Regenbogen-Schutzweg in Neudörfl wurde fertiggestellt

Auf Pöttschingerstraße

Auf der Pöttschingerstraße beim Sportplatz wurde nun der neue Schutzweg in Regenbogenfarben fertiggestellt. Die Gemeinde investiert insgesamt rund 15.000 Euro in die Querung, etwa 1.000 Euro davon entfielen auf die farbige Gestaltung.

Der neue Regenbogenschutz auf der Neudörfler Pöttschingerstraße wurde angebracht.

Der neue Regenbogenschutz auf der Neudörfler Pöttschingerstraße wurde angebracht.

© facebook | Kinderfreunde Neudörfl

Die Errichtung des Schutzweges geht auf ein Gutachten des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) zurück, das die Gemeinde Neudörfl vor gut einem Jahr in Auftrag gegeben hatte. Darin wurde die Verkehrssituation im Bereich des Sportplatzes untersucht. Das Ergebnis: Das Verkehrsaufkommen auf der Pöttschingerstraße rechtfertigt die Errichtung eines Schutzweges.

Der Gemeinderat sprach sich anschließend bei der Gemeinderatssitzung im Juni mit großer parteiübergreifender Mehrheit für die Umsetzung in Regenbogenfarben aus. SPÖ, ÖVP und GRÜNE stimmten dafür, Gegenstimmen kamen von der FPÖ. Mittlerweile ist die farbige Bodenmarkierung angebracht und die Querung damit fertiggestellt.

Eine erste Wortmeldung zum neuen Schutzweg kam umgehend von den Kinderfreunden Neudörfl: „Wir als Kinderfreunde Neudörfl befürworten diesen neuen Schutzweg. Ein sicherer Fußgängerübergang ist fachlich gesehen eine essenzielle verkehrserzieherische Maßnahme: Er schafft Sichtbarkeit, bremst den Verkehr ab und sorgt dafür, dass unsere Kinder sicher und selbstständig unterwegs sein können – ob auf dem Weg zur Schule, zum Training oder beim Spielen. Bei der bunten Gestaltung sehen wir nicht eine reine politische Botschaft, sondern ein positives Zeichen in einer momentan sehr schwarz-grauen Welt. Der Regenbogen-Zebrastreifen steht für uns schlichtweg für Vielfalt, Lebensfreude und den Schutz unserer Kinder im Straßenraum.“

Eine starke Befürworterin des Schutzweges in Regenbogenfarben ist auch SPÖ-Gemeindevorständin Sabine Zenz. Sie gab während der Gemeinderatssitzung im Juni zu Protokoll: „Ich unterstütze ihn, weil ich überzeugt bin, dass eine Gemeinde auch Haltung zeigen darf. Für mich geht es dabei nicht um Ideologie, sondern um ein einfaches Zeichen: In Neudörfl soll jeder Mensch wissen, dass er willkommen ist und respektiert wird.“

FPÖ-Gemeinderat Robert Perger begrüßte während der Sitzung die Errichtung des Schutzweges ausdrücklich und betonte dessen Bedeutung für die Sicherheit der Bevölkerung, insbesondere der Kinder. Gleichzeitig kritisierte er die Regenbogengestaltung als ideologische Symbolpolitik. „Ein Zebrastreifen hat im Sinne der Straßenverkehrsordnung eine klare Funktion: Er muss maximale Aufmerksamkeit auf den Fußgänger lenken und nicht auf sich selbst.“ Farbenfrohe Bodenmarkierungen würden laut Verkehrsexperten das Risiko der Ablenkung bergen.