wien.

© zVg

Die Leidenschaft für die Malerei begleitet Verena Haider bereits seit ihrer Schulzeit. „So richtig intensiviert habe ich es dann in den 1990er-Jahren. Es gab keinen besonderen Anlass, das Bedürfnis war einfach immer da“, erzählt die Künstlerin. Heute blickt sie auf mehrere Jahrzehnte intensiver künstlerischer Arbeit zurück.

Obwohl sich ihr Stil im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat, ist sie ihren Grundsätzen treu geblieben. In den vergangenen Jahren widmete sie sich verstärkt thematischen Serien mit jeweils zehn bis fünfzehn Bildern. So entstanden unter anderem Werkreihen wie „Industrie in Neudörfl“, „Einst und jetzt“ oder „Musik“. „Wenn ich an einer Serie arbeite, wechseln sich intensive Malphasen mit Zeiten des Nachdenkens ab“, beschreibt sie ihren kreativen Prozess.

Nach wie vor bevorzugt Haider die Aquarellmalerei. Die Technik schätzt sie vor allem wegen ihrer Spontaneität. „Aquarell ist überall machbar. Am liebsten male ich direkt vor Ort und nicht im Atelier.“ Die Motive findet sie häufig in Architektur, Landschaften und Alltagsszenen.

Während sie früher zahlreiche Malreisen ins Ausland führten, konzentrieren sich ihre Ausflüge mittlerweile vor allem auf Österreich. Inspiration findet sie dabei weiterhin in Städten, Dörfern und besonderen Landschaften. Für ein Aquarell benötigt sie je nach Motiv zwischen zwei und fünf Stunden. Mit einem Schmunzeln ergänzt sie jedoch: „Es hat 65 Jahre gedauert, bis ich so zu malen gelernt habe.“

Auch im Bereich der Auftragsarbeiten war die Neudörflerin in den vergangenen Jahren aktiv. So entwarf sie unter anderem diverse Weinetiketten und Logos. Ein besonderer Höhepunkt ihrer jüngeren Laufbahn war die Gestaltung der Damenspende für den Jägerball 2024 in der Wiener Hofburg. Da das Burgenland die Schirmherrschaft übernommen hatte, erhielt Haider den Auftrag, die Fächer künstlerisch zu gestalten. Über diese Arbeit berichtete sogar eine Sonderausgabe des Magazins Falstaff. „Darauf bin ich schon ein bissel stolz“, sagt sie.

Konkrete Zukunftspläne hat die Künstlerin derzeit keine. „Ich lasse alles auf mich zukommen. Ich bin in der glücklichen Lage, nur noch Aufträge anzunehmen, die mir wirklich Spaß machen.“

Wer sich selbst ein Bild von ihrem Schaffen machen möchte, hat dazu am Samstag, dem 13. Juni, Gelegenheit. Beim Tag der offenen Ateliertür wird Verena Haider wieder zahlreiche Werke präsentieren. Dabei dürfen sich die Besucher nicht nur auf bekannte Motive freuen. „Ich versuche bei meinen Einladungen immer, etwas Neues zu bieten“, verrät sie – neben Erwartbarem auch Überraschendes, darunter zwei neue Aquarellbücher.

Auf Anfrage bietet Haider auch Malkurse für Erwachsene an und gestaltet regelmäßig Malnachmittage im Seniorenheim.