Erster Pannonia Cup geht an die Oberwart Gunners

Basketball

Die Oberwart Gunners setzten sich im Finale des neu ins Leben gerufenen Pannonia Cups gegen die Gastgeber, die Eisenstadt Dragonz, durch. Im Spiel um Platz drei deklassierten treffsichere Mattersburg Rocks die Güssing Blackbirds.

Lukas Hahn (l.) und die Gastgeber der Eisenstadt Dragonz mussten sich den Oberwart Gunners mit Larry Wise (r.) im Finale geschlagen geben.

Lukas Hahn (l.) und die Gastgeber der Eisenstadt Dragonz mussten sich den Oberwart Gunners mit Larry Wise (r.) im Finale geschlagen geben.

© Wagentristl

Am Freitag und Samstag bekamen die burgenländischen Basketballfans einen Vorgeschmack auf den bevorstehenden Saisonstart. Beim Pannonia Cup matchten sich alle vier burgenländischen Top-Clubs – Gastgeber Eisenstadt Dragonz und die Oberwart Gunners aus der Superliga sowie die Mattersburg Rocks und die Güssing Blackbirds aus der Zweiten Liga.

Klare Verhältnisse an Tag eins

Am Freitag spielten jeweils ein Superliga-Team gegen ein Team aus der Zweiten Bundesliga. Zu Überraschungen kam es dabei nicht. Zum Auftakt setzten sich die Gunners gegen die Rocks durch. Der Klassenunterschied war dabei klar spürbar, Oberwart dominierte nach Belieben, auch wenn Mattersburg solide Gegenwehr leistete. Am Schluss stand ein ungefährdeter 95:65-Sieg für die Favoriten aus dem Süden am Scoreboard.

Knapper ging es zwischen Eisenstadt und Güssing zur Sache – wenn auch nur in der ersten Hälfte. Die Gastgeber setzten auf Rotation fast im Minutentakt, jeder anwesende Drache durfte ans Werk. Nico Kerschbaum, Tobias Demattio und Fabio Kasteiner feierten ihr Debüt im Superliga-Team. Im dritten Viertel ließ Dragonz-Coach Edgar Nubiola erstmals die voraussichtliche Starting Five auflaufen. Aus einer knappen Führung zur Halbzeit wurde rasch ein 20-Punkte-Vorsprung, der bis zum Buzzer auf 88:64 anwuchs.

Rocks deklassierten Blackbirds

Etwas überraschend lieferte den höchsten Punkteunterschied des Wochenendes das Duell der Zweitligisten. Mattersburg traf insbesondere im dritten Viertel quasi jeden Wurf und mehr Dreier als Güssing insgesamt. Auch wenn Kapitän Bernhard Koch seine Kollegen bediente wie ein guter Kellner, war gegen überragend werfende Rocks für die Blackbirds nichts zu holen. Endstand 107:56. Mattersburg schaffte es damit beim ersten Pannonia Cup am Stockerl.

Oberwart behauptete Favoritenrolle

Den Höhepunkt fand das neue Turnier dann beim Derby zwischen Eisenstadt und Oberwart. Im fast vollen Allsportzentrum bekamen die Fans österreichischen Spitzenbasketball zu sehen, spektakuläre Dunks, hitzige Diskussionen und Technical Fouls für beide Coaches inklusive. Für Horst Leitner schon nach 1:39 Minuten. Oberwart wirkte wie das eingespieltere Team. Die Defensive der Gunners stand, typisch südburgenländisch, felsenfest. Zur Halbzeit lag Oberwart mit 43:34 in Führung und legte im dritten Viertel noch zu.

Gegen Schluss hatten beide Teams akute Probleme mit ihren Fouls, gleich drei Spieler mussten vorzeitig auf die Bank. Zwar reduzierten die Drachen den Rückstand kurz vor Schluss wieder auf bis zu neun Punkte, wirklich zittern mussten die Gunners aber nicht mehr. Der Favoritensieg war nicht mehr abzuwenden, zum Schluss durfte nochmals die junge Garde ran. Oberwart kürte sich mit 89:79 zum ersten Pannonia Cup-Sieger.

Ausrufezeichen des burgenländischen Basketball-Sports

Was bleibt ist ein erfolgreicher Auftakt für den neuen Cup, der sich wohl als Fixpunkt im Kalender etablieren wird. Die Standortbestimmung unter freundschaftlichen, aber dennoch Wettkampfbedingungen kam bei allen Teams gut an und auch den Fans schien die Einstimmung auf die Saison gefallen zu haben, gemessen an der Lautstärke beim Finale. So viel lässt sich wohl auch ohne Lokalpatriotismus sagen: Ein höheres Niveau bei einem landesinternen Cup gibt es in Österreich kein zweites Mal.

