Mehr Unfälle mit Verletzten 2025 im Burgenland
Anstieg
Im Burgenland hat es im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg bei den Verkehrsunfällen mit Verletzten gegeben.
Mit 411 Fällen waren Unachtsamkeit und Ablenkung klar die häufigste Unfallursache (Symbolbild).
© Shutterstock/Dmitry Kalinovsky, Dmitry Kalinovsky
930 Unfälle endeten 2025 mit Personenschaden, 2024 waren es 858 - das entspricht einer Steigerung von rund zehn Prozent, erläuterte Andreas Stipsits, Leiter der Landesverkehrsabteilung, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Hauptunfallursache waren Unachtsamkeit und Ablenkung im Straßenverkehr.
Eine Steigerung gab es auch bei den Todesopfern: 2025 starben 19 Personen auf den burgenländischen Straßen, 2024 waren es 15. Die meisten davon waren Pkw-Insassen. Aber auch zwei Radfahrer und drei Fußgänger kamen im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen ums Leben, so Stipsits. Positiv hob er hervor, dass kein Motorradfahrer unter den Todesopfern war - hier hätten die verstärkten Kontrollen und Maßnahmen möglicherweise gefruchtet.
Mit 411 Fällen waren Unachtsamkeit und Ablenkung klar die häufigste Unfallursache, gefolgt von Vorrangverletzungen (123), Geschwindigkeitsüberschreitungen (118) und zu wenig Abstand (84). 73 Verkehrsunfälle waren auf Alkohol, Drogen oder Medikamente zurückzuführen. 1.452 Führerscheine und Mopedausweise wurden 2025 abgenommen (2024: 988). 13 Fahrzeuge von Rasern wurden vorübergehend beschlagnahmt.
Alkolenker wurden im vergangenen Jahr etwa gleich viele erwischt wie 2024, nämlich 928. Bei den Drogenlenkern gab es einen Anstieg von 158 auf 200, was Stipsits jedoch darauf zurückführt, dass Beamte im Erkennen von Symptomen geschult wurden. „Wir wollen, dass den Leuten in die Augen geschaut wird“, betonte er. Auffällig sei, dass Suchtgift auch bei den 31- bis 40-Jährigen ein Thema sei. „Die Annahme, dass nur die Jungen mit Suchtgift mit dem Auto fahren, stimmt so nicht mehr ganz.“
Als Ziel nannte Landespolizeidirektor Martin Huber in erster Linie die Senkung der Zahl der Verkehrsunfälle, insbesondere jener mit Personenschaden. Dafür werde man weiter bei Geschwindigkeit, Abstand, Alkohol und Drogen sowie Ablenkung und Unachtsamkeit ansetzen. Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) hob die Schwerverkehrs- und Geschwindigkeitskontrollen als wichtige Maßnahmen hervor. Gut angenommen werde auch das Warm-Up-Training für Motorradfahrer und das „Close To“-Präventionsprojekt, bei dem Personen, die einen Unfall verursacht haben, ihre Erfahrungen in Fahrschulen und Schulen teilen.