Dragonz: Jubel am Freitag, Watschen am Sonntag

Basketball Superliga

Die BBC Nord Dragonz hatten am Wochenende gleich zwei Wiener Vereine zu Gast. Gegen die Timberwolves holten die Drachen den ersten Sieg in der Qualifikationsrunde, am Sonntag setzte es gegen den BC Vienna eine ordentliche Abfuhr.

Das Wochenende war für Austen Awosika und die BBC Nord Dragonz ein Auf und Ab.

Das Wochenende war für Austen Awosika und die BBC Nord Dragonz ein Auf und Ab.

© BVZ, Peter Wagentristl

Am Freitag und am Sonntag hieß es in Eisenstadt „Landeshauptstadt gegen Bundeshauptstadt.“ Den Anfang machte das direkte Duell um Platz zehn gegen die Vienna Timberwolves, gegen die man unbedingt einen Sieg einfahren wollte - was schließlich auch gelang.

Dragonz: Jubel am Freitag, Watschen am Sonntag

© BBC Nord Dragonz/Hahofer

Allerdings reichten vierzig Minuten dafür nicht aus, die Burgenländer lieferten sich mit den jungen Wienern einen wahren Krimi, das Auf und Ab war nichts für schwache Nerven: Das erste Viertel dominierten die Heimischen, beim Stand von 25:12 sah es fast schon nach einer „gmahden Wiesn“ aus. Aber im Viertel zwei bot sich ein völlig gegensätzliches Bild, die Wiener, die ohne Rebound-Maschine Ziga Fifolt angereist waren, drehten bis zur Halbzeit den Rückstand auf eine Führung um vier Punkte.

Auch das dritte Viertel ging an die Timberwolves, gegen Ende drehten die Drachen aber nochmals auf. Dass den Gästen ihr Big Guy fehlte, machte sich schmerzlich bemerkbar: Austen Awosika schnappte 15 Rebounds, Mario Spaleta 14. In den letzten Minuten holten die Awosika - mit 28 Punkten einmal mehr MVP der Eisenstädter - und seine Jungs einen elf Punkte-Rückstand auf und erzwangen die Overtime. Dort bewiesen die Dragonz den längeren Atem und setzten sich nach 45 Minuten Dramatik pur mit 85:79 durch.

BC Vienna fuhr drüber

Nach dem Jubel am Samstag schlug die Stimmung am Sonntag aber früh im Match gegen den BC Vienna um. „Die Art und Weise wie wir, vor allem im ersten Viertel, aufgetreten sind, war inakzeptabel. So etwas darf einfach nicht passieren“, resümierte Headcoach Felix Jambor, der an der Seitenlinie mitlitt. Nach fünf Minuten stand es 5:23 für die Gäste. Center Jozo Rados und seine Wiener zeigten eine wesentlich stärkere Leistung als in der Hinrunde, die Drachen dagegen lieferten ein schwache Performance ab.

Immerhin schaffte die junge Garde der Dragonz noch etwas Schadensbegrenzung: „Unsere jungen Spieler haben in der zweiten Halbzeit zum wiederholten Mal einen guten Job gemacht, gezeigt, dass sie Talent und Einsatz bringen und das Herz am rechten Fleck haben, um für diesen Klub zu kämpfen.“

Letztendlich stand aber mit 66:118 die höchste Saisonniederlage am Scoreboard. „Wir haben leider von Beginn an die Gegner nicht wirklich stoppen können und sie haben durch eine hohe Dreierquote schlussendlich einen hohen Vorsprung rausspielen können“, so Local Hero Lukas Knor.

Derby-Sieg als Motivations-Boost?

Richtig heiß wird es nun aber am Wochenende beim ersten Burgenand-Derby in der Qualifikationsrunde. Am Samstag um 17.30 Uhr treffen die BBC Nord Dragonz in Oberwart auf die rot-goldenen Rivalen. Die Gunners haben in der heißen Phase klar zugelegt und sich mit ihrem 72:86-Sieg gegen die starken Kapfenberg Bulls in die Favoritenrolle gekämpft. Doch die Oberwarter liegen den Eisenstädtern traditionell gut, im Grunddurchgang gewannen beide Teams jeweils ein Derby. Kadertechnisch können die Drachen jedenfalls aus den Vollen schöpfen.