Burgenland: Arbeitsweg und Jobsuche im Österreich-Vergleich

Arbeitswelt

Laut aktuellem Arbeitsmarkt-Kompass empfinden burgenländische Beschäftigte die Jobsuche als nicht ganz so leicht wie andere – dafür zeigen sie sich beim Pendeln besonders flexibel.

Burgenländische Arbeitskräfte sind bereit, auch weitere Wege in die Arbeit oder an den Ausbildungsplatz zurückzulegen.

Burgenländische Arbeitskräfte sind bereit, auch weitere Wege in die Arbeit oder an den Ausbildungsplatz zurückzulegen.

© Weingartner-Foto

Eine neue Erhebung zur Stimmung am österreichischen Arbeitsmarkt zeigt, wie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihren Joballtag erleben – auch im Burgenland. Die umfassende Untersuchung stammt vom Marktforschungsinstitut Marketagent in Kooperation mit Leitbetriebe Austria. Befragt wurden 902 Personen aus allen Bundesländern.

Jobsuche im Burgenland: nicht ganz einfach

Die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt wird in den Bundesländern unterschiedlich eingeschätzt. Im Burgenland empfinden 54 Prozent der Befragten die Jobsuche als sehr oder eher leicht. Damit liegt das Land im unteren Mittelfeld – gleichauf mit Oberösterreich und Niederösterreich, aber deutlich hinter Tirol (über 80 Prozent) oder Salzburg (über 70 Prozent).

Nur 5 Prozent der burgenländischen Befragten beurteilen die Jobsuche als „sehr leicht“ – der geringste Wert im gesamten Bundesländervergleich.

Burgenländer zeigen sich pendelfreudig

Wenn es um die Frage geht, wie weit der tägliche Arbeitsweg sein darf, zeigen sich die Burgenländer vergleichsweise offen. Mit einem durchschnittlich akzeptierten Arbeitsweg von 29,1 Kilometern liegt das Burgenland auf Platz zwei hinter Niederösterreich (30,1 km) – und deutlich über dem Österreich-Schnitt von 23,7 Kilometern. In Wien hingegen liegt der Wert bei nur 12,7 Kilometern – hier wird Nähe zum Arbeitsplatz offensichtlich höher bewertet.

Die Studie zeigt zusammenfassend: Die Beschäftigten im Burgenland sind bereit, für gute Arbeitsbedingungen auch weitere Wege auf sich zu nehmen. Gleichzeitig zeigt sich eine gewisse Unsicherheit bei der Einschätzung der Jobchancen – möglicherweise auch ein Spiegelbild der regionalen Wirtschaftsstruktur.

Die vollständige Studie liefert weitere Einblicke in Themen wie Jobzufriedenheit, Arbeitszeitwünsche oder Home-Office – abrufbar unter arbeitsmarktkompass.at.