Das sind die Theodor Kery-Preisträger 2025
Auszeichnung
Seit fast fünf Jahrzehnten fördert die Burgenland-Stiftung Theodor Kery zukunftsweisende Ideen, ehrenamtliches Engagement und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Bei der diesjährigen Preisverleihung wurden Anfang Juni insgesamt 17.000 Euro an neun Projekte und vier Persönlichkeiten vergeben – als Anerkennung für besondere Leistungen im Sinne des früheren Landeshauptmanns Theodor Kery.
Das sind die Theodor Kery-Preisträger 2025.
© zVg
„Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger stehen für die Vielfalt und den Gestaltungswillen, die das Burgenland so lebenswert machen“, betonte Landesrat Leonhard Schneemann bei der feierlichen Verleihung. Stiftungsvorsitzender Michael Gerbavsits unterstrich: „Es braucht nicht immer große Organisationen – oft reicht Mut, Kreativität und Zusammenhalt, um etwas zu bewegen.“
Seit ihrer Gründung hat die Stiftung rund 2,8 Millionen Euro an Anerkennungs-, Förder- und Unterstützungspreisen vergeben.
Naturschutz, Technik und Literatur im Fokus
Im Bereich Klimaschutz und Biodiversität wurde das Projekt des Vereins Naturpark Rosalia-Kogelberg ausgezeichnet. Der jüngste Naturpark des Landes bewirtschaftet rund 35 Hektar artenreicher Streuobstwiesen nach höchsten ökologischen Standards. Damit wird ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft und ihrer Artenvielfalt geleistet – trotz Herausforderungen durch Klimawandel und Handarbeit. Auch bundesweit fand das Engagement Anerkennung: Der Naturpark wurde kürzlich zum „Naturpark des Jahres 2025“ gekürt.
Innovative Wege in der Landwirtschaft beschreitet Markus Schindler mit dem Projekt „KI für die Landwirtschaft im Seewinkel“. Gemeinsam mit seinem Team bei Forschung Burgenland entwickelt er intelligente Prognosetools, die Landwirten helfen sollen, Wasser effizienter einzusetzen und die Umwelt zu schützen. Ziel ist eine an den Klimawandel angepasste, nachhaltige Landwirtschaft.
Eine Prise Anarchie und Impulse für die Sozialpolitik
Im literarischen Bereich überzeugte Elisabeth Lexer mit ihrem Romanprojekt „Bakunins Töchter“. Die Germanistin aus dem Südburgenland erzählt von der Gründung einer Frauenkommune im Grenzland – ein vielschichtiges Panorama zwischen Aufbruch, Widerstand und geplatzten Utopien. Mit satirischem Feinsinn, erzählerischer Dichte und klarem feministischen Blick setzt sie gesellschaftspolitische Akzente.
Lukas Lehner beleuchtet in seiner sozialwissenschaftlichen Arbeit die Sichtweise arbeitsloser Menschen. In seiner repräsentativen Studie fragt er nach deren Bewertung von Maßnahmen wie Jobgarantie oder Grundeinkommen. Die Ergebnisse liefern wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Sozialsystems – auch mit Blick auf das Burgenland.
Auszeichnung für journalistisches Lebenswerk
Mit dem Medienpreis 2025 wurde Peter Resetarits ausgezeichnet. Der langjährige ORF-Journalist steht für Unabhängigkeit, Integrität und ein unermüdliches Eintreten für soziale Gerechtigkeit. Durch seine Arbeit – etwa als „Bürgeranwalt“ – ist er für viele Menschen zu einer moralischen Instanz geworden. Die Stiftung würdigt mit der Auszeichnung sein Lebenswerk.
Alle Theodor Kery-Preisträger
- Darstellende Kunst: Helmut Hödl (Eisenstadt)
- Geisteswissenschaft: Herbert Brettl (Neusiedl/See)
- Klimaschutz und Nachhaltigkeit: Verein Naturpark Rosalia-Kogelberg (Mattersburg)
- Literatur: Elisabeth Lexer (Güssing)
- Naturwissenschaft: Markus Schindler (Mattersburg)
- Pflege und Soziales: Caritas Burgenland (Eisenstadt)
- Pflege und Soziales: Samariterbund Burgenland (Eisenstadt)
- Sport: Erster Pétanque Verein Burgenland (Neusiedl/See)
- Wirtschafts- und Sozialwissenschaft: Lukas Lehner (Mattersburg)
- Fred Sinowatz Bildungspreis: Christine Teuschler (Oberwart)
- Europapreis: Georg Schachinger (Mattersburg)
- Medienpreis: Peter Resetarits (Güssing)
- Medienpreis: Eugen Horvath (Güssing)
- Wirtschaftspreis: Josef Puchas (Güssing)