Windräder in Ostregion produzierten Strom für über 2,65 Mio. Haushalte

Ausbaupläne

Niederösterreich und Burgenland gelten mit ihren Windrädern als wichtige Säule der österreichischen Energiewende. Ende 2024 erzeugten 1.451 Windräder rund 16 Prozent des heimischen Stromverbrauchs, was dem Bedarf von etwa 2,65 Millionen Haushalten entspricht.

In Niederösterreich und dem Burgenland sollen heuer 62 zusätzliche Windkraftanlagen entstehen, die rund 889 GWh Strom erzeugen werden.

In Niederösterreich und dem Burgenland sollen heuer 62 zusätzliche Windkraftanlagen entstehen, die rund 889 GWh Strom erzeugen werden.

© APA/dpa/Jan Woitas, Jan Woitas

Die Windkraftbranche in Österreich plant Großes: In den nächsten drei Jahren sollen Projekte mit einem Investitionsvolumen von mehr als 3 Milliarden Euro umgesetzt werden. Diese neuen Anlagen könnten jährlich über 8.000 GWh Strom produzieren – das entspricht der Hälfte der Windkraftleistung, die in den letzten 25 Jahren in Österreich aufgebaut wurde.

Florian Maringer, Geschäftsführer der IG Windkraft, erklärt dazu in einer Presseaussendung: „Über die nächsten 3 Jahre hat Österreichs Windbranche Projekte mit einer Erzeugungsleistung von mehr als 2.000 MW im Köcher."

Windkraft als Treibstoff für die Industrie

Die geplanten Windkraftanlagen könnten einen erheblichen Beitrag zur Energieversorgung der österreichischen Industrie leisten. Josef Plank, Obmann der IG Windkraft, unterstreicht die Dringlichkeit: „Die nächste Bundesregierung hat die Verantwortung, in einem entscheidenden Moment dafür zu sorgen, dass Österreich auch künftig mit leistbarem und sicherem Strom versorgt wird."

Mit dem geplanten Ausbau könnte die Stahlproduktion um 50 Prozent gesteigert werden. Zudem wäre es möglich, den Gesamtenergieverbrauch von Industriestandorten wie Infineon-Villach zu decken. Darüber hinaus könnte 40 Prozent des Stromverbrauchs der Chemieindustrie oder 160 Prozent des ÖBB-Bedarfs erreicht werden.

Wirtschaftlicher Faktor Windkraft

Die Windkraftbranche ist nicht nur ein wichtiger Energielieferant, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Rund 7.900 Arbeitsplätze hängen in Österreich direkt an der Windkraftbranche. Im Jahr 2023 erwirtschaftete die Branche einen Gesamtumsatz von 1,74 Milliarden Euro.

Für das laufende Jahr 2025 sind weitere Ausbauten geplant. In Niederösterreich und dem Burgenland sollen 62 zusätzliche Windkraftanlagen entstehen, die rund 889 GWh Strom erzeugen werden.

Florian Maringer sieht die Branche für die Zukunft gut aufgestellt: „Um dem Standort Österreich, den Industrieunternehmen und Arbeitsplätzen eine Zukunft zu ermöglichen, muss die neue Bundesregierung nur noch die Schleusen der Pipeline öffnen."

Die Windkraft könnte eine Schlüsselrolle bei der Sicherung des Wirtschaftsstandorts Österreich und der Erreichung der Klimaziele spielen. Es liege nun an der Politik, die notwendigen Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau zu schaffen, heißt es seitens der IG Windkraft.