Goldene Medaille für 40 Jahre Treue bei Auto Kneisz in Oberpullendorf

Außergewöhnliche Ehrung

Vier Jahrzehnte im selben Betrieb sind in der heutigen Arbeitswelt eine absolute Seltenheit. Bei Auto Kneisz in Oberpullendorf wurde nun ein solches Ausnahmejubiläum gebührend gefeiert: Karosseriebauer-Meister Franz Winhofer blickt auf 40 erfolgreiche Jahre im Unternehmen zurück. Für diese außerordentliche Firmentreue wurde er sowohl vom Betrieb als auch von der Wirtschaftskammer hoch geehrt.

Hohe Auszeichnung für 40 Jahre Loyalität. Wirtschaftskammer Burgenland Regionalstellenleiter-Oberpullendorf Freddy Fellinger, Wirtschaftskammer Burgenland Regionalstellenobfrau-Oberpullendorf Martina Mohapp, Jubilar Franz Winhofer, Helga Kneisz mit Gatten und Auto Kneisz-Geschäftsführer Stefan Kneisz (v. l.) bei der feierlichen Übergabe der goldenen Mitarbeitermedaille.

Hohe Auszeichnung für 40 Jahre Loyalität. Wirtschaftskammer Burgenland Regionalstellenleiter-Oberpullendorf Freddy Fellinger, Wirtschaftskammer Burgenland Regionalstellenobfrau-Oberpullendorf Martina Mohapp, Jubilar Franz Winhofer, Helga Kneisz mit Gatten und Auto Kneisz-Geschäftsführer Stefan Kneisz (v. l.) bei der feierlichen Übergabe der goldenen Mitarbeitermedaille.

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Der gemeinsame Weg begann am 27. Juli 1986, als der Unterrabnitzer Franz Winhofer seine Lehre als Karosseriebauer im Betrieb antrat. Geprägt wurde die Anfangszeit von der strengen Erziehung des Firmengründers. „Die Prämisse unseres Vaters war damals: Alles, was dich nicht umbringt, macht dich nur härter“, erinnert sich Geschäftsführer Stefan Kneisz. Aus dieser Ära sind Stefan Kneisz und Franz Winhofer heute die einzigen Verbliebenen im Betrieb. „Ich kann mich gar nicht erinnern, dass wir in unserer Firmengeschichte schon einmal ein 40-jähriges Jubiläum gehabt haben. Wir haben uns in all den Jahren immer gut verstanden und ich möchte mich einfach ganz herzlich bei dir bedanken“, betonte Kneisz sichtlich stolz.

Dabei stand der Beginn der Zusammenarbeit unter keinem guten Stern. Stefan Kneisz, damals frischgebackener Spenglermeister, bekam den jungen Franz als Lehrling zugeteilt. Doch kurz darauf folgte der Schock: Der Lehrling stürzte schwer mit dem Fahrrad. Im Betrieb fragte man sich besorgt, wie es weitergehen soll. Doch Franz Winhofer bewies Kämpferherz, überstand den Unfall gut und kehrte voll motiviert in die Spenglerei zurück.

Als Stefan Kneisz im Jahr 1991 überraschend die Firmenleitung übernahm, folgte die nächste Bewährungsprobe. Winhofer übernahm ohne Zögern die bisherigen Aufgaben seines Meisters. Er sagte weder Ja noch Nein, sondern packte einfach an. „Das war für mich damals eine enorme Erleichterung. Ich wusste von der ersten Sekunde an, dass ich mich auf Franz blind verlassen kann“, so Kneisz. In den folgenden Jahren absolvierte Winhofer die Meisterprüfung, zeichnete sich stets durch extreme Genauigkeit aus und führt heute als Verantwortlicher erfolgreich die Werkstatt.

Zu diesem besonderen Anlass stellte sich auch die Wirtschaftskammer Oberpullendorf als Gratulant ein. Regionalstellenobfrau Martina Mohapp sparte nicht mit lobenden Worten für diesen ganz besonderen Tag: „So eine Ehrung gibt es wirklich nicht oft. Was hier passiert ist, ist ein sehr langer Werdegang und etwas außergewöhnliches. Es zeichnet die Firma und das Miteinander aus – man ist hier miteinander gewachsen. Es ist sehr schön, dass Sie noch immer dabei sind.“

Als Zeichen der Anerkennung überreichte Mohapp ein Präsent sowie die goldene Mitarbeitermedaille der Wirtschaftskammer für 40 Jahre Treue und verdienstvolle Mitarbeit – eine Auszeichnung, die nur ganz selten verliehen wird.

Der sichtlich gerührte Jubilar Franz Winhofer blickte in seiner Dankesrede ebenfalls auf die vergangenen Jahrzehnte zurück: „1986 – das ist fast ein halbes Menschenleben und das in einem einzigen Betrieb. Ich gehe heute noch mit derselben Freude in die Arbeit wie am ersten Tag und fühle mich hier wirklich sehr wohl.“ Den Grund für die jahrzehntelange Loyalität brachte der Karosseriermeister auf den Punkt: „Das geht nur, wenn man den besten Chef und die beste Chefin hat, die man sich wünschen kann. Ich hoffe, dass wir die nächsten Jahre genauso erfolgreich weiterarbeiten können wie bisher.“