Wahl-Vorboten: Der Stimmzettel könnte dieses Mal größer werden

Antrittspläne Bund & Land

Mit Géza Molnár und Manfred Kölly könnten für die Landtagswahl 2025 zwei Ex-Blaue wieder zusammenfinden, neben den NEOS will vielleicht auch die Bierpartei im Burgenland mitmischen. Die kommenden Wochen entscheiden, wie bunt der Stimmzettel wirklich wird.

Wahl-Vorboten: Der Stimmzettel könnte dieses Mal größer werden

© APA / dpa / Sebastian Gollnow

Mit gleich zwei ehemaligen FPÖ-Klubchefs, die es nochmal wissen wollen, hat der Wahlkampf im Burgenland schon sein erstes Kuriosum, bevor er noch richtig begonnen hat: Géza Molnár, der 2021 aus der FPÖ ausgeschlossen wurde, tritt mit eigener Namensliste zur Landtagswahl 2025 an; Manfred Kölly (2006 bei den Freiheitlichen ausgeschlossen) hat Lust auf neue Wahlbündnisse.

Eine „gute Gesprächsbasis“ mit Molnár gebe es schon, sagt Kölly gegenüber der BVZ. Vergessen scheinen die Zeiten, in denen es gegenseitige Angriffe und sogar Klagsdrohungen gab. Da auch Molnár, der als parteifreier Einzelkämpfer nach wie vor im Landtag sitzt, angekündigt hat, den Sommer für Gespräche in alle Richtungen zu nutzen, bleibt es spannend: Finden die beiden Ex-Blauen zusammen, könnte das den Wahlkampf – und die FPÖ – durchaus ein wenig aufwirbeln.

Als amtierender Mandatar kann Molnár übrigens ohne Hürden zur Wahl antreten. Beim Sammeln von Unterstützungserklärungen ist Kölly wiederum ab sofort auf Bundesebene unterwegs: Denn er will für das Bündnis „Die Gelben“ auch zur Nationalratswahl antreten.

Weitere Parteien in den Startlöchern

Die Bundeswahl Ende September könnte mit der Bierpartei auch im Burgenland eine weitere Initiative beflügeln. In Eisenstadt und Parndorf hat Dominik Wlaznys „Reformbewegung“ schon Stammtische abgehalten, Mitte Juli folgt ein Termin in Jennersdorf. Ob daraus ein längerfristiger Plan im Land wird, ist noch nicht offiziell.

Mit dem Sammeln von Unterstützungserklärungen startet jetzt die KPÖ im Burgenland Burgenland, zuletzt war man noch zurückhaltend; im Gegensatz zu den NEOS, die in Bund und Land mit Landessprecher Christoph Schneider an der Spitze antreten.

Wie groß die Konkurrenz für SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grüne im Land wirklich wird, das zeigt sich allerspätestens bis zum November. Der Stichtag für die Abgabe der Wahlvorschläge richtet sich nach dem (noch nicht fixierten) Termin des Wahlsonntages, und das wird – wie im Jahr 2020 – voraussichtlich Ende Jänner sein.