VCÖ-Jubiläumspreis regt zu neuen Ideen an – und alle können mitmachen
Ausschreibung bis 29. Mai
Gemeinden, Schulen, Vereine und Unternehmen sind von Land und Verkehrsclub zur Teilnahme am 20. Mobilitätspreis eingeladen: „Mobilität nachhaltig verbessern“, lautet das Motto. Zum runden Geburtstag des Preises lohnt sich auch der Rückblick.
Einladung zum Mitmachen. VCÖ-Sprecher Christian Gratzer, Postbus-Regionalmanager Horst Schauerte und Landesrat Heinrich Dorner (v.l.).
© Landesmedienservice
Die CO2-Reduktion ist der wichtigste Antrieb, doch bei der nachhaltigen Mobilität geht’s auch um die Finanzen: Energiesparende Konzepte helfen Unternehmen wie Gemeinden weiter, Vereine wie Schulen können sich innovativ beteiligen – der VCÖ-Mobilitätspreis ist gewiss ein Ansporn, im Burgenland seit nunmehr 20 Jahren.
Zusammen mit Landesrat Heinrich Dorner rief der Verkehrsclub Österreich jetzt wieder zur Teilnahme auf: Heuer sind Betriebe und Startups, Kommunen, Schulen und Hochschulen, Tourismusregionen, Wohnbauträger und Vereine aufgerufen, ihre Projekte einzureichen. Abgezielt wird auf nichts weniger als auf die „bessere, effizientere und umweltverträgliche Mobilität der Zukunft“. Einreichfrist ist der 29. Mai, Unterlagen und Informationen gibt es unter www.vcoe.at
Was braucht der Verkehr 2024?
Der 20er ist auch eine gute Gelegenheit zur Bilanz, und die fällt laut Land und VCÖ beachtlich aus: mehr als 280 Projekte wurden seit Beginn im Burgenland eingereicht, 35 davon wurden ausgezeichnet. Unter den Preisträgern befanden sich zwölf Unternehmen, elf Gemeinden und Städte, sieben Schulen und fünf Vereine.
„Das 20-Jahre-Jubiläum des VCÖ-Mobilitätspreises Burgenland und vor allem die Sieger der letzten Jahre spiegeln wider, welche Schwerpunkte das Land im Bereich der Mobilität setzt“, bilanziert Dorner aus Sicht der Landespolitik. Besonders wird hier natürlich auf die Gesamtverkehrsstrategie und die neuen Verbindungen und Landesbusse hingewiesen.
Und: Mit Investitionen in der Höhe von 25 Millionen Euro in fünf Jahren will das Burgenland in Sachen Infrastruktur sowohl im touristischen, als auch im Alltagsbereich zum „Radland Nummer 1“ werden. „Diese und weitere Maßnahmen treiben die Mobilitätswende zügig voran", erklärt Dorner. Weiters sollen die Ortskerne mit verkehrsberuhigten Zonen belebt werden; Fußwege und Elektromobilität sind zusätzliche Stichwörter. Bis 2030 will das Burgenland den höchsten Anteil an E-Autos erzielen.
Umdenken hilft – auch im Alltag
„Nachhaltige Mobilität bringt viele Vorteile“, unterstrich VCÖ-Sprecher Christian Gratzer bei der Präsentation der heurigen Ausschreibung, „Staus, Verkehrslärm und Energieverbrauch werden reduziert, nachhaltige Mobilität verbessert die Luftqualität und die Lebensqualität der Bevölkerung.“ Alles in allem verringern mehr öffentliche Verkehrsverbindungen und eine gute Rad-Infrastruktur laut Gratzer zudem die Kosten – und zwar für Einzelne wie die Gesellschaft insgesamt.
Eine im Vorjahr durchgeführte Mobilitätsbefragung hat gezeigt, dass 45 Prozent der burgenländischen Bevölkerung in den vergangenen Jahren ihr Mobilitätsverhalten verändert haben. Jede fünfte Person fährt weniger Auto, jede achte nutzt häufiger öffentliche Verkehrsmittel und jeweils jede zwölfte Person fährt häufiger Rad beziehungsweise geht mehr zu Fuß.
An Bord ist auch der Postbus, bei der Pressekonferenz vertreten durch Regionalmanager Horst Schauerte: „Seit mehr als 100 Jahren ist der Postbus im und für das Burgenland tätig und will das auch weiterhin sein“, unterstreicht er die Unterstützung. „Wir freuen uns auf zahlreiche Ideen und Projekte!“
Der VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Burgenland und den ÖBB durchgeführt und von der Burgenland Energie unterstützt. Infos online und auch telefonisch beim VCÖ unter der Nummer 01 893 26 97.