91:62! Gunners spielten Dragonz in der zweiten Halbzeit an die Wand
Basketball
Zur Pause war das Burgenland-Derby in der Basketball Superliga am Sonntagabend noch ausgeglichen. Doch dann blies der Favorit zum Angriff, am Ende siegten die Oberwart Gunners mit 91:62 gegen Eisenstadt. Auf der Bank „vertrat“ Roy Dorlejin Horst Leitner.
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Die Rollenverteilung im Vorfeld des Burgenland-Derbys in der Basketball Superliga zwischen Oberwart und Eisenstadt war klar. Die Hausherren gingen als klarer Favorit ins Spiel, sieben Siege aus acht Spielen sprachen Bände. Auf der Gegenseite stand Eisenstadt noch ohne Punkt da. Headcoach Felix Jambor und Assistant Coach Edgar Nubiola fanden in der Kabine aber offenbar die passenden Worte, die Dragonz präsentierten sich alles andere als unterlegen und fanden gut ins Spiel. In der ersten Halbzeit raubte der Underdog den Gunners die Nerven, lag zwischenzeitlich sogar mit 36:31 in Führung. Doch noch vor Wiederanpfiff kratzte Oberwart die Kurve, wie es Headcoach Horst Leitner gleich nach dem Spiel gegenüber der BVZausdrückte. Damit gelang auch die „Revanche“ im Ergebnis, mit einem 43:42 ging es in die Katakomben.
Und aus denen kam Oberwart im Grunde genommen wie ausgewechselt. Ab dem Beginn der zweiten Halbzeit spielten die Südburgenländer die Gäste aus Eisenstadt regelrecht an die Wand, offensiv gelang Punkt für Punkt und defensiv stand man sehr stabil. Damit war die Partie schon nach dem dritten Viertel (25:6) entschieden, im letzten Abschnitt legten die Gunners noch einmal drauf und entschieden auch diesen für sich.
Oberwart-Halbzeitansprache zeigte Wirkung
Headcoach Leitner strahlte nach dem 91:62-Heimsieg: „Die erste Halbzeit war schlampig, aber die zweite Halbzeit war herausragend - charakterlich wie basketballerisch. Das war schon sehr, sehr gut. Wir haben den Burschen in der Pause gesagt, dass wir zu reaktiv spielen. Wir müssen uns mehr vertrauen, die Dinge selber regeln. Und das hat im zweiten Durchgang perfekt funktioniert.“
Leitner selbst trat im Derby einen Schritt kürzer, der Headcoach war zwar anwesend und auf der Bank, übergab die Hauptverantwortung aber diesmal an seinen Assistenten Roy Dorleijn. „Wir wollten sehen, wie er sich in dieser Situation tut. Eine meiner Ideen ist, dass Roy mein Nachfolger als Headcoach werden könnte. Wir werden weitermachen wie bisher, aber uns definitiv mit diesem Thema auseinandersetzen.“ Die Feuertaufe bestand Dorleijn einwandfrei, wie auch Leitner meinte: „Er hat sich gut geschlagen, das Ergebnis sagt alles.“