Patient schlug Krankenpflegerin mit Infusionsständer
Angeklagt
Wegen eines Vorfalls im August 2024 im Krankenhaus Kittsee musste ein 58-jähriger Ungar zum Landesgericht Eisenstadt.
Der 58-jährige Angeklagte meinte: "Ich war außer Betrieb."
© BVZ/Kirchmeir
Am Dienstag, 17. März 2026, wartete er geduldig vor dem Verhandlungssaal 6 auf den Beginn des Prozesses. Der Ungar war in Österreich berufstätig gewesen, bis er wegen einer Erkrankung nicht mehr arbeiten konnte. Er spricht gut Deutsch und war bislang unbescholten: „Ich bin brav. Normal“, scherzte er.
Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann vor, am 28. August 2024 im Krankenhaus Kittsee eine Krankenpflegerin attackiert zu haben. „Er versuchte, ihr mit der Hand ins Gesicht zu schlagen und stieß mit dem Infussionsständer gegen ihre linke Schulter“, sagte der Staatsanwalt.
„Ich war außer Betrieb“, meinte der Angeklagte. „Ich hatte einen Filmriss, kann mich nicht daran erinnern.“
Es gäbe „keine logische Erklärung“ für sein aggressives Verhalten.
„Sie haben sich den Venenzugang herausgezogen, waren aggressiv u nd schlugen in Richtung der Krankenpflegerin“, hielt die Richterin dem Angeklagten vor.
„Ja, das muss stimmen“, übernahm dieser die Verantwortung für seinen Wutausbruch.
Eine Kollegin war der attackierten Krankenpflegerin damals zur Hilfe gekommen. Auch andere Mitarbeitende griffen ein und versuchten, die Situation zu beruhigen.
Der Ungar wurde zu drei Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Er nahm das Urteil an.