Stimmen und Sprüche

Es ist großartig, dass es so ein Turnier im Burgenland gibt. Warum in die Ferne schweifen, wenn es hier mit vier Bundesliga-Clubs so eine Qualität gibt? Es fühlt sich super an, solche Preseason-Matches zu spielen. So eine Stimmung habe ich seit den Testspielen gegen die Güssing Knights* nicht mehr erlebt.“ Horst Leitner, Headcoach der Oberwart Gunners, über den Pannonia Cup.

*Die Güssing Knights wurden 2014 und 2015 Meister. In der darauffolgenden Saison schlitterte ein Güssinger Unternehmen, an dem der Verein beteiligt war, in Konkurs. Daraufhin wurde den Güssing Knights die Liga-Lizenz entzogen und der Spielbetrieb eingestellt.

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Jedes Team sieht das als Training. Am Ende des Tages entscheidet hier, wer gerade die bessere Tagesform hat. Das sagt wenig aus. Horst Leitner, Headcoach der Oberwart Gunners, bleibt wie immer auch nach Erfolgen am Boden.

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Die Zweitligisten haben solide mit den Superliga-Teams mithalten können und die ligainternen Matches waren auf hohem Niveau. Ich glaube, es war ein gelungenes Event, das zur Tradition werden könnte. Das spricht für den burgenländischen Basketball. Roland Knor, General Manager der Eisenstadt Dragonz, über den Pannonia Cup.

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Gratulation an Oberwart. Sie haben stark gespielt, wir sind dagegen noch nicht dort, wo wir hinwollen. Wir brauchen mehr von allen Spielern, mehr Fokus in der Offensive. Mit dem Kader sind wir sehr zufrieden, aber wir müssen weiter an der Team-Identität arbeiten. Edgar Nubiola, Headcoach der Eisenstadt Dragonz.

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Sehr cool organisiertes Team, hat mich sehr gefreut. Schön, dass hier alle burgenländischen Top-Vereine dabei sind. Sebastian Käferle, Kapitän der Oberwart Gunners, über den Pannonia Cup.

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Wir können noch einiges verbessern. Trotzdem war es ein verdienter Sieg, von Beginn an waren wir konzentriert in der Offensive und stärker am Rebound. Sebastian Käferle, Kapitän der Oberwart Gunners, nach dem Finalsieg gegen Eisenstadt.

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Es war anstrengend für uns, so früh in der Vorbereitungsphase zwei Matches an zwei Tagen zu spielen. Mattersburg war mehr bereit dafür, wir müssen uns noch verbessern. Für die Zone-Defense haben sie uns mit Dreiern bestraft – Hut ab. Bernhard Koch, Kapitän der Güssing Blackbirds, nach der Niederlage im Spiel um Platz drei.

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Es ist eine super Idee, wir sind nächstes Jahr sicher wieder dabei. Ein Match gegen ein Superliga-Team und gegen einen Verein aus unserer Liga passt perfekt für die Saison-Vorbereitung. Bernhard Koch, Kapitän der Güssing Blackbirds.

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Wir sind zwar noch ganz am Anfang der Vorbereitung, aber wir sind wirklich sehr zufrieden damit, wie alles läuft. Es war die perfekte Gelegenheit für alle vier Vereine im Burgenland, zu zeigen, was wir der Region zu bieten haben. Corey Hallett, Obmann Mattersburg Rocks.

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Für uns ist der Cup eine sehr gute Vorbereitung auf die Saison. Gegen Teams aus der 1. und 2. Liga zu spielen, gibt uns die Möglichkeit, früh zu sehen, wo wir stehen und woran wir noch arbeiten müssen. Ich glaube auch, dass es für die Fans eine tolle Möglichkeit ist, ihre Teams schon vor Saisonbeginn zu sehen und zu unterstützen. Nikolaus Bugnyar, Kapitän der Mattersburg Rocks, über den Pannonia Cup.

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Wir haben etwas gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Danach konnten wir relativ schnell die Führung übernehmen. In der zweiten Halbzeit sind wir weiterhin drangeblieben und konnten dann auch einige Dreipunktewürfe verwandeln. Das hat letztendlich auch zum hohen Endstand beigetragen. Nikolaus Bugnyar, Kapitän der Mattersburg Rocks, nach dem Sieg über die Güssing Blackbirds im Spiel um Platz drei.

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