In 18 Monaten: 97 neue Firmen dank Unternehmensgründer-Programm

AMS

Das AMS Burgenland präsentierte am Donnerstag mit dem sogenannten Unternehmens-Gründerprogramm eine interessante Möglichkeit, um aus der Arbeitslosigkeit hinauszukommen, und stellte vier Beispiele in Deutschkreutz vor den Vorhang.

Stellten das Programm vor und berichteten von ihren Erfahrungen. Ernst Karl Sonnleitner (Unternehmensberater), Alexandra Furthner, Janka Koen, Karin Steiner (stellvertrende AMS-Landesgeschäftsführerin), Heike Reinfeld und Lara Rosta.

Stellten das Programm vor und berichteten von ihren Erfahrungen. Ernst Karl Sonnleitner (Unternehmensberater), Alexandra Furthner, Janka Koen, Karin Steiner (stellvertrende AMS-Landesgeschäftsführerin), Heike Reinfeld und Lara Rosta.

© BVZ, Isabella Kuzmits

„Mit dem Unternehmens-Gründungsprogramm des AMS ermöglichen wir die Unterstützung arbeitsloser Personen bei der Realisierung ihrer Geschäftsidee. Gleichzeitig sichern wir durch Beratung den gelungenen Start ab. In den vergangenen 18 Monaten ist dies in 97 Fällen wieder wunderbar gelungen,“ freut sich die stellvertrende AMS-Landesgeschäftsführerin Karin Steiner über den Erfolg des AMS-Unternehmensgründungsprogramms und die vielen Firmen-Newcomer.

Unterstützt werden die Firmengründer von Ernst Karl Sonnleitner, von der Unternehmensberatung Prof. Sonnleitner GmbH. „Wir geben den Bewerbern Zeit und Raum, um sich auf ihre Unternehmensgründung gut vorzubereiten. Vorab wird von einer Reihe an Experten in einer Vorklärungsphase geprüft, ob die beruflichen Voraussetzungen für die Idee gegeben sind und ob die Idee überhaupt überlebensfähig und wirtschaftlich rentabel ist“, erklärt Sonnleitner.

Zu den weiteren Kriterien für die Aufnahme in das Unternehmens-Gründerprogramm gehören unter anderem die Absicht hauptberuflich tätig zu sein sowie drei Jahre zuvor nicht insolvent gewesen zu sein. Nach der Aufnahme ins Programm wird der Beratungsbedarf (Hilfe bei der Erstellung eines Businessplans oder eines Finanzierungsplans, Versicherungsfragen, etc.) ermittelt, um die richtigen Inputs geben zu können. Im Idealfall wird gemeinsam die Unternehmensidee realisiert.

Unterstützung für die Firmengründer gibt es aber nicht nur in fachlicher Form, das AMS gewährt zudem auch zwei Monate nach der Firmengründung eine Gründungsbeihilfe, damit der Start ins Berufsleben leichter fällt. Bei Bedarf wird außerdem auch eine Nachbetreuung (maximal 24 Monate nach der Firmengründung) geboten.

Erfolge in Zahlen

2023 und im ersten Halbjahr 2024 wurden 338 potenzielle Firmengründer und -gründerinnen ausführlich beraten. 104 von ihnen haben die Voraussetzungen erfüllt, um in das Gründungsprogramm aufgenommen zu werden. 97 von ihnen haben - quer durch alle Branchen - den nächsten Schritt gesetzt und sich ihren Traum von der eigenen Firma erfüllt.

Vier zufriedene Gründerinnen

Vier von ihnen wurden am Donnerstag im „Roosje’s“ Shop in Deutschkreutz vor den Vorhang geholt. Dieser gehört Heike Reinfeld, die im Vorjahr das Unternehmens-Gründerprogramm des AMS erfolgreich absolviert hat und nun neben Reitpädagogik und Kinderyoga auch ein eigenes Geschäft für Geschenkartikel, selbstgemachte Seifen, Grußkarten, personalisierte Artikel wie zum Beispiel Hausschuhbeutel für Schule und Kindergarten und vieles mehr betreibt.

Alexandra Furthner machte sich mit Hilfe des AMS mit Beginn diesen Jahres als Unternehmensberaterin selbstständig und hilft nun anderen Unternehmen dabei, ihr Marketing zu optimieren. Janka Koen führt seit rund einem Jahr visuelle Designprojekte durch und Lara Rosta hat sich als Tiersitterin und Hundetrainerin selbständig gemacht.

In einem Punkt zeigten sich die vier Gründerinnen einig: Ohne die Beratung und Unterstützung durch das AMS-Gründungsprogramm wäre ihr Einstieg in die Selbständigkeit hürdenreicher und komplizierter verlaufen.