Villa Martini feiert 20-jähriges Bestehen
Am 31. Mai
Seit mittlerweile 20 Jahren ist die Villa Martini aus dem sozialen Leben der Stadt Mattersburg nicht mehr wegzudenken. Das Sozialzentrum, das im Jahr 2006 eröffnet wurde, vereint heute stationäre Pflege, Tagesbetreuung und betreutes Wohnen unter einem Dach beziehungsweise auf einem gemeinsamen Areal und feiert Ende Mai sein 20-jähriges Jubiläum.
Das aktuelle „Villa Martini“-Team. Am 31. Mai wird im engeren Kreise das 20-jährige Jubiläum der Einrichtung gefeiert.
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Die Villa Martini hat sich in diesen zwei Jahrzehnten sehr gut entwickelt und ist für viele Menschen zu einem wichtigen Lebensmittelpunkt geworden, betonen der langjährige Geschäftsführer und ehemalige Amtsleiter Karl Aufner und Manuela Adacker-Pöpperl, aktuell eine von zwei Geschäftsführern und zugleich Heimleitung im Gespräch.
Das Angebot der Villa Martini gliedert sich dabei in drei Bereiche: die stationäre Langzeitpflege mit 50 Pflegeplätzen, die Tagesbetreuung mit zwölf Plätzen sowie 17 Wohnungen im betreuten Wohnen. Während im Pflegeheim Menschen von Pflegestufe 4 bis 7 dauerhaft betreut werden, richtet sich die Tagesbetreuung an Personen, die noch zuhause leben können, aber soziale Kontakte, einen geregelten Tagesablauf und verschiedene Aktivitäten wie Seniorengymnastik oder Gedächtnistraining nutzen möchten, fasst Heimleiterin Adacker-Pöpperl die Struktur der Villa Martini zusammen. Beim betreuten Wohnen stehe wiederum die größtmögliche Selbstständigkeit der Bewohner im Mittelpunkt. Unterstützungsleistungen wie Pflege, Reinigung oder Verpflegung können bei Bedarf individuell in Anspruch genommen werden.
Überdurchschnittlich hoher Personalschlüssel, mehr als gesetzlich vorgegeben
„Wir versuchen, so viel Unterstützung wie nötig zu geben und gleichzeitig so viel Eigenständigkeit wie möglich zu erhalten“, erklärt Adacker-Pöpperl. Besonders wichtig seien dabei Individualität, Selbstbestimmung und eine würdevolle Betreuung. Das Haus arbeite zudem nach dem Prinzip der Bezugspflege, wodurch Bewohner feste Ansprechpartner im Pflegebereich haben.

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Ein wesentlicher Qualitätsfaktor sei laut Aufner und Adacker-Pöpperl auch der überdurchschnittlich hohe Personalschlüssel. „Wir beschäftigen seit Bestehen der Villa Martini mehr Personal, als gesetzlich vorgeschrieben wäre. Dadurch bleibt mehr Zeit für Gespräche, individuelle Betreuung und persönliche Zuwendung“, erklärt Aufner. Insgesamt beschäftigen die beiden Villa-Martini-Gesellschaften derzeit 49 Mitarbeiter – darunter 28 Pflegekräfte, sieben Reinigungskräfte, zwei Verwaltungsmitarbeiter sowie zwölf Küchenmitarbeiter.
Die Großküche der Villa Martini versorgt nämlich nicht nur Bewohner des Hauses, sondern täglich auch rund 350 Kinder in Schulen und Kindergärten in Mattersburg und Umgebung mit Mittagessen. Großer Wert wird auf eine bedarfsgerechte, ausgewogene und gesunde Ernährung gelegt, bei welcher bevorzugt regionale und biologische Lebensmittel zum Einsatz kommen. Zudem hat die Villa Martini im Oktober 2021 das Bio-Zertifikat erhalten und ist als Bio-Betriebsstätte in Mattersburg gelistet. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben wurde der Küchenbetrieb 2023 organisatorisch in eine eigene Gesellschaft ausgelagert.

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Begonnen hatte die Villa Martini ursprünglich mit 30 Pflegeplätzen. Im Jahr 2017 wurde das Haus durch eine Aufstockung erweitert und um weitere 20 Betten ergänzt. Der Bedarf sei weiterhin groß, berichten die Verantwortlichen. Das Pflegeheim ist derzeit vollständig ausgelastet, in der Tagesbetreuung sind noch zwei Plätze frei, im betreuten Wohnen eine Wohnung. Mittelfristig sei geplant, die 50 Betten in der stationären Betreuung auf 60 aufzustocken.
Bewohner sollen mitten im Leben bleiben
Auch die Lage mitten im Stadtzentrum sei bewusst gewählt worden. Errichtet wurde die Villa Martini auf dem Gelände einer ehemaligen Tischlerei. „Uns war wichtig, dass die Bewohner mitten im Leben bleiben und die Innenstadt fußläufig erreichen können“, erinnert sich Aufner. Der Name „Villa Martini“ geht übrigens auf die erste urkundliche Erwähnung Mattersburgs im Jahr 1202 zurück. Damals wurde der Ort als „Villa Martini“ – also „Dorf des Martin“ – bezeichnet.
Gefeiert wird das 20-jährige Bestehen am Sonntag, dem 31. Mai. Rund 250 Gäste werden erwartet, sagt Manuela Adacker-Pöpperl, darunter Bewohnerinnen und Bewohner samt Angehörigen, ehemalige und aktuelle Mitarbeiter, Kooperationspartner sowie Vertreter des damaligen und heutigen Gemeinderates. Geladene Ehrengäste sind zudem Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Landesrat Leonhard Schneemann, Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf und Bürgermeisterin Claudia Schlager.
Neben Festansprachen und Ehrungen langjähriger Mitarbeiter stehen auch eine Segnung durch den katholischen und evangelischen Pfarrer, musikalische Beiträge sowie ein gemütlicher Ausklang mit der Stadtkapelle und den „Drei Harmonierern“ am Programm.
Die Villa Martini ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadtgemeinde Mattersburg und wird traditionell nach dem Vier-Augen-Prinzip geführt. Während der jeweilige Gemeindeamtsleiter die Verbindung zur Politik bildet, übernimmt die Heimleitung zugleich die zweite Geschäftsführung. Karl Aufner war von November 2005 bis Juni 2025 Geschäftsführer der Einrichtung, seit April 2020 gehört Manuela Adacker-Pöpperl der Geschäftsführung an. Aktuell bildet sie gemeinsam mit Gemeindeamtsleiter Mag. Dominik Schmidt die Führungsspitze des Hauses.