Die Sensation ist perfekt: Dragonz stehen im Halbfinale!
Basketball Superliga
Seit dem heutigen 79:76-Sieg der BBC Nord Dragonz ist es fix: heuer stehen gleich zwei Teams aus dem Burgenland im Halbfinale der Basketball Superliga. Alle Fotos und Stimmen zum Match und natürlich ein Video von Emilio Banic' Buzzer Beater seht Ihr hier.
Die BBC Nord Dragonz machten die Sensation perfekt, warfen Titelanwärter Flyers Wels aus den Play-offs und stehen im Halbfinale.
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Im ersten Viertel fanden die Burgenländer nicht wie gewünscht ins Spiel. Schon früh rissen die Burgenländer einen zweistelligen Rückstand gegen die Flyers Wels auf. Die Gäste aus Oberösterreich spielten enorm bissig, immerhin bedeutet eine Niederlage für sie das Saisonende.
Im zweiten Viertel fanden die Burgenläder aber ihren Rhythmus und zwangen die Flyers zweimal ins Timeout. Vor allem Lukas Hahn zeigte seine Sniper-Künste, nachdem in Match drei von außerhalb der Zone für die Burgenländer - vor allem in Hälfte eins mit einer Quote von 1 aus 13 - überhaupt nichts.
Personaldecke wurde dünner
Bis zur Halbzeit knabberten die Burgenländer konstant am Rückstand, zum Buzzer stand es 38:40 für die Flyers. Es hätte aber auch anders kommen können: in den letzten Sekunden blockte Austen Awosika Renato Poljak und setzte zum „Hail Mary“ von der gegnerischen Dreier-Linie an und verfehlte nur haarscharf.
Im zweiten Viertel machte sich auf der Vierer- und Fünfer-Position Personalmangel bei den Drachen bemerkbar: Jalen Green musste das Match von der Bank aus zusehen, Peter Turay und Sead Hadzifejzovic mussten früh mit fünf Fouls vom Platz. Mit drei Guards am Feld kompensierten die Burgenländer die Situation aber gut, auf Emilio Banic lastete aber diesmal besonders viel Verantwortung.
Happy End für die Dragonz
Und wieder ein Krimi! Die Entscheidung fiel erst mit einem Buzzerbeater in allerletzter Sekunde. Bei 44 Sekunden auf der Uhr und 76:76-Gleichstand nehmen die Burgenländer eine Auszeit. Das folgende Play geht aber nicht auf, 17 Sekunden vor Schluss erkämpft Wels den Ball. Aber die Oberösterreicher wirken nervös, ein Pass von Damion Rosser findet keinen Abnehmer. Mit vier Sekunden auf der Uhr haben die Burgenländer an der Seitenlinie den Ball. Lukas Hahn findet Emilio Banic, der zieht aus der Drehung ab - und schreibt mit dem Buzzer-Beater-Dreier Vereinsgeschichte.
Endstand: 79:76 für die Dragonz. Die Burgenländer stehen damit wie die Oberwart Gunners im Halbfinale der Basketball Superliga. Dort warten die Swans aus Gmunden.
Eine Extralob von allen Seiten verdienten sich Lukas Knor und Dogus Demirel, die mit einem beherzten Einsatz das rot-goldene Basketball-Herz höher schlagen ließen.
Top-Scorer war erneut Rayshawn Mart mit 20 Punkten und 8 Assists - der US-Amerikaner bewies in der Serie gegen Wels absolute Play-off-Mentalität. Emilio Banic steuerte nicht nur den Dreier zum Buzzer-Beater bei, sondern netzte ingesamt vier von acht Dreiern ein. Ein noch erfolgreicherer Sniper war nur Lukas Hahn mit sieben von elf verwandelten Versuchen aus der Distanz.
Stimmen & Sprüche
Dass diese Serie mit einem Buzzer-Beater zu Ende geht, sagt schon alles. Großen Respekt an Wels, es war so eine harte Serie! Aber wir haben nie aufgegeben und Championship-Mentalität gezeigt - und uns heute mit einem Sieg belohnt. Point Guard Lukas Hahn (18 Punkte, 7 Assists).

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Die Ausfälle habe man mit Teamplay kompensiert, analysiert Guard Lukas Hahn: „Großes Lob an Lukas Knor und Dogus Demirel. Die beiden sind ,upgesteppt' und haben uns in dieser schwierigen Situation enorm geholfen.“
Dieses Spiel war ein würdiger Abschluss für diese unglaublich intensive, spannende und tolle Serie war. Gratulation an Wels. In Summe haben wir es uns verdient. Headcoach Felix Jambor.

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Die Dragonz seien letztlich als Sieger vom Platz gegangen, da die richtigen Plays zur richtigen Zeit aufgegangen sind, so das Resümee von Headcoach Felix Jambor: „Und darauf kommt es bei so einer engen Serie an.“
Und auch vom Headcoach gibt es Lob für die beiden jungen Burgenländer im Team: „Heute hat jeder geliefert. Die Jungen haben zur richtigen Zeit einen Schritt nach vorne gemacht. Ich will niemanden besonders hervorheben, aber die Mentalität hat den Unterschied gemacht.“

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Wir haben Wels jedes Mal unter 80 gelassen - die Serie haben wir in der Defensive gewonnen. Das ist schon eine Leistung, auf die wir stolz sein können. General Manager Roland Knor
So erfolgreich der Weg im letzten Jahrzehnt auch war: Beim Krimi gegen Wels wollte man wohl nicht mit General Manager Roland Knor tauschen, so nervenaufreibend wie die gesamte Serie war. Beim Buzzer Beater schwenkte dann aber auch beim obersten Drachen die Anspannung in ausgelassenen Jubel um.
Der Schlüssel zum Erfolg war starkes Team-Basketball: „Wir haben keinen 30-Punkte-Scorer, bei uns kann jeder scoren“, so Knor. Und dass jeder Drache zählt, spüren auch die Spieler, die sich dafür in der Defensive noch bedingungsloser abrackern, so seine Einschätzung.
Nächster Halt: Gmunden
Auch wenn mit Gmunden alles andere als eine Landesliga-Mannschaft im Halbfinale wartet: „Meiner Meinung nach war Wels der stärkste Gegner“, so Hahn: „Wir wollen die Intensität aus den Matches gegen Wels auch gegen die nächsten Oberösterreicher mitnehmen.“

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„Gmunden hat offensiv und defensiv einen anderen Ansatz. Zur Zeit ist aber noch zu früh um ins Detail zu gehen“, so der Headcoach wenige Minuten nach dem Sieg. Nun stehe jedenfalls Video-Analyse der eigenen Matches und jener von Gmunden am Plan: „Daraus werden wir dann einen Gameplan erstellen und in der nächste Woche einstudieren.“
Alle Fotos vom Viertelfinale finden Sie in Kürze auf bvz.at