FPÖ Burgenland hält Kritik an „Sekt-Causa“ aufrecht
195.000 Flaschen
Der burgenländische FPÖ-Klubobmann Norbert Hofer hält seine Kritik an der "Sekt-Causa" nach einer Anfragebeantwortung durch die Wirtschaftsagentur Burgenland Beteiligungs- und Finanzierungs GmbH weiterhin aufrecht. Das Land hatte 2023 195.000 Flaschen Rohsekt der A-Nobis Sektkellerei angekauft, um die Liquidität des später in die Insolvenz geschlitterten Unternehmens zu sichern.
Norbert Hofer hat kein Vertrauen in Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.
© Wolfgang Millendorfer
Laut der Anfragebeantwortung werden die 195.000 Flaschen Rohsekt samt Rüttelboxen in Parndorf gelagert, so Hofer in einer Aussendung am Mittwoch. 135.000 Euro Kapital sowie ein Haftungsrahmen von 400.000 Euro sind aus Mitteln der Wirtschaftsförderung gebunden. Zusätzlich bestehe eine Ausfallsbürgschaft des Landes sowie Sicherheiten in Form eines Pfandrechts am Warenlager. Sollte die Verwertung nicht ausreichen, übernehme die Raiffeisen Landesbank Burgenland vertraglich die Hälfte des allfälligen ungedeckten Restbetrags.
Der Rohsekt verliere bei kontrollierter Lagerung nicht an Qualität, hieß es, unterliege aber einem marktüblichen Preis- und Verwertungsrisiko. Laufende Lagerkosten und Umsatzzahlen aus angelaufenen Verkäufen wurden in der Anfragebeantwortung nicht bekannt gegeben. Hofer meinte, diese Informationen müssten nach dem Informationsfreiheitsgesetz übermittelt werden und kündigte an, dazu den Rechtsweg beschreiten zu wollen